Wann seine Geige Pause hat„Ich verfolge jedes Spiel!“ – ESC-Sieger Alexander Rybak schwärmt von Bayern München

Er macht die Geige zum Star.
Sein ESC-Siegertitel ist einer für die Ewigkeit. Alexander Rybak aus Norwegen, der 2009 mit „Fairytale“ gewonnen hat, denkt aber überraschend oft an Fußball. Der 40-Jährige spricht im Interview mit RTL.de über Geigen, seine ESC-Favoriten – und warum ihn ausgerechnet Bayern München so fasziniert.
Warum Bayern München für Alexander Rybak mehr ist als nur Fußball
„Deshalb liebe ich den FC Bayern München.“ Mitten im Gespräch über Musik, den Eurovision Song Contest 2026 und seine Karriere fällt plötzlich dieser Satz. Und er verrät ziemlich viel über Alexander Rybak. Der 40-Jährige ist nicht nur Musiker – sondern auch leidenschaftlicher Fußballfan.
„Für mich sind sie die Besten. Das beste Sportphänomen, das es gibt – sie arbeiten einfach zusammen.“ Der Norweger ist regelrecht begeistert vom Teamgeist der Münchner. Für ihn geht es dabei nicht nur um Titel, sondern um Haltung. „Aber meistens sind sie ein großartiges Team, das niemals aufgibt.“
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Besonders ein Spieler hat es ihm angetan: „Manuel Neuer! Er ist mein größtes Idol. Das ist er wirklich.“ Er schwärmt weiter vom 40-jährigen Torwart: „Er ist wirklich der beste Sportler der Welt. Die Art, wie er auf dem Platz spielt, wie mutig er ist.“
Dass er immer am Bildschirm mitfiebert, macht Alexander Rybak ebenfalls klar: „Ich verfolge jedes einzelne Spiel.“ Ein Wunsch bleibt dabei ganz oben auf seiner Liste – einmal persönlich auf die Mannschaft treffen.
Geigen beim ESC – ein Erfolgsgeheimnis?
Rybak selbst hat 2009 mit „Fairytale“ den ESC gewonnen – und dabei die Geige zum Star gemacht. Dass dieses Instrument beim Wettbewerb immer wieder funktioniert, wundert ihn nicht. „Es ist einfach ein sehr schönes Volksinstrument.“ Und er wird noch deutlicher: „Sie ist optisch ein Hingucker, sogar noch flexibler als die Gitarre, würde ich sagen.“ Für ihn ist klar: Die Geige wirkt nicht nur musikalisch, sondern auch visuell. Genau das macht sie beim Eurovision Song Contest so stark. Auch in diesem Jahr spielen die haushohen Favoriten aus Finnland Geige.
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Wie jedes Jahr verfolgt er auch 2026 den Wettbewerb genau. Im Finale am Samstag (16. Mai) wird er mit anderen ESC-Legenden als Pausenact auftreten. Und auch für den Contest hat er bereits einen klaren persönlichen Favoriten: Italien. Der 40-Jährige schätzt vor allem die Haltung des Landes: „Sie machen einfach ihr eigenes Ding.“
Doch er bleibt realistisch. „Wie immer denke ich, dass die Buchmacher nicht falsch liegen.“ Heißt: Finnland könnte 20 Jahre nach dem Sieg in Athen mit Lordi die Trophäe zum zweiten Mal gewinnen. Gleichzeitig traut Alexander Rybak aber auch seinem Landsmann Jonas Lovv aus Norwegen eine Überraschung zu. Er habe „das Gesamtpaket“.
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Warum Alexander Rybak bei seinem Sieg keinen Druck gespürt hat
Der Blick zurück zeigt, wie besonders Alexanders Karriere ist. 2009 gewinnt er den Eurovision Song Contest – scheinbar mühelos. Schon lange vor dem Ende der Wertungen ist er uneinholbar. Bereits im Vorfeld lag Alexander Rybak in den Wetten weit vorn. Erzeugt das nicht unfassbaren Druck? „Ich betrachte Unterstützung nie als Druck.“
Während ganz Europa auf ihn schaut, denkt er nicht an Erwartungen, sondern an die Fans. „Ich denke an die Unterstützung, die mir Menschen aus aller Welt gegeben haben.“ Er sei damals noch ein sehr schüchterner junger Mann gewesen. Während der ESC-Woche in Moskau wird Rybak 23 Jahre alt. „Ich mochte es nicht, derjenige zu sein, der am meisten feierte oder am lautesten redete. So ein Typ war ich nie.“
Und selbst beim Voting bleibt er entspannt. „Ich habe mehr an Island gedacht, weil mir dieser Song wirklich gut gefiel.“
Ein ungewöhnlicher Moment für jemanden, der gerade auf dem Weg zum Sieg ist. „Für mich ging es also viel mehr darum, wie weit sie kommen würden, und genau beim letzten Land sind sie vom dritten auf den zweiten Platz gerückt.“
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Bei seiner zweiten Teilnahme 2018 sind die Vorzeichen etwas anders. Zwar gewinnt er das 2. Halbfinale, aber im Finale ist auf Platz 18 Schluss. Alexander Rybak ist abhängig von starken Schlaftabletten, wie er im Juni 2020 öffentlich macht. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich war einfach sehr, sehr nervös, sehr müde.“ Er sei damals auf der Bühne nicht er selbst gewesen. „Ich wollte einfach nur zurück in mein Hotel.“ Mehr als elf Jahre ist er abhängig, Anfang 2020 ist ihm klar, dass es so nicht weitergehen kann. Schritt für Schritt geht es raus aus der Sucht und bis heute ist er clean.
Neues Album und ein neuer Weg
Aktuell arbeitet der Musiker an neuer Musik. „Ich habe schon lange an einem neuen Album gearbeitet und jetzt bin ich damit fertig.“ Große Tourneen? Eher nicht mehr. Stattdessen setzt er auf Nähe zu seinen Fans. „Ich nenne es eine Dankbarkeitstour.“
Vielleicht führt ihn diese bald auch wieder nach Deutschland – und mit etwas Glück sogar ins Stadion seines Lieblingsvereins.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


