Angriffe auf Jüdinnen und Juden häufen sich

Antisemitismus im Alltag: Wie Betroffene in Hessen Hilfe finden

03. Dezember 2021 - 9:01 Uhr

Antisemitismus immer noch Teil des Alltags

Antisemitismus erleben jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger hierzulande fast jeden Tag, meist unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung. Besonders schlimm: Schon jüdische Kinder müssen lernen, mit Vorurteilen und Ausgrenzung umzugehen. RTL-Reporter Michael van Alst hat dazu einen betroffenen Familienvater getroffen, der um jeden Preis seine Tochter schützen möchte – und dabei von den Verantwortlichen der Schule enttäuscht wurde. Mehr im Video.

Antisemitische Schimpfwörter fallen auch auf Schulhöfen

Prof. Julia Bernstein erzählt uns im RTL-Interview, dass sich speziell Beschimpfungen gegen jüdische Schülerinnen und Schüler wieder häufen. Auch wenn dahinter in den meisten Fällen keine bewusste oder überzeugte antisemitische Haltung erkennbar sei, sollte man diesen alltäglichen Antisemitismus dennoch ernst nehmen. Verstärkte Aufklärungsarbeit im Klassenverbund sei ein gutes Mittel, Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren.

Sind Sie betroffen? Hier finden Sie Hilfe!

Das Land Hessen hat eine Beratungsstelle gegen antisemitische Gewalt und Diskriminierung eingerichtet. Die Stelle mit Sitz in Frankfurt bietet Betroffenenberatung für Einzelpersonen, deren Familien und Angehörigen an. Die Arbeit von OFEK orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Ratsuchenden. Alle Beratungsangebote können auf Deutsch, Hebräisch, Russisch und Englisch in Anspruch genommen werden. Die OFEK Hotline ist Montags von 13-16 Uhr und Dienstags von 14-17 Uhr unter der 0157 85084424 erreichbar.
Weitere Anlaufstellen sind die Initiative "Stop Antisemitismus" und die Amadeu Antonio Stiftung.

(esc)