Pandemie hält die Welt in Atem

Chronologie Coronavirus - Die wichtigsten Entwicklungen vom 26. April

27. April 2020 - 11:22 Uhr

Im Video: Das sind die Änderungen der Corona-Maßnahmen

Wie wichtig sind Pflegekräfte? Sehr - das zeigt die Coronakrise einmal mehr. Das will die Politik jetzt auch im Geldbeutel deutlich machen. Und warum das Tragen von Gesichtsmasken richtig Stress bedeuten kann. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der geänderten Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen den Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

22:00 Uhr - Gesundheitsminister: Einführung von Corona-Warn-App kann noch dauern

Bis eine Corona-Warn-App in Deutschland bereitsteht, kann es laut Gesundheitsminister Jens Spahn noch etwas dauern. Man wolle den jetzt eingeschlagenen Weg mit einer dezentralen App "so schnell als möglich, aber auch so sicher als möglich gehen", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in den ARD-"Tagesthemen". Ein konkretes Datum nannte er nicht.

Auf den Hinweis, dass eine App ursprünglich schon Mitte April in Betrieb gehen sollte, sagte der Minister, er habe "immer darauf hingewiesen, mit den Erfahrungen aus anderen Digitalprojekten, dass es meistens ein, zwei, drei Wochen länger dauert, als manch einer öffentlich sagt, weil Datensicherheit und Datenschutz so wichtig sind". Bei der nun geplanten App könne man "aufsetzen auf das, was in den letzten Wochen entwickelt wurde" und dieses weiterentwickeln. "Und das werden wir sehr gründlich machen, aber auch sehr zügig in den nächsten Wochen."

20:57 Uhr - Conte: Italien lockert die Corona-Beschränkungen

25.04.2020, Italien, Rom: Ein Mann schwenkt am Tag der Befreiung Italiens von seiner Wohnungen aus die italienische Fahne. Die üblichen Märsche in Gedenken an die Befreiung von den Deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg, können während der Corona-P
Italien lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Corona-Beschränkungen.
© dpa, Cecilia Fabiano, zeus

Italien lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Corona-Beschränkungen und erlaubt den Bürgern zum Beispiel wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom bei der Vorstellung eines Gesamtplans zur schrittweisen Öffnung des Landes an.

20:54 Uhr - New York plant langsame Rückkehr zur Normalität

The New York Stock Exchange (NYSE) is seen in the financial district of lower Manhattan during the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in New York City, U.S., April 26, 2020. REUTERS/Jeenah Moon
Die ersten Unternehmen könnten am 15. Mai öffnen, sagte Cuomo.
© REUTERS, JEENAH MOON, JM

Der Gouverneur des besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat einen Plan für die Rückkehr zur Normalität vorgelegt. "Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren", sagte Andrew Cuomo am Sonntag bei seiner täglichen Pressekonferenz, "aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen." Firmen sollen zum Beispiel sicherstellen, dass in ihren Büros und Fabriken Abstandsregeln eingehalten werden können und dass sie genügend Atemmasken für ihre Angestellten haben.

Die ersten Unternehmen könnten am 15. Mai öffnen, sagte Cuomo - vorausgesetzt, die Lage bessere sich weiterhin. Zu den Hoch-Zeiten der Pandemie starben in New York täglich fast 800 Menschen, am Samstag fiel die Zahl der Toten nun unter 400. Cuomo fürchtet aber, dass sich das wieder ändern könnte, wenn der Lockdown zu schnell endet. "Machen wir jetzt einen Fehler", sagte er, "dann verspielen wir womöglich alle Erfolge." Zunächst sollen Bauarbeiter und Fabrikangestellte in ihre Jobs zurückkehren.

20:30 Uhr - Zehntausende Kunden der Deutschen Bank bitten um Kreditstundung

Die Coronakrise hinterlässt Spuren im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank. Wegen der Pandemie bitten dem Geldhaus zufolge zehntausende Kunden um Stundung ihrer Kredite. "Uns haben in den ersten zwei Wochen nach Inkrafttreten des Gesetzes fast 50.000 Kunden um Stundung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus Darlehen gebeten, dabei ging es in gut der Hälfte der Fälle um Baufinanzierung, die andere Hälfte waren Konsumentenkredite", sagt Manfred Knof, der Leiter der Privatkundensparte von Deutschlands größtem Geldhaus, im Interview mit dem "Handelsblatt". Die meisten Anträge habe die Bank bereits abgearbeitet und bewilligt. Trotz der Coronakrise spricht Knof von einem "sehr guten Start ins Jahr".

19:52 Uhr - Sachsen-Anhalt will ab Anfang Mai wieder Gottesdienste erlauben

Nach mehreren Wochen coronabedingter Verbote will Sachsen-Anhalt unter Auflagen ab Anfang Mai wieder Gottesdienste zulassen. Darauf habe sich die schwarz-rot-grüne Landesregierung verständigt, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Sonntag in Halle. Details sollen bei einer Sitzung am 2. Mai festgelegt werden, bei der sich das Kabinett mit den Corona-Beschränkungen befasst. Voraussetzung für Gottesdienste sei, dass die Religionsgemeinschaften vorab Schutzkonzepte vorlegten und vom Land genehmigen ließen, sagte Haseloff. Auch andere Bundesländer hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, ab Anfang Mai wieder Gottesdienste unter Auflagen zu erlauben.

19:28 Uhr - Laschet für Staatshilfe für Lufthansa - aber möglichst kurz

ARCHIV - 15.04.2020, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Presseerklärung. (zu dpa: "Laschet: Staat kann nicht alle Betriebe retten") Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-B
"Wenn es eine staatliche Hilfe gibt, möglichst kurzfristig", sagt Laschet in der ARD.
© dpa, Federico Gambarini, fg kde nwi

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will nur eine kurzfristige staatliche Hilfe für den angeschlagenen Dax-Konzern Lufthansa. "Wenn es eine staatliche Hilfe gibt, möglichst kurzfristig", sagt Laschet in der ARD. "Deutschland braucht eine internationale Luftgesellschaft, die am besten nicht übernommen wird aus dem Ausland", fügt er hinzu. Die Frage nach einer stillen Beteiligung oder einem Mitbestimmungsrecht bei der Lufthansa, über das in der großen Koalition gestritten wird, sei "Verhandlungssache". Der Staat müsse seine Beteiligung wieder zurückführen, "wenn die Gesellschaft wieder schwarze Zahlen schreibt", sagt Laschet.

18:59 Uhr - Erstmals wieder Proteste in Hongkong

In Hongkong ist es erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder zu Protesten gegen die china-freundliche Regierung und Peking gekommen. Trotz strikter Abstandsregeln kamen in einem Einkaufszentrum der chinesischen Sonderverwaltungszone am Sonntag Hunderte Menschen zusammen, um Forderungen nach Demokratie zu erneuern. In Hongkong sind wegen der Pandemie derzeit nur Versammlungen von maximal vier Menschen erlaubt. Sie müssen 1,5 Meter Abstand halten.

18:40 Uhr - Kretschmer hofft auf Bewegung an geschlossener Grenze zu Polen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer blickt mit Sorge auf die geschlossene deutsch-polnische Grenze. Es sei ein großes Leid, was dort passiere, sagte der CDU-Politiker am Sonntag in Halle der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube, dass die polnische Regierung über das Ziel hinausgeschossen ist." Die EU habe geschafft, dass die Grenze kein Ende eines Wirtschafts- und Lebensraums mehr sei, und daran hätten sich die Menschen in der Region gewöhnt und pendelten zum Wohnen und Arbeiten hin und her. Durch die rigorose Grenzschließung in der Corona-Krise sei daraus eine große Not geworden.

18:31 Uhr - 260 Tote in Italien - Niedrigster Wert seit 14. März

In Italien ist die Zahl der neuen Covid-19-Todesopfer erneut gesunken. 260 Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden laut der zuständigen Behörde gemeldet, das ist der niedrigste Tageswert seit dem 14. März. Am Vortag waren 415 Todesfälle registriert worden. Insgesamt sind nun 26.644 Menschen in Italien der Corona-Pandemie erlegen. Der Zahl der Infizierten erhöhte sich um 2324 auf 197.675.

17:02 Uhr - Keine Touristen auf Norderney: Gastronomen und Hoteliers protestieren

Die ostfriesischen Inseln sind in der Corona-Krise vom Festland größtenteils abgeschottet, Touristen dürfen nicht anreisen. Weil Tourismusbetriebe darunter massiv leiden, haben sich auf Norderney am Sonntag Gastronomen, Hoteliers und Vermieter von Ferienwohnungen zum stillen Protest getroffen. Hintergrund sei die Forderung nach staatlichen Hilfen, außerdem hätten sie die baldige Öffnung der Insel für Touristen gefordert, berichtete das Insel-Magazin "Norderneyer Zeitung". Weil Demonstrationen derzeit angesichts der Kontaktbeschränkungen nicht erlaubt sind, sollten leere Stühle die Lage der Branche versinnbildlichen.

Auf den Inseln war unter Hinweis auf die eingeschränkte intensivmedizinische Versorgung die Anreise von Touristen und Zweitwohnungsbesitzern verboten worden. Bis zum 6. Mai gilt noch eine entsprechende Verordnung des Landes.

16:05 Uhr - Spaniens Kinder dürfen wieder raus

26.04.2020, Spanien, Madrid: Ein Vater steht mit seiner Tochter auf einer Straße. Nach 42 Tagen Corona-Ausgehsperre dürfen Kinder unter 14 Jahren  darf ab sofort eine Stunde pro Tag mit einem Elternteil vor die Tür. (zu dpa: "Leuchtende Augen über Mi
Spaniens Kinder dürfen wieder raus.
© dpa, Carola Frentzen, axs

Nach 42 Tagen Corona-Ausgangssperre bot sich am Sonntag auf den Straßen Spaniens ein fast schon ungewohntes Bild: Erstmals waren wieder Kinder zu sehen. Wer unter 14 Jahre alt ist, darf ab sofort eine Stunde pro Tag mit einem Elternteil vor die Tür - und Roller, Rollschuhe oder Skateboard dürfen die Kleinen gleich mitnehmen. Viele nutzten bereits den ersten Tag der Lockerung der Beschränkungen für eine kleine Runde. Weiter als einen Kilometer dürfen sich Eltern und Kinder aber noch nicht von ihren Wohnungen entfernen. Dennoch: Viele Augen leuchteten über Mini-Masken, die zahlreiche Familien dem Nachwuchs verordnet hatten.

15:30 Uhr – Australien führt Corona-App ein

Trotz Kritik hat Australien am Sonntag eine Corona-Warn-App eingeführt, die auf freiwilliger Basis genutzt werden kann. Damit sollten "Personen ausfindig gemacht werden können, die möglicherweise Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt haben", sagte Gesundheitsminister Greg Hunt. Die App wurde nach einem Vorbild aus dem autoritär regierten Stadtstaat Singapur entwickelt.

Die "COVIDSafe"-App erkennt nach Angaben der Regierung mithilfe der Bluetooth-Technologie von Handys, ob sich ein Mensch im Abstand von bis zu 1,5 Metern zu einem Infizierten aufgehalten hat. Die verschlüsselten Daten werden dann an die staatlichen Gesundheitsbehörden weitergeleitet. Auf diese Weise sollen Infektionsketten schneller nachverfolgt werden können. Gespeichert werden die Daten auf einem zentralen Server in Australien.

15:22 Uhr – Sachsen öffnet Zoos ab dem 4. Mai

Zoos und botanische Gärten in Sachsen sollen ab 4. Mai wieder öffnen können. Das sei in der sächsischen Landesregierung so verabredet, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Sonntag in Halle. Er hatte dort zuvor mit seinem Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), über den weiteren Kurs im Umgang mit der Corona-Pandemie beraten.

15:19 Uhr - Britischer Premier Johnson nimmt Amtsgeschäfte wieder auf

ARCHIV - 25.03.2020, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, verlässt Downing Street. Der britische Premierminister Boris Johnson will nach seiner Covid-19-Erkrankung die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Foto: Victor
Boris Johnson
© dpa, Victoria Jones, vco

Der britische Premierminister Boris Johnson will nach überstandener Covid-19-Erkrankung die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Der 55-Jährige werde am Montag in den Regierungssitz Downing Street zurückkehren, sagte eine Sprecherin.

Johnson hatte sich in den vergangenen zweieinhalb Wochen auf dem offiziellen Landsitz Chequers nahe London von der Lungenkrankheit erholt. Zuvor musste er nach der Infektion mit dem Corona-Virus eine Woche im Krankenhaus verbringen, drei Tage sogar auf der Intensivstation. Vertreten wurde er von Außenminister Dominic Raab.

Die konservative Regierung steht wegen ihrer Reaktion auf die Pandemie schwer in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, viel zu lange mit den Maßnahmen zur Eindämmung gewartet zu haben. Zudem fehlt es an Schutzkleidung für das medizinische Personal. Auch vom Ziel, bis Ende April jeden Tag 100 000 Menschen zu testen, sind die Behörden noch weit entfernt.

14:45 Uhr - Diese Regeln gelten ab morgen

In allen Bundesländern gilt ab Montag die sogenannte Maskenpflicht, hauptsächlich im Nahverkehr und im Einzelhandel. Was das bedeutet, ab welchem Alter und wo eine Maske genau getragen werden muss, welche Bußgelder drohen, wie Sie sich selbst eine Maske nähen können, alle Fragen zu Reinigung und Desinfektion - alles weiter finden Sie hier

13:09 Uhr - Corona-App: Regierung verfolgt dezentralen Ansatz

24.04.2020, Schweiz, Lausanne: Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem die dp3t-App (Decentralized Privacy Preserving Proximity Tracing) geöffnet ist. Die Applikation, die zur Zeit in der Technischen Hochschule «Ecole polytechnique federale de Lausann
Smartphone mit der Schweizer dp3t-App (Decentralized Privacy Preserving Proximity Tracing)
© dpa, Laurent Gillieron, lagi ihe fgj

Die Bundesregierung setzt bei der geplanten Corona-Warn-App laut "Welt am Sonntag" nun auf einen dezentralen Ansatz, um Bedenken von Datenschützern zu zerstreuen.

Das vom Robert Koch-Institut mit entwickelte Konzept PEPP-PT (Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing) war in die Kritik von Datenschützern geraten, weil zentrale Server hier eine größere Rolle spielen.

Daher wolle die Bundesregierung den Einsatz einer konsequent dezentralen Softwarearchitektur vorantreiben, schreibt die Zeitung. Und damit eine App, die "die in Kürze zur Verfügung stehenden Programmierschnittstellen der wesentlichen Anbieter von mobilen Betriebssystemen nutzt und gleichzeitig die epidemiologische Qualitätssicherung bestmöglich integriert", so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Kanzleramtschef Helge Braun. Darin solle auch die Möglichkeit integriert werden, dass Bürger "freiwillig in pseudonymisierter Form Daten zur epidemiologischen Forschung und Qualitätssicherung an das RKI übermitteln können".

11:47 Uhr - Corona-Massentests an 450 Menschen in NRW

Weil zwei Familien immer wieder gegen die angeordnete Quarantäne verstoßen haben, werden in Grevenbroich (NRW) alle 450 Bewohner eines Hochhaus-Komplexes auf das Coronavirus getestet. 115 Mitarbeiter von Gesundheitsamt und Rotem Kreuz begannen mit den Tests. 

11:29 Uhr - Deutsche Gerichte weiten Sitzungsbetrieb aus

ARCHIV - ILLUSTRATION - Die Statue Justizia ist am 25.01.2011 im Amtsgericht in Hannover zu sehen.   Foto: Peter Steffen/dpa   (zu  dpa Berichterstattung über den 70.Deutschen Juristentag vom 19.09.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Justizia
© dpa, Peter Steffen

Deutsche Gerichte weiten den in der Corona-Krise stark reduzierten Sitzungsbetrieb wieder aus. !In den vergangenen Wochen musste die Justiz sich im Notbetrieb auf wichtige Strafprozesse, dringende Haftsachen und Fälle von Eilrechtsschutz beschränken", sagte einSprecher des Deutschen Richterbundes den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Jetzt fahren viele Gerichte den Sitzungsbetrieb mit strikten Abstands- und Hygieneregeln sowie mit Schutzausstattung wie etwa Gesichtsmasken schrittweise wieder hoch."

Der Publikumsverkehr bleibe dabei vorerst noch reduziert. Teilweise planten die Gerichte mit verlängerten Öffnungszeiten, um bei Bedarf auch am Abend oder an Samstagen verhandeln zu können.

Nach Richterbund-Angaben haben erste Gerichte in Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein ihren Betrieb bereits ausgeweitet. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt kehrt die Justiz an diesem Montag schrittweise zum öffentlichen Dienstbetrieb zurück. In Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen soll am 4. Mai unter strengen Infektionsschutz-Auflagen ein normalisierter Gerichtsbetrieb beginnen.

08:59 Uhr - Minister plant Recht auf Home-Office

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Der Arbeitsminister will per Gesetz mehr Homeoffice ermöglichen.
© imago/Westend61, Julia Haack, imago stock&people

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Recht auf Arbeit von zu Hause aus gesetzlich verankern. "Ich arbeite an einem neuen Gesetz für ein Recht auf Homeoffice, das ich bis Herbst vorlegen werde. Jeder, der möchte und bei dem es der Arbeitsplatz zulässt, soll im Homeoffice arbeiten können - auch wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei ist", sagte Heil der Bild am Sonntag.

"Man darf entweder komplett auf Homeoffice umsteigen oder auch nur für ein oder zwei Tage die Woche", erklärte Heil. Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge sei der die Zahl der Arbeitnehmer im Homeoffice in der Corona-Krise von 12 auf 25 Prozent aller Beschäftigten gestiegen.

08:41 Uhr - Tourismusbeauftragter: Keine großen Fernreisen mehr in 2020

An aerial view shows the Christ the Redeemer statue with the Copacabana beach during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Rio de Janeiro, Brazil, March 26, 2020.  REUTERS/Ricardo Moraes
Fernreisen wie zum Beispiel nach Brasilien sollte man in diesem Jahr eher nicht einplanen.
© REUTERS, RICARDO MORAES, SM/DAM

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hält Sommerurlaub in Deutschland für möglich - aber keine großen Fernreisen. Er sprach sich allerdings für vorsichtige Lockerungen bei der geltenden weltweiten Reisewarnung aus. "Große Fernreisen werden in diesem Jahr eher ausfallen. Es steht für viele Heimaturlaub auf dem Programm. Ich gehe davon aus, dass das möglich sein wird, hoffentlich auch schon im Sommer, sagt6e der CDU-Politiker.

Dazu brauche es aber klare Sicherheitskriterien. "Sicherheitsabstände, regelmäßige Desinfektion oder auch Tests für Personal und Mitarbeiter sind sicher vorstellbar."

Weiter sagt er: "Handtuch an Handtuch am Nordseestrand wird es dieses Jahr nicht geben. Die Menschen sind bisher sehr verantwortungsvoll mit der Lage umgegangen und ich vertraue darauf, dass Reisen, wenn auch mit Einschränkungen, möglich sein wird."

08:09 Uhr - Lehrerverband: Unterrichts-Neustart noch vor Sommerferien

Trotz Corona-Pandemie könnten nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, alle Schüler noch vor den Sommerferien wieder in die Schulen zurückkehren. Meidinger schlägt dafür ein "Schichtmodell" vor: Die Klassen werden geteilt und kommen abwechselnd für je eine Woche in die Schule und erhalten für die jeweils andere Woche Aufgaben für zu Hause.

Das wäre nach Meidingers Ansicht ein praktikables Modell, das auf der einen Seite die geltenden Abstandsregelungen berücksichtigt und auf der anderen Seite verhindert, dass ganze Klassenstufen auf absehbare Zeit zu Hause bleiben müssten.

07:59 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
USA 939.235 53.934
Spanien 223,.759 22.902
Italien 195.351 26.384
Frankreich 161.644 22.614
Deutschland 156.513 5.877
Großbritannien 149.569 20.319
weltweit 2.898.082 203.025

Quelle: Johns Hopkins Universität

Alle Infos und Entwicklungen vom 24. April 2020

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