Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Aerosol-Physiker spricht von Corona als Innenraum-Problem

„Die Ansteckungsgefahr draußen liegt bei 0!“

26. Februar 2021 - 14:22 Uhr

Aerosol-Physiker ist sich sicher: Nur in Räumen ist die Übertragung ein Problem

Spazierengehen, joggen, rodeln. Beschäftigungen, mit denen sich viele Deutsche gerade die Lockdown-Zeit vertreiben. Und Beschäftigungen, bei denen es laut Aerosol-Physiker Gerhard Scheuch, keinerlei Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus geben soll. Denn das Corona-Virus sei ein "Innenraum-Problem". Das ganze Interview mit Gerhard Scheuch sehen Sie im Video.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

"Bei über 7.000 Infektionen in China, fand nur eine Einzige im Freien statt"

 Berlin in der Phase der Coronavirus-Krise, im Bild: Jung und Alt mit Schlitten auf den zugefrorenen Karpfenteichen in Pankow, 13.02. 2021, *** Berlin in the phase of the coronavirus crisis, in the picture young and old with sledges on the frozen car
Beim Schlittenfahren sei das Ansteckungsrisiko sehr gering, so Gerhard Scheuch.
© imago images/Matthias Koch, Sebastian Räppold / Matthias Koch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Um sich mit dem Corona-Virus anzustecken, müsse man laut Gerhard Scheuch, 400 bis 3.000 Viren einatmen. Draußen passiere das nur sehr selten: "Im Außenbereich kann nur dann was passieren, wenn Sie sehr lange und sehr eng mit einer Person zusammenstehen und sich vielleicht direkt gegenüberstehen und unterhalten. Dann stehen Sie in der Aerosol-Wolke Ihres Gegenübers und können Sie sich über eine längere Zeit anstecken."

Trotzdem hält er die Wahrscheinlichkeit für sehr gering: "Kollegen aus China haben das schon im letzten Frühjahr publiziert. Dort wurde eine große Untersuchung gemacht. Es wurden über 7.000 Infektionen nachvollzogen und von diesen fand eine einzige im Freien statt."

Neue Mutationen könnten Risiko trotzdem erhöhen

Mit den neuen Virus-Mutationen könnte sich die Gefahr, sich draußen anzustecken, aber dennoch erhöhen. "Bislang ging man davon aus, dass man etwa 5 bis 15 Minuten braucht im Freien, wenn man sich gegenübersteht, um sich zu infizieren. Diese Zeit könnte sich, wenn diese Mutanten so viel ansteckender sind, wie man im Augenblick berichtet, verkürzen, dann wären es 3 bis 10 Minuten. Das ist die Zeitspanne, mit der man rechnen könnte", erklärt Scheuch.

Das sind die aktuellen Coronazahlen für Deutschland

TVNOW-Dokus: Corona und die Folgen

Das Corona-Virus hält die Welt seit Monaten in Atem. Auf TVNOW finden Sie jetzt spannende Dokumentation zur Entstehung, Verbreitung und den Folgen der Pandemie.

Auch interessant