Treffen mit Selenskyj geplant

Bericht: Scholz plant sechsstündiges Besuchsprogramm in Kiew

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Bundeskanzler Olaf Scholz reist vermutlich am Donnerstag nach Kiew.
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Er hat lange mit einem Besuch gewartet, jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass Kanzler Olaf Scholz am Donnerstag nach Kiew reist. Er plant nach Informationen des „Tagesspiegels“ ein auf rund sechs Stunden angesetztes Besuchsprogramm.

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Scholz soll Selenskyj treffen

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi sollen wie erwartet nach Kiew reisen, zudem könnte auch der rumänische Staatspräsident Klaus Johannis an dem Besuch teilnehmen, hieß es. Nach der Ankunft sind von 13 bis 19 Uhr mehrere Treffen geplant, vor allem ein längeres Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Eine offizielle Bestätigung für die Reise gibt es nicht. Ein Regierungssprecher hatte die Reise auf RTL/ntv-Nachfrage nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert, was aus Sicherheitsgründen durchaus üblich ist. Die französische Regierungssprecherin Olivia Gregoire sagte zur Reise nach Kiew: Der Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Kiew sei nur eine von "mehreren Optionen". Es gebe keine Entscheidung, sagt sie zu Berichten, dass Macron zusammen mit Kanzler Olaf Scholz und Italiens Regierungschef Mario Draghi am Donnerstag nach Kiew reisen wolle.

Selenskyj fordert klare Unterstützung von Scholz

Vor dem möglichen Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Kiew hat der der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eindeutige Unterstützung durch Deutschland gefordert. „Wir brauchen von Kanzler Scholz die Sicherheit, dass Deutschland die Ukraine unterstützt. Er und seine Regierung müssen sich entscheiden“, sagte Selenskyj am Montagabend in einem Interview des ZDF-“heute-journals“. Deutschland dürfe keinen Spagat zwischen der Ukraine und den Beziehungen zu Russland versuchen.

In einem früheren RTL-Interview hatte Olaf Scholz betont: "Ich werde mich nicht einreihen in eine Gruppe von Leuten, die für ein kurzes rein und raus mit einem Fototermin was machen. Sondern wenn, dann geht es immer um ganz konkrete Dinge." (eku/dpa)

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