„Im Schlaf passiert unglaublich viel“

40 Prozent aller Deutschen schlafen schlecht - was wirklich hilft

Diese Tipps bringen eine erholsame Nacht 40 Prozent aller Deutschen schlafen schlecht
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40 Prozent aller Deutschen schlafen schlecht
Diese Tipps bringen eine erholsame Nacht

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Wir wälzen uns im Bett hin und her, gucken ständig auf die Uhr – und dann klingelt schon wieder der Wecker. Mit einer erholsamen Nacht hat das wenig zu tun. 40 Prozent der Deutschen schlafen schlecht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Am schlechtesten übrigens in der Nacht von Sonntag auf Montag. Was uns den Schlaf raubt, zeigen wir oben im Video. Und wir verraten, was Ihnen helfen kann, besser zu ein- und durchzuschlafen.

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Gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Gehirn

„Im Schlaf passiert unglaublich viel“, erklärt Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht. „Ohne Schlaf hätten wir eine katastrophale Immunabwehr. Im Schlaf produzieren wir Antikörper, viel mehr als am Tag. Wir brauchen den Schlaf aber auch zum Regenerieren unserer Hirnleistung. Lernen zum Beispiel geht ohne Schlaf gar nicht. Wir lernen im Schlaf. Das, was wir aufgenommen haben, verknüpfen wir neu. Da werden neue Synapsen gebildet. Schlaf ist also alles andere als nur eine Auszeit.“

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Können wir Schlaf nachholen?

Eine Partynacht am Wochenende, eine Nachtschicht am Schreibtisch – das kommt manchmal vor und raubt uns den Schlaf. Am liebsten würden wir dann ein paar Tage durchschlafen, um die verpasste Ruhe nachzuholen. Aber geht das überhaupt?

„Nachholen geht eher als vorholen“, so Dr. Specht. „Der Körper holt sich immer dann Schlaf, wenn er ihn braucht. Wir werden in den Schlaf gezogen, wenn es notwendig ist. Wir können manchmal nicht einschlafen und wollen ihn dann erzwingen – das klappt viel weniger. Ich kann nicht vorschlafen“, erklärt der Arzt. „Wenn wir Energie verbraucht haben, müssen wir dann wieder in die Ruhephase eintreten. Nur hinterher kann man ein bisschen aufholen.“

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Am schlechtesten schlafen wir in der Nacht von Sonntag auf Montag

Nach einer anstrengenden Woche sehnen wir uns oft nach einem entspannten Wochenende. Einfach mal ausschlafen, wenn wir frei haben. Das sorgt aber auch dafür, dass unser Schlafrhythmus am Wochenende etwas durcheinander gebracht wird. „Insgesamt ist unser Körper gestresster, wenn wir das immer wechseln“, erklärt Dr. Specht. „Es ist besser, zu gleichen Zeiten ins Bett zu gehen. Also auch am Wochenende nicht ganz so lange zu schlafen.“ Denn bis unser Schlafrhythmus sich dann wieder eingependelt hat, dauert es einige Tage. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag schlafen wir dann oft am besten. Dazu kommt die Vorfreude aufs Wochenende. „Da haben wir dann auch nicht so diesen Drang zu überlegen, was in der nächsten Woche alles auf uns zukommt und ob es anstrengend wird. Dieser ganze Stress ist in dieser Nacht nicht da.“

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Wie schlafe ich erholsamer?

„Es hat viel mit Ritualen zu tun“, so Arzt Dr. Specht. „Wenn wir den Schlaf erzwingen wollen und ins Bett gehen, wenn wir nicht müde sind, dann wird das nichts. Wir müssen ins Bett gehen, wenn wir müde sind und dann möglichst nichts machen außer zu schlafen. Also erst dann dort hingehen, wenn es auch wirklich was bringt.“ (sli)

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