Neue Regeln für Verbraucher

Corona-Maßnahmen, Falschparken & Co.: Das ändert sich zum 1. November

Im November ändern sich einige Dinge für Verbraucher
Im November ändern sich einige Dinge für Verbraucher
© Mateusz Szymanski (Mateusz Szymanski (Photographer) - [None], Mateusz Szymanski

30. Oktober 2021 - 11:05 Uhr

Neuer Monat, neue Regelungen!

Neuer Monat, neue Regelungen – auch im November ändert sich wieder einiges für Verbraucher. So gibt es unter anderem Änderungen im Bußgeldkatalog, eine Erhöhung der Paypal-Kosten und neue Regeln für Corona-Ungeimpfte. Wie die Neuerungen im Detail aussehen und was Sie sonst noch im neuen Monat erwartet, finden Sie im unserem Überblick.

Kein Lohn mehr für Ungeimpfte in Quarantäne

Wer wegen Corona in Quarantäne muss und nicht arbeiten gehen kann, bekommt derzeit in den meisten Bundesländern trotzdem sein Gehalt. Bisher springt der Staat in diesem Fall ein und erstattet den Betrieben die sogenannte Lohnfortzahlung. Ab dem 1. November gilt dies für Ungeimpfte jedoch nicht mehr: "Wir haben uns verständigt, dass bei Nicht-Geimpften keine Lohnersatzleistung mehr gezahlt werden", sagt Gesundheitsminister Jens Spahn und ergänzte: "Es ist gut, dass wir eine bundeseinheitliches Vorgehen beschlossen haben." Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.

Mögliches Ende der epidemischen Lage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten "epidemischen Lage nationaler Tragweite" ausgesprochen, die seit März 2020 die gesetzliche Grundlage für Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie darstellt. Ohne Verlängerung endet sie am 25. November automatisch, die Entscheidung darüber liegt beim Bundestag und wird derzeit noch diskutiert.

Die mögliche zukünftige Ampel-Koalition aus SPD, FPD und Grünen will die epidemische Lage ebenfalls nicht verlängern – in einer Übergangsregelung bis zum 20. März 2022 soll allerdings das Infektionsschutzgesetz geändert werden, um nach wie vor bestimmte Corona-Regeln wie die Maskenpflicht durchsetzen zu können. Welche konkreten Eckpunkte die Pläne vorsehen, können Sie hier nachlesen.

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Erhöhte PayPal-Gebühren

Wer via PayPal Geld nach Großbritannien schickt oder erhält, muss ab dem 10. November mit höheren Gebühren rechnen. Aufgrund des Brexit steigen sie von 0,5 Prozent auf 1,29 Prozent an. Laut des Unternehmens sollen so Transaktionen international vergleichbarer gemacht werden.

Falschparken und Rasen wird teurer

Ein Strafzettel klemmt hinter einem Scheibenwischer
Für Falschparker wird's in Zukunft noch teurer
© dpa, Ole Spata, ole lop

Wichtige Nachrichten für Autofahrer – ab dem 9. November gibt es härtere Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen und Falschparken. Folgende Änderungen gelten:

Bußgeld für Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts:

  • bis zu 10 km/h zu schnell: 30 Euro (bisher 15 Euro)
  • 11 bis 15 km/h zu schnell: 50 Euro (bisher 30 Euro)
  • 16 bis 20 km/h zu schnell: 70 Euro (bisher 35 Euro)
  • 21 bis 25 km/h zu schnell: 115 Euro (bisher 80 Euro)
  • 26 bis 30 km/h zu schnell: 180 Euro (bisher 100 Euro)
  • 31 bis 40 km/h zu schnell: 260 Euro (bisher 160 Euro)
  • 41 bis 50 km/h zu schnell: 400 Euro (bisher 200 Euro)
  • 51 bis 60 km/h zu schnell: 560 Euro (bisher 280 Euro)
  • 61 bis 70 km/h zu schnell: 700 Euro (bisher 480 Euro)
  • über 70 km/h zu schnell: 800 Euro (bisher 680 Euro)

Wer sein Auto künftig auf Geh- oder Radwegen, in zweiter Reihe oder auf dem Schutzstreifen parkt, muss bis zu 110 Euro zahlen. In Feuerwehranfahrtszonen wird die Strafe auf 100 Euro erhöht, beim Blockieren von E-Ladestationen auf 55 Euro.

Kfz-Versicherung wechseln: 30.11. ist Stichtag

Wer seine Kfz-Haftpflichtversicherung wechseln und dadurch Geld sparen will, muss sich demnächst beeilen: Bis zum 30. November muss in den meisten Fällen die Kündigung beim bisherigen Versicherer vorliegen. Und das kann sich lohnen, wie ein aktueller Vergleich von Finanztest zeigt – pro Jahr sind Hunderte Euro Ersparnis möglich. Welche Tarife das Magazin empfiehlt, erfahren Sie hier.

Früher Start für Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmarkt Stuttgart. Mit rund vier Millionen Besuchern zählt er zu den größten Weihnachtsmärkten in Deutschland
Ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt - dieses Jahr ist das teilweise schon Mitte November möglich
© imago images/Arnulf Hettrich, Arnulf Hettrich via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Weihnachtsmarktsaison beginnt in diesem Jahr so früh wie noch nie: Nachdem das festliche Treiben 2020 pandemiebedingt weitgehend ausfallen musste, öffnen manche Weihnachtsmärkte nun schon Mitte November. Ein Grund ist, dass den Schaustellern nach der langen Corona-Auszeit höhere Einnahmen ermöglicht werden sollen. Der eigentliche Advent, für Christen die Zeit der besinnlichen Vorbereitung auf Weihnachten, beginnt in diesem Jahr am 28. November. (jos/rka/dpa)