Klartext im Bushido-PodcastBehörden-Drama um Gretchen und Phemi! Warum Bushido und Anna-Maria ihre Nannys verloren haben

Sie waren mehr als nur Angestellte, sie waren ein Teil der Familie!
Doch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland mussten sich Bushido (47) und Anna-Maria Ferchichi (44) von ihren langjährigen Nannys verabschieden. Im Familien-Podcast „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ rechnet das Paar nun mit der deutschen Bürokratie ab, die ihnen offenbar keine andere Wahl ließ.
Bushido und Anna-Maria mussten Nannys gehen lassen
Für Anna-Maria und Anis Ferchichi, besser bekannt als Bushido, sollte die Rückkehr nach Deutschland ein Neuanfang sein. Doch die Freude wurde von einem schmerzhaften Abschied überschattet. Ihre beiden Nannys, Gretchen und Phemi, die lange für die Familie gearbeitet haben, durften nicht bleiben. Der Grund: behördliche Hürden, die für das Paar unverständlich sind und zu emotionalen Szenen führten.
Die Verbindung zu den beiden Frauen von den Philippinen war außergewöhnlich eng. „Gretchen und Phemi sind unsere früheren Nannys, die vier Jahre mit uns in Dubai gelebt haben. Sie sind dann noch ein paar Monate mit uns in Deutschland gewesen”, erzählt Anna-Maria im Podcast „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“. Daher war die erzwungene Trennung für alle Beteiligten ein Schock. Die Nannys waren nicht nur eine Stütze im turbulenten Alltag der Großfamilie, sondern wichtige Vertraute ‒ sie hätten am liebsten weiter für die Familie gearbeitet.
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Doch so einfach war es nicht. In Deutschland bekamen die beiden kein Visum – ein offizielles, sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis als Nannys: unmöglich. „Sie haben sich erst geweigert“, berichtet Anna-Maria über den Moment, als sie den Frauen nahelegten, zu ihren eigenen Familien zurückzukehren. „Die hatten auch ein bisschen Angst, zurückzugehen. Das habe ich gemerkt. Angst vor dieser Distanz zu ihren Ehemännern. Wenn du irgendwie acht Jahre im Ausland warst, neun Jahre, zehn Jahre, dann warst du nicht bei deiner Familie. (…) Es ist schon schwer, sich wieder einzugliedern.“
Bushido ist sauer auf die deutschen Behörden
Besonders Rapper Bushido findet im Podcast klare und wütende Worte für die Entscheidung der deutschen Behörden. Er zeigt sich fassungslos darüber, dass es keine Möglichkeit gab, die beiden Frauen legal in Deutschland anzustellen. „Ich finde das schon echt eine absolute Frechheit, dass uns vonseiten des deutschen Staates keine Möglichkeit gegeben wurde, dass wir Gretchen und Phemi bei uns behalten durften“, kritisiert der 47-Jährige. Er betont, dass sie bereit gewesen wären, alle Auflagen zu erfüllen: „Wir hätten sie offiziell in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen können, wo sie wirklich einen tollen Lohn verdient hätten. Alles an Lohnsteuer und Krankenkasse wäre abgeführt worden.“
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Für Bushido ist die Ablehnung ein „Desaster“ und ein Schlag ins Gesicht für alle Beteiligten. Die Frustration wurde noch größer, als selbst ein Touristenvisum für einen anderen Mitarbeiter aus Sri Lanka abgelehnt wurde, weil die deutschen Behörden an dessen Rückkehr-Absichten in sein Heimatland zweifelte.
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Vorbild Spanien, Problem Deutschland?
Anna-Maria sieht in ihrem persönlichen Drama ein Symptom für ein größeres Problem in Deutschland. Während hierzulande ein massiver Notstand an Pflegekräften herrsche, werde willigen und liebevollen Arbeitskräften aus dem Ausland die Einreise verwehrt. „Es gibt Nationalitäten, die sind wie gemacht für bestimmte Berufsgruppen, weil sie eben sehr mütterlich, sehr fürsorglich und sehr liebevoll sind“, erklärt die achtfache Mutter. Die Einwanderungspolitik achte aus ihrer Sicht zu wenig auf Arbeitswilligkeit und Qualifikation.
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Sie verweist auf Länder wie Spanien, wo es durch Abkommen mit den Philippinen möglich sei, Pflegekräfte legal zu beschäftigen. „Das heißt, es ist mitten in Europa. Passiert das ja. Also ist es möglich. In Deutschland ist es nicht möglich.“ Für sie ist klar: „Die Lösung ist da“, doch die Bürokratie stehe im Weg.
„Wir supporten keinerlei Partei”
Auch wenn die Familie ihren ehemaligen Nannys nun eine Art Rente zahlt, um sie und ihre Familien abzusichern, bleibt der Schmerz über die erzwungene Trennung. Ein Trostpflaster für die Ferchichis ist, dass es den Frauen gut geht. „Sie sind zu Hause total glücklich. Sehr, sehr dankbar. (…) Ich habe zu jeder Sekunde ein gutes Gefühl, dass wir da echt tolle Menschen unterstützen, die es auch verdient haben. Nur, weil sie sozusagen auf dem falschen Kontinent, im falschen Land geboren wurden. Das Einzige, was sie unterscheidet von uns, ist, wo sie geboren wurden”, so Bushido.
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Bei aller Kritik betonen Bushido und Anna-Maria, dass sie sich keinem politischen Lager zurechnen lassen wollen. „Wir supporten keinerlei Partei hier in Deutschland, auf gar keinen Fall. Nur weil wir eine gewisse Meinung haben, heißt es nicht, dass wir automatisch eine gewisse Partei wählen. Das ist unsere persönliche Meinung, die fußt auf Erfahrungen und auch auf Wissen”, stellt Bushido klar. Auch Anna-Maria weiß, dass ihre Aussagen anecken können – und fühlt sich in Deutschland nicht immer frei, ihre Sicht offen zu äußern: „Man kann halt leider nicht ernsthaft sagen, was man so denkt und was man auch vertritt, weil man dann zensiert wird. Das muss man mal einfach so auf den Punkt bringen.“
Die neueste Folge des Bushido-Podcasts gibt es ab 14. August auf RTL+ im Stream.
Verwendete Quellen: Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi – der Bushido-Podcast, RTL+







