Was steckt dahinter?

Bilderrätsel: Ist da etwa eine Brustwarze auf dem Bein?

Was hat dieser Nippel auf einem Bein zu suchen? Es ist die Arbeit von Tätowiererin Shannon (li.) aus den USA.
© Instagram/smccauleytattooer

07. August 2020 - 20:08 Uhr

Tätowiererin übt schon fleißig für ihre ersten Kundinnen

Was sind denn das für Aufnahmen? Ein Bein mit Brustwarze? Haben Sie so etwas schon mal gesehen? Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Brustkrebs-Überlebender werden Brustwarzen aufgemalt

Frauen, die nach ihrer Brustkrebs-Diagnose eine Mastektomie hinter sich haben, fühlen sich oft nicht mehr feminin. Ein wichtiger Teil ihres Körpers wurde ihnen durch die Krankheit genommen. Auch nach einer Brustrekonstruktion fehlt ihnen danach noch oft die Brustwarze. Es gibt jedoch immer mehr Tätowierer, die sich darauf spezialisieren, solchen Frauen Tattoos zu stechen, die ihre Narben verdecken und ihnen sogar eine Brustwarzen zurückzaubern. So dürfen auch diese Überlebenden wieder ein Stück Normalität zu spüren bekommen. Wie echt diese Tattoos oft aussehen, zeigen die Kunstwerke der Tätowiererin Shannon aus Rochester im US-Bundesstaat New York.

Shannon möchte mit ihrer Arbeit Menschen helfen

Shannon erklärt in einigen Tweets, dass es ihr erstes Jahr ist, in dem sie als professionelle Tätowiererin arbeitet. Sie hat sich für ihren neuen Job eine besondere Aufgabe vorgenommen: Sie möchte Frauen, die den Brustkrebs besiegt haben, helfen. Und so übt Shannon erst einmal an Bereitwilligen, die ihre Beine zur Verfügung stellen.

"Meine erste Runde Brustwarzen auf der Haut. Ich werde diese Tätowierungen kostenlos machen", schreibt sie zu den ersten Schnappschüssen ihrer Arbeit. "Ich lerne es, damit ich in Chirurgie-Praxen tätowieren und Brustkrebsüberlebenden, die Mastektomien hatten, sowie der Trans-Community helfen kann."

Wir finden: Eine wundervolle Idee, um Menschen nach einer Krebserkrankung oder einer lebensverändernden Operation Mut für ihr neues Leben zu schenken.

Es gibt mehr Menschen wie Shannon

Es gibt noch mehr Menschen wie Shannon. In seinem Tattoostudio "Eternal Ink" schafft es Eric Catalano mit seiner Arbeit Menschen, die Körperteile verloren haben, neuen Lebensmut zu schenken. Auch er "rekonstruiert" die fehlenden Teile kostenlos, indem er optische Täuschungen tätowiert – ob Brustwarzen oder Fingerkuppen, für den Profi-Künstler ist keine Herausforderung zu groß.

Es gibt aber auch diese Fälle: Alison Habbal aus Sydney kämpfte ein Jahr lang tapfer gegen den Brustkrebs. Nach ihrem Kampf entschied sie sich gegen eine Nippelrekonstruktion und für ein Tattoo auf ihrer Brust. Andere Frauen hingegen zeigen ihre OP-Narben und leben bewusst damit.

Video: Vermeintlicher Dehnungsstreifen entpuppt sich als Brustkrebs

Wie eine Frau aus England erfuhr, dass ihre vermeintlichen Dehnungsstreifen" an der Brust ein Anzeichen für Brustkrebs war, erfahren Sie hier.