Doch der Künstler liefert unbeeindruckt abRandale beim ESC-Halbfinale – Israel-Hasser abgeführt

Noam Bettan sang seinen Song unbeeindruckt von den Protesten
Noam Bettan sang seinen Song unbeeindruckt von den Protesten
© Sarah Louise Bennett/EBU

Proteste, Parolen, Security-Einsatz.
Beim ersten ESC-Halbfinale am Dienstag (12. Mai) sind eigentlich alle in Partystimmung und feiern die bunten, lauten, leisen und schrillen Auftritte. Mit Spannung erwartet wird aber Noam Bettan aus Israel. Schon im Vorfeld protestieren Anti-Israel-Gruppen in den Straßen der Stadt. Und fünf Länder sagen gar ihre Teilnahme ab.

Proteste noch vor dem Songstart

Die traditionelle Postkarte vor dem israelischen Beitrag ist vorbei, die Halle dunkel, nur die Bühne erstrahlt. Noam Bettan aus Israel geht mit seinem Song von Startplatz zehn aus ins Rennen. Schon diese letzten Sekunden nutzt eine Gruppe von vier Personen, um lautstark ihren Protest gegen die Teilnahme des Landes deutlich zu machen.

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„Stop the genocide” („Stoppt den Genozid”) hallt es durch die Dunkelheit. Immer und immer wieder, auch als der Künstler bereits singt. Erst mit dem Refrain des Songs „Michelle” verstummen die Rufe. Laut dem österreichischen Magazin Oe24 sollen auch „Free Palestine”-Rufe („Freiheit für Palästina”) zu hören gewesen sein. Einige Zuschauer sollen dem Sänger auch demonstrativ den Rücken zugekehrt haben.

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Security greift durch – vier Personen abgeführt

Die Lage bleibt nicht ohne Konsequenzen. Sicherheitskräfte reagieren schnell und führen insgesamt vier Personen aus der Halle ab, schreibt Oe24. Trotzdem bleibt die Störaktion ein deutliches Zeichen für die aufgeheizte Stimmung rund um Israels Teilnahme.
Schon im vergangenen Jahr in Basel hatte es ähnliche Zwischenfälle gegeben. Kurz vor der Bühne wurden dort mehrere Menschen gestoppt, die die israelische Künstlerin Yuval Raphael (in diesem Jahr auch Mitkomponistin des Songs) mit Farbbeuteln bewerfen wollen.

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Auf der Bühne lässt sich Noam Bettan nichts anmerken. Trotz der lauten Unterbrechungen bringt er seinen Song souverän zu Ende. Wie viel er durch seine In Ear Kopfhörer von dem Protest mitbekommt? Unklar. In einem früheren Interview mit dem finnischen ESC-Künstler Käärijä sagt dieser:Ich konnte durch meine In Ear Kopfhörer die Leute am Anfang von ‘Cha Cha Cha’ hören. Eigentlich ist man ziemlich abgeschirmt, aber wenn die Zuschauer so laut schreien, dann hörst du das natürlich.”

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Doch Noam Bettan zeigt keine Unsicherheit, bricht nicht ab – stattdessen volle Konzentration. Am Ende wird genau das belohnt. Nach dem Auftritt brandet Applaus in der Wiener Stadthalle auf. Die Zuschauer feiern die Performance, die sich gegen die schwierigen Umstände behauptet hat. Für viele gilt sie sogar als eine der stärksten des Abends. Am Samstag (16. Mai) wird sich der Künstler im großen ESC-Finale erneut dem Publikum stellen müssen.

Verwendete Quellen: Oe24.at, eigene RTL-Recherche