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Corona im Herbst - Karl Lauterbach fürchtet: „Eine sehr schwere Zeit liegt vor uns“

Gesundheitsministerkonferenz

Lauterbach über Corona im Herbst: „Eine sehr schwere Zeit liegt vor uns“

 Lauterbach zur Coronal-Lage im Sommer 2022-06-17, Deutschland, Berlin. Bundespressekonferenz zur Corona-Lage im Sommer. Im Bild Karl Lauterbach SPD, Bundesgesundheitsminister. *** Lauterbach to the Coronal situation in the summer 2022 06 17, Germany
Karl Lauterbach plant den Corona-Herbst.
www.imago-images.de, IMAGO/Jürgen Heinrich

Auf der Konferenz der Gesundheitsminister ging es um den Corona-Plan der Bundesregierung für den Herbst. Karl Lauterbach (SPD) hat am Donnerstagmittag erste Ergebnisse der Gespräche veröffentlicht.

Viele Herausforderungen im Herbst

„Eine sehr schwere Zeit liegt vor uns“, prophezeit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu Beginn seines Statements nach der Konferenz der Gesundheitsminister. Als Gründe nennt er steigende Energiekosten, Krieg, Inflation und eine sehr schwere Corona-Welle.

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Corona-Plan für den Herbst

Sein Sieben-Punkte Plan für den Corona-Herbst sei auf „große Zustimmung“ gestoßen so Lauterbach. Zu den sieben Punkten zählt unter anderem der Ausbau der Impfkampagne. „Wir haben große Impflücken, die geschlossen werden müssen“, führt Lauterbach aus.

Aber auch die Weiterführung der Bürgertests sei wichtig. Die Länder sollen sich zu 50 Prozent an den Kosten für Tests beteiligen, damit die Tests nicht ausfallen – auch über den 30.Juni hinaus. Wie genau das funktionieren werde, müsse noch geklärt werden, so Lauterbach. Es solle ein Paket vorgelegt werden, das er noch mit Finanzminister Christian Lindner (FDP) finalisiere, sagte Lauterbach.

Gleichzeitig kündigte er größere Qualitätskontrollen der Testzentren an.

Lese-Tipp: Lauterbach-Plan: Mit diesem 7-Punkte-Plan will er uns durch den Corona-Herbst bringen

Wichtig sei außerdem, dass die vorhandenen Corona-Medikamente besser zugänglich gemacht werden sollten, so der Bundesgesundheitsminister. Vor allem Paxlovit sei sehr vielversprechend und könnte die Sterblichkeitsrate bei betroffenen Patienten um bis zu 70 Prozent senken.

Wie geht es weiter?

Mit Blick auf die am 23. September auslaufenden Corona-Bestimmungen im Infektionsschutzgesetz kündigte Petra Grimm-Benne (SPD), Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, für den 1. Juli eine Sonder-Ministerkonferenz an.

An diesem Tag soll auch der Bericht eines Sachverständigenausschusses zur Beurteilung bisheriger Pandemie-Maßnahmen vorgelegt werden, wie Lauterbach sagte. Er betonte, dass Bund und Länder sich auf „ein Miteinander“ bei den Beratungen über nötige weitergehende Schutzregeln verständigt hätten. (dpa/lra)