Das Unwetter über Deutschland im Live-TickerKirchturm nach Blitzeinschlag in Flammen
Überflutete Straßen, voll gelaufene Keller!
Über Teile Deutschlands sind seit dem Abend heftige Unwetter gezogen. Alle Entwicklungen gibt es hier im Unwetter-Live-Ticker.
Das Unwetter über Deutschland im Live-Ticker
Wichtige Updates
Johanna Grewer
Spanien evakuiert Ort nahe Valencia
Die Behörden der spanischen Region Valencia haben wegen eines näher rückenden Waldbrandes die Evakuierung des Ortes Gátova angeordnet. Mehrere Hundert Menschen sollten sich sofort Richtung Süden absetzen, lautete die Anordnung, die per automatischer Notfallbenachrichtigung auf alle Handys in dem Ort geschickt wurde.
Normalerweise habe Gátova etwa 450 Einwohner, deren Zahl sich in den Sommermonaten jedoch verdoppele, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Flammen bebautem Gebiet schon nahe gekommen waren. Dichter Rauch lag über dem kleinen Ort, wie ein hustender RTVE-Reporter berichtete.
Das Feuer im Naturpark der Sierra Calderona war nach diesen Informationen durch einen Blitzeinschlag am späten Donnerstagabend ausgelöst worden. Die Militärische Kriseneinheit UME, zahlreiche Feuerwehren sowie Löschhubschrauber waren im Einsatz.
Lynn Michel
Lungenarzt warnt: Rauch von Waldbränden kann tödlich sein
Waldbrandrauch ist nicht nur unangenehm – er kann im schlimmsten Fall sogar tödlich sein. Der Leverkusener Lungenarzt Norbert Karl Mülleneisen warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren durch Rauch und Feinstaub. Besonders problematisch sei der Feinstaub, der bei Waldbränden in großen Mengen freigesetzt wird. Wer ihn über längere Zeit einatmet, riskiert laut Mülleneisen nicht nur Atemwegsprobleme, sondern auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders gefährdet seien Kinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen.
„In den USA und Australien, wo es viele Waldbrände gibt, ist es gut belegt, dass es zu vermehrten Todesfällen führt“, erklärt der Lungenarzt gegenüber dem WDR. Auch langfristige Folgen seien möglich: Bei Bränden könnten unter anderem krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Brennt Moor, könne zudem hochgiftiges Kohlenmonoxid entstehen.
Sein Rat: Möglichst großen Abstand zum Brandgebiet halten. Wer in der Nähe bleiben muss, sollte Türen und Fenster geschlossen halten. Auch eine FFP2-Maske könne einen gewissen Schutz bieten.
„In den USA und Australien, wo es viele Waldbrände gibt, ist es gut belegt, dass es zu vermehrten Todesfällen führt“, erklärt der Lungenarzt gegenüber dem WDR. Auch langfristige Folgen seien möglich: Bei Bränden könnten unter anderem krebserregende Stoffe freigesetzt werden. Brennt Moor, könne zudem hochgiftiges Kohlenmonoxid entstehen.
Sein Rat: Möglichst großen Abstand zum Brandgebiet halten. Wer in der Nähe bleiben muss, sollte Türen und Fenster geschlossen halten. Auch eine FFP2-Maske könne einen gewissen Schutz bieten.
Fabian Klein
Bundeswehr hilft bei Flammen-Kampf im Hohen Venn
Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu würden zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.
„Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen", erklärte das Ministerium.
Die Transporthubschrauber sind mit einem sogenannten Bambi Bucket bestückt, einem faltbaren Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber. Mit jedem einzelnen Flug können damit 2.000 Liter Löschwasser abgelassen werden.
Der Waldbrand im Hohen Venn direkt an der Grenze zu Deutschland ist der größte der belgischen Geschichte. Die Bundeswehr hat sich mit den Transporthubschraubern bereits am großen Löscheinsatz gegen das Feuer bei Hürtgenwald in der Nordeifel beteiligt.
































