Der Hype um die legalen Blüten

Macht CBD abhängig? Das sagt der Drogenexperte

2. Juli 2019 - 16:56 Uhr

Sucht durch den Konsum von CBD?

Cannabidiol - kurz CBD - könnte man als die legale Schwester von Tetrahydrocannabinol (THC) bezeichnen. Im Gegensatz zum THC enthält es aber keine psychoaktiven Stoffe und kann deswegen hierzulande vollkommen legal vertrieben werden. Immer mehr Geschäfte bieten den Wirkstoff in Form von Öl, Tropfen, Cremes oder Blüten an.

Aber bergen die Wirkstoffe aus der Cannabis-Pflanze Risiken und kann man durch den Konsum vielleicht sogar abhängig werden? Im Video zeigen wir die Einschätzung von Drogenexperte Dr. Heino Stöver.

Wundermittel oder gesundheitsgefährdend?

CBD-Öl
CBD als das neue Wundermittel gefeiert. Es soll zahlreiche Krankheiten heilen und Beschwerden lindern können. Doch was steckt eigentlich dahinter?
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CBD erfreut sich hierzulande immer größer werdender Beliebtheit. Die Nachfrage nach dem "legalen Gras" boomt. Gründe dafür gibt es viele: Konsumenten schwören auf die heilenden Kräfte des CBD. Es soll entzündungshemmend wirken, eine schmerzstillende Wirkung besitzen und sogar Hautproblemen vorbeugen. Konsumenten sehen in dem CBD eine natürliche Alternative zum herkömmlichen Schmerzmittel. Hierzulande darf es rezeptfrei als Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetik verkauft werden. In führenden Drogeriemärkten findet man bereits CBD-Tropfen in den Regalen.

Leider fehlt es aktuell an wissenschaftlichen Untersuchungen zum noch recht neuen Wunder-Wirkstoff. Experten kommen bislang zu unterschiedlichen Einschätzungen. Eine aktuelle Studie warnt jetzt aber vor möglichen Leberschäden durch einen übermäßigen Konsum. Hinzu können unerwünschte Nebeneffekte wie beispielsweise Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Benommenheit und Schwindel kommen.