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Autofahrer aufgepasst! In diesen deutschen Städten stehen die meisten Blitzer

ARCHIV - 28.05.2018, Hamburg: Ein Tempomessgerät steht während einer Pressevorführung an der Reeperbahn. (zu dpa: «Blitzermarathon soll Raser bremsen - mehrere Bundesländer beteiligt») Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bundesweit gibt es massive Unterschiede, was die Anzahl der Blitzer in Städten betrifft.
dan pil sab alf alf, dpa, Daniel Reinhardt

Viele Autofahrer sind ja häufig mit dem bekannten Bleifuß unterwegs. Wer allerdings zu schnell fährt und die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet, dem drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar der Führerscheinentzug. Was einige Autofahrer jedoch vielleicht nicht wissen: Die Wahrscheinlichkeit geblitzt zu werden, hängt von der Stadt ab. Denn in einigen deutschen Städten gibt es wesentlich mehr Rotlichtkontrollen, als in anderen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt die Rechtsanwaltskanzlei Goldenstein Rechtsanwälte. Sie haben analysiert, wie viele feste, mobile und teilstationäre Blitzer es in Deutschlands 40 größten Städten gibt – das Ergebnis verblüfft.

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Die Untersuchungsgrundlage

Goldenstein Rechtsanwälte wollte wissen, in welchen deutschen Städten die meisten Blitzer stehen. Dafür haben die Juristen in den 40 einwohnerreichsten deutschen Städten nachgefragt, wie viele feste Blitzer es dort auf dem Asphalt gibt. Die Ergebnisse berufen sich auf den Stand vom 2. Dezember 2022, wie die Anwälte auf ihrer Internetseite schreiben. Zudem habe man auch mobile und teilstationäre Blitzer in den Städten mit der Hilfe von „Daten der Verkehrs-Apps Waze und Blitzer.de“ ermittelt.

Damit die Anwälte diese Werte „städteübergreifend“ vergleichen konnten, haben sie die Werte „mit Hilfe von Daten der Regionaldatenbank des Statistischen Bundesamtes ins Verhältnis zur vorhandenen Straßenfläche in den jeweiligen Städten gesetzt“. Feststehende Geschwindigkeitsmessgeräte, die gleich in mehrere Richtungen blitzen, seien demnach auch als mehrere Kontrollen gewertet worden.

Hier gibt es besonders viele Bitzer

Die Anzahl der Blitzer ist beachtlich. Denn so stehen im Schnitt in Deutschlands 40 größten Städten 17,7 feste sowie 3,6 mobile und teilstationäre Blitzer, die täglich die Geschwindigkeit der Autofahrer messen.

Besonders vorsichtig und angemessen sollten die Autofahrer in Hamburg fahren, denn dort gibt es mit 77 die meisten Blitzer. In Köln befinden sich 71,1 Messgeräte,

  • in Berlin 54,4
  • in Stuttgart 43,9
  • in Wuppertal 36,7
  • in Bonn 24,1
  • in Karlsruhe 22,3 und
  • in Aachen 21,1

Rechnet man die Rotlichtkontrollen auf die vorhandene Straßenfläche um, dann hat Wuppertal die meisten Blitzer zu bieten. Denn hier stehen pro 1.000 Hektar Straße 26,1 Geschwindigkeitsmessgeräte.

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Hier gibt es die wenigsten Blitzer

Ebenfalls umgerechnet auf 1.000 Hektar Straße stehen in Köln 17,5 Blitzer und in Hamburg 11,8. In den Großstädten Berlin und München liegt der Wert deutlich niedriger:

  • Berlin 5,4
  • München 3,4

Gerade einmal in fünf deutschen Städten gibt es, gemessen an der Straßenfläche, weniger Blitzkisten als in München. Nämlich in:

  • Duisburg 2,9
  • Braunschweig und Essen jeweils 2,8 und
  • Krefeld 1,2

Die niedrigste Anzahl fester, mobiler und teilstationärer Blitzer hat Magdeburg mit gerade einmal 0,7 Kontrollen am Tag auf 1.000 Hektar Straßenfläche.

Ihre Erfahrungen interessieren uns!

"Es gibt bundesweit massive Unterschiede"

Rechtsanwalt Alexander Voigt, der Geschäftsführer von Goldenstein Rechtsanwälte, erklärt auf seiner Internetseite: „Unsere Analyse zeigt, dass es bundesweit massive Unterschiede gibt, wenn es um Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr geht. So werden in Wuppertal – gemessen an der vorhandenen Straßenfläche – 37-mal mehr Blitzer aufgestellt als in Magdeburg.”

Lese-Tipp: Vorsicht! Nutzung von Blitzer-Apps kann teuer werden

Klar, wer immer ordnungsgemäß fährt und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, hat nichts zu befürchten. Dennoch gibt es, so Voigt, „Blitzer-Apps“, die die Autofahrer vor Geschwindigkeits- und Rotlichtkontrollen schützen können. Aber er stellt klar: „Grundsätzlich sollte jedoch erwähnt werden, dass solche Apps offiziell nur vor der Fahrt vom jeweiligen Fahrzeugführer verwendet werden dürfen.” (kko)