„Batman Baby“

Baby Luna: Erste Behandlung des Riesen-Muttermals erfolgreich abgeschlossen

© Instagram/luna.love.hope

29. November 2019 - 9:56 Uhr

Erste deutliche Fortschritte bei „Batman Baby“ Luna

Die Hoffnungen für die kleine Luna (7 Monate) haben sich erfüllt: Nach einer ersten Behandlung durch den russischen Spezialisten Dr. Pavel Popov gibt es deutliche Fortschritte bei der Entfernung des Riesen-Muttermals, das ihr den Spitznamen "Batman Baby" einbrachte. Ihre Eltern Carol Fenner (35) und Thiago Tavares (32) aus Florida sind überglücklich, dass die Behandlungsmethode funktioniert.

Russischer Spezialist behandelt Luna

Aus Angst vor Mobbing beschlossen die Eltern, Luna das Muttermal entfernen zu lassen. Eine Laser-Behandlung in den USA hätte bedeutet, dass die Kleine bis zu 100 Operationen über sich ergehen lassen müsste. Außerdem hätte die Behandlung umgerechnet 450.000 Euro gekostet - Kosten, für die die Krankenversicherung nicht aufgekommen wäre. Als der russische Chirugin Dr. Pavel Popov auf Luna aufmerksam wurde, bot er der Familie eine andere Behandlungsmethode an.

Bereits im September beschloss Lunas Mutter, den Weg nach Russland anzutreten, um sich dort in die Hände von Dr. Popovs Team zu begeben. Popov ist eigentlich Krebsspezialist. Luna hat Gott sei Dank keinen Krebs, aber eine Methode zur Behandlung von bestimmten Krebsarten kann auch bei Luna angewendet werden. Bei der photodynamischen Therapie wird die Haut auch mittels Laserstrahlen behandelt. Popov ist aber überzeugt, das kongenitaler melanotyrärer Nävus genannte Hautgeflecht in nur sechs bis sieben Behandlungen vollständig entfernen zu können.

Eine Behandlung ist allerdings auch kostspielig, sie kostet circa 25.000 US-Dollar. Schon im April haben Lunas Eltern eine GoFundMe-Seite eingerichtet, auf der für ihr Kind gespendet werden kann. Bisher sind fast 55.000 US-Dollar eingegangen.

Im Video: Lunas ganze Geschichte

Sehr seltene genetische Mutation

1 von 20.000 Neugeborenen kommt laut des Hautarztzentrums Kiel mit einem großen, kongenitalen melanotyrären Nävus zur Welt. Noch seltener sind Riesen-Nävi, die sogar ganze Körperteile bedecken können. Die Muttermale können zu Beginn ungefährlich sein, entarten sie jedoch mit der Zeit, kann bösartiger Hautkrebs entstehen. Deshalb müssen Betroffene dauerhaft vom Hautarzt überwacht werden. Ein Nävus vergrößert sich proportional zur Haut, der Durchmesser im Gesicht verdoppelt sich also vom Säuglings- bis zum Erwachsenenalter.

Lunas Eltern haben den Instagram-Account "luna.love.hope" erstellt und teilen dort süße Schnappschüsse ihrer Tochter, um mehr Verständnis für Muttermale wie ihres zu schaffen. Von den über 120.000 Followern sind die meisten gerührt und äußern sich mutmachend und lieb unter den Fotos, nennen sie aufgrund der Form des Muttermals "kleiner Schmetterling".