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Auto-Abo: Für wen lohnt sich das All-inclusive-Modell?

Alternative zum Leasing?

Auto-Abo: Für wen lohnt sich das All-inclusive-Modell?

Sorgenfrei mobil? Auto-Abos können Autofahren fast zum All-inclusive-Erlebnis machen.
Auto-Abos können Autofahren fast zum All-inclusive-Erlebnis machen - und wer will, kann nach ein paar Monaten ein neues Modell ausprobieren
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Egal, ob Zeitschriften, Socken oder Rasierklingen: Mittlerweile können wir für alle möglichen Dinge ein Abo abschließen. Sogar für Autos ist dies mittlerweile möglich. Mit wenigen Klicks geht es im Internet zum neuen Wagen und wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt das Auto oft sogar nach Hause geliefert. Das Praktische: Für einen monatlichen Festpreis erhalten Nutzerinnen und Nutzer einen Neuwagen inklusive Versicherung, Steuer und Werkstattkosten. Mitunter ist sogar der Reifenwechsel im Preis enthalten. Lohnt sich das?

Außer Sprit sind alle Kosten im Abo enthalten

"Das Auto-Abo ist für den Kunden einfach, transparent und kostengünstig", sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR Center in Duisburg. "Beim Auto-Abo wird dem Kunden das Risiko abgenommen, das macht es so attraktiv", sagt Dudenhöffer. Weder eventuelle Werkstattkosten noch steigende Versicherungsprämien würden den Autofahrer belasten. Nur Tanken muss man noch selbst. Mittlerweile gibt es allerdings sogar Anbieter, bei denen ein bestimmtes Strom-Kontingent zum Laden von E-Autos enthalten ist.

Der Unterschied zum Leasing

Mieten statt kaufen: Das bieten auch Leasingangebote , allerdings zu anderen Konditionen. "Ein wesentlicher Vorteil des Auto-Abos ist die hohe Flexibilität, denn der Kunde kann zwischen Laufzeiten meist ab ein bis drei Monaten wählen und eben auch das Automodell wechseln", sagt Thomas K. Hamann, ein auf Auto- und Mobilitätsthemen spezialisierter Unternehmensberater. Da das Auto durch den Anbieter angemeldet und versichert wird, habe der Kunde selbst bei einem Fahrzeugwechsel keine Rennereien oder bürokratische Hürden.

Allerdings unterschieden sich die Bedingungen zum Teil sehr. "Einige Anbieter haben im Vergleich zu vielen Leasingverträgen relativ geringe Kilometergrenzen, bei anderen gibt es Einschränkungen für Fahrten ins Ausland. Man muss daher genau schauen, was man mit dem Auto machen will", sagt Hamann. Zudem gebe es bei den Automodellen nur eine eingeschränkte Auswahl.

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Warum die Abo-Modelle vergleichsweise günstig sind

Dies ist aber auch ein Grund, warum die vergleichsweise günstigen Konditionen überhaupt möglich sind. "Insgesamt ist das ein sehr schlankes Produkt. Es fallen beispielsweise kaum Kosten für den Händler an, die beim normalen Neuwagenverkauf bei rund zehn Prozent liegen", sagt Dudenhöffer. Zudem würden die Anbieter ihre Fahrzeuge günstig im Pool einkaufen und mitunter auf Lagerwagen bei Händlern zugreifen. Auch junge Gebrauchtfahrzeuge werden via Abo angeboten.

Wer nach günstigen Angeboten sucht, vergleicht am besten die Anbieter. Möglich ist das zum Beispiel über unseren Service RTL Autoleasing , mit dem auch Auto-Abos gecheckt werden können. Ein Kleinwagen wie der Fiat 500 ist im Auto-Abo über 24 Monate etwa bereits ab 299 Euro erhältlich.

Verschiedene Anbieter - verschiedene Bedingungen

Ein Vergleich zwischen Auto-Abo und Leasing zeigt, dass das Abo vor allem bei kurzen Laufzeiten gut abschneidet. Hamann hat für einen Volvo XC40 T5 Recharge einen monatlichen Preis von 677 Euro beim Auto-Abo ermittelt – gegenüber 424 Euro beim 24-Monats-Leasing. Bei diesem Leasingangebot ist ein Nachlass von 13 Prozent berücksichtigt.

Auf den ersten Blick scheint also das Auto-Abo um rund 250 Euro teurer. Aber: "Da bei einem solchen Vergleich die einmalig anfallenden Kosten wie Fahrzeugbereitstellung, Leasingsonderzahlung, Winterräder sowie die Gutschrift des Umweltbonusses auf Monatsraten umgelegt werden, wäre das Auto-Abo bis zu einer Nutzungsdauer von 14 Monaten günstiger", hat Hamann ausgerechnet.

Sprich: Im konkreten Beispiel ist das Abo-Modell bis zu einer Nutzung von 14 Monaten billiger. Darüber hinaus würde Leasing günstiger sein. Selbst dann, wenn man dieses Auto auch nur 14 Monate nutzt und es für die restlichen 10 Monate abgemeldet bis zum Leasingende stehenließe.

Allerdings gebe es beim Auto-Abo keinen Verhandlungsspielraum. Hier gelte in der Regel die Devise "Take it or leave it". Berücksichtigt werden müsse zudem, dass es auch bei Auto-Abo-Anbietern unterschiedliche Kosten gebe. So verlangten einige eine Art Startgebühr oder Kosten für Modellwechsel während der Laufzeit.

Video: RTL-Autoexperte testet Auto-Abos

Auto-Abos als Alternative zum Leasing Für wen sie sich lohnen

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Junge Menschen können besonders profitieren

Interessant ist das Auto-Abo laut Dudenhöffer gerade für junge Autofahrer, da diese Variante ein schneller Weg in die Mobilität sei. "Für Führerschein-Neulinge sind die Versicherungsprämien in der Regel sehr hoch und ein neues Auto praktisch unbezahlbar." Das Auto-Abo dagegen biete eine niedrige Einstiegshürde. Die meisten Leasing- und Finanzierungsverträge wiederum sind oft erst ab 21 Jahren möglich.

Am Abo-Ende besteht in der Regel die Möglichkeit einer Verlängerung mit und ohne Fahrzeugwechsel, oder der Kunde gibt den Wagen zurück. (dpa/mst)

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