Das Wichtigste in Kürze
- Eine chronische Niereninsuffizienz entwickelt etwa jede dritte Katze über zwölf Jahre, und sie ist im Blut messbar, lange bevor das Tier krank wirkt.
- Der Blutwert SDMA zeigt den Schaden schon bei rund 25 Prozent Funktionsverlust an, Kreatinin erst bei etwa 75 Prozent.
- Heilbar ist die Erkrankung nicht, und die Kosten laufen monatlich weiter und steigen mit dem Stadium: allein die Infusionslösung für zu Hause kostet in fortgeschrittenen Stadien rund 30 Euro im Monat.
- Steht die Diagnose einmal im Befund, ist für die Nieren kein Versicherungsschutz mehr zu bekommen, und viele Anbieter nehmen ohnehin keine Katze über acht oder neun Jahre auf.
- Lassen Sie ab dem siebten Lebensjahr jährlich Blut und Urin kontrollieren und fragen Sie den SDMA-Wert namentlich an. Die Versicherungsfrage klären Sie davor.
Was ist eine Niereninsuffizienz bei der Katze?
Eine chronische Niereninsuffizienz (CNI) ist der langsame, nicht umkehrbare Verlust von funktionsfähigem Nierengewebe: Die Nieren filtern Abfallstoffe schlechter aus dem Blut und konzentrieren den Urin nicht mehr richtig.
Betroffen sind vor allem alte Tiere. Etwa jede dritte Katze über zwölf Jahre entwickelt eine CNI, und rund die Hälfte aller erkrankten Katzen ist sieben Jahre oder älter. Bei Maine Coon, Abessinier, Siam, Russisch Blau und Burma gelten die Nieren als Schwachstelle der Rasse, verlässliche Prozentzahlen dazu gibt es allerdings nicht.
Verlorenes Nierengewebe wächst nicht nach, und der gesunde Rest gleicht den Ausfall lange aus. Fängt Ihre Katze an, auffällig viel zu trinken, liegt der Beginn meist Jahre zurück.
Welche Symptome zeigt eine Katze mit Niereninsuffizienz?
Die ersten Anzeichen sind vermehrtes Trinken und größere Urinklumpen in der Streu, oft lange bevor die Katze wirklich krank aussieht.
Typisch sind:
- Gewichtsverlust, anfangs noch bei normalem Appetit
- stumpfes, ungepflegtes Fell
- Erbrechen, schlechter Atem, Übelkeit nach dem Fressen
- Trägheit, längere Schlafphasen, weniger Interesse an Spiel und Nähe
- Verstopfung, weil der Körper dauerhaft zu wenig Flüssigkeit halten kann
- eingefallene Flanken und ein knochig wirkender Rücken in späten Stadien
Keines dieser Zeichen gehört allein den Nieren. Großer Durst und Gewichtsverlust passen ebenso zu einer Schilddrüsenüberfunktion oder zu Diabetes, also zu mehreren Katzenkrankheiten, die im selben Alter auftreten. Klarheit bringt nur das Blutbild.
Diagnose: Kreatinin, SDMA und die IRIS-Stadien
Die Diagnose läuft über Blut und Urin, und es macht einen großen Unterschied, welcher Nierenwert bestimmt wird. SDMA (symmetrisches Dimethylarginin) steigt bereits, wenn rund 25 Prozent der Nierenfunktion verloren sind, Kreatinin dagegen erst bei etwa 75 Prozent. In einer Studie mit 21 Katzen wurde die Erkrankung über SDMA im Mittel 17 Monate früher auffällig, im Einzelfall zwischen 1,5 und 48 Monaten.
Anhand dieser Werte teilt die International Renal Interest Society (IRIS) die Erkrankung in vier Stadien ein, und das Stadium steuert anschließend die Behandlung.
| IRIS-Stadium | Kreatinin (mg/dl) | Kreatinin (µmol/l) | SDMA (µg/dl) |
|---|---|---|---|
| Stadium 1 | unter 1,6 | unter 140 | unter 18 |
| Stadium 2 | 1,6 bis 2,8 | 140 bis 250 | 18 bis 25 |
| Stadium 3 | 2,9 bis 5,0 | 251 bis 440 | 26 bis 38 |
| Stadium 4 | über 5,0 | über 440 | über 38 |
Grenzwerte nach den IRIS-Leitlinien zur Stadieneinteilung (Fassung 2026). Eingestuft wird eine stabile Katze, idealerweise anhand von zwei Messungen im Abstand einiger Wochen. Zusätzlich bewertet IRIS zwei Begleitbefunde, Eiweiß im Urin und den Blutdruck.
Fragen Sie beim nächsten Blutbild den SDMA-Wert namentlich an, denn viele Standardprofile enthalten Kreatinin und Harnstoff, SDMA aber nicht automatisch.
Was kostet eine Niereninsuffizienz bei der Katze?
Die Kosten verteilen sich auf jeden Monat, den Ihre Katze noch lebt, und sie steigen mit dem Stadium. Ein einzelner großer Betrag wie bei einer Operation kommt hier nicht.
Was in welchem Stadium dazukommt:
- Stadium 1 und 2: Kontrolltermine mit Blut- und Urinuntersuchung, dazu das Nierenfutter
- mittlere Stadien: je nach Befund Phosphatbinder, also Medikamente, die Phosphat aus dem Futter binden, und Mittel gegen Bluthochdruck
- fortgeschrittene Stadien: zusätzlich Infusionen unter die Haut, für die Lösung, Besteck und Kanülen etwa einen Euro pro Tag kosten, also rund 30 Euro im Monat
Für die übrigen Posten existiert keine seriöse Pauschale. Tierärztliche Leistungen rechnet die Praxis nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab, und der angesetzte Satz entscheidet mit, was eine Kontrolle kostet.
Bitten Sie deshalb um einen schriftlichen Kostenvoranschlag und verlangen Sie die Posten einzeln: Untersuchung, Blutbild einschließlich SDMA, Urin mit spezifischem Gewicht und Eiweiß, Blutdruckmessung. Fragen Sie dazu, mit welchem Satz die Praxis abrechnet, denn derselbe Posten kostet je nach Satz ein Vielfaches.
Zahlt die Katzenversicherung bei einer Niereninsuffizienz?
Eine Katzenkrankenversicherung übernimmt Diagnostik, Medikamente und Infusionen bei einer CNI, aber nur, wenn der Vertrag vor der Diagnose bestand.
Ist Ihre Katze bereits nierenkrank, bekommen Sie für diese Erkrankung keinen Schutz mehr: Sie gilt als Vorerkrankung und bleibt ausgeschlossen. Ob sich ein Neuabschluss für alles Übrige bei einer alten, bereits erkrankten Katze noch lohnt, würden wir eher verneinen. Das Geld ist in Diät, Kontrollen und Infusionsmaterial besser angelegt, und die beiden Abschnitte dazu weiter unten sind die, die Ihnen jetzt noch etwas bringen.
Ist Ihre Katze dagegen noch gesund, entscheidet das Höchsteintrittsalter darüber, ob es überhaupt ein Angebot gibt. Die meisten Tarife nehmen Katzen nur bis zum achten oder neunten Geburtstag auf, und das ist genau das Alter, in dem die Nieren zum Thema werden. Der Markt für eine Katzenversicherung für ältere Katzen ist klein, aber es gibt ihn.
Diese Tarife nehmen ältere Katzen noch auf
An der Spitze steht, wer eine Katze am längsten überhaupt noch aufnimmt; darunter sind die Tarife nach Leistungsumfang und Beitrag geordnet. Für eine Katze jenseits des neunten Geburtstags bleibt realistisch nur der erste.
Lassie: ohne Altersgrenze nach oben
Lassie nimmt Katzen ohne obere Altersgrenze auf. Auf der Katzenseite steht als einzige Altersbedingung ein Mindestalter von acht Lebenswochen, und damit ist Lassie für eine gesunde Zehnjährige in diesem Vergleichsfeld der einzige Weg zu einem Krankenschutz. Der Einstieg liegt bei 10,67 Euro im Monat im Mini-Tarif.
Für eine Katze mit Nierenrisiko halten wir Mini trotzdem für die falsche Wahl: Er deckelt bei 1.000 Euro im Jahr, Midi ist erst ab dem dritten Jahr unbegrenzt, Maxi von Anfang an. Wer mit einem langen Verlauf rechnet, kauft sich mit Maxi für 21,81 Euro im Monat die Deckelung der ersten beiden Jahre weg; Midi kostet 17,07 Euro.
Dalma: Voll-Schutz ab 15,99 Euro im Monat
Dalma passt, wenn Sie früh dran sind und den Beitrag gegen die späteren laufenden Kosten rechnen. Die 15,99 Euro im Monat für den Voll-Schutz sind rund die Hälfte dessen, was allein das Infusionsmaterial in fortgeschrittenen Stadien kostet, nur eben Jahre vorher und mit Gegenleistung.
Aufgenommen wird Ihre Katze ab zwei Monaten und bis unter neun Jahre. Den Erstattungssatz wählen Sie selbst zwischen 60 und 100 Prozent, und bei einer Katze im mittleren Alter würden wir nicht unter 80 Prozent gehen.
Petolo: Schutz ab dem ersten Vertragstag
Petolo verzichtet in allen Tarifen auf eine Wartezeit. Das zählt, wenn der nächste Kontrolltermin schon im Kalender steht, denn es gibt keine Anfangsphase, in der Sie zwar zahlen, aber noch nichts erstattet bekommen.
Der Komfort-Tarif startet bei 22,90 Euro im Monat, Premium bei 30,90 Euro. Aufgenommen wird Ihre Katze bis einschließlich zum achten Lebensjahr.
Uelzener: auch für Katzen ab acht Jahren
Uelzener nimmt nach eigener Aussage auch Katzen ab acht Jahren noch an und ist damit neben Lassie die zweite realistische Adresse für ein älteres Tier. Die Tierkrankenversicherung beginnt bei 21,49 Euro im Monat.
Den reinen Katzen-OP-Schutz gibt es ab 6,97 Euro, für unser Thema ist er aber das falsche Produkt: Eine Nierenerkrankung wird nicht operiert, sondern über Jahre behandelt. Wer wegen der Nieren abschließt, braucht die Krankenversicherung.
Höchsteintrittsalter: wie viel Zeit Ihnen bleibt
Das Höchsteintrittsalter ist die Altersgrenze, bis zu der ein Versicherer eine Katze überhaupt neu aufnimmt, und bei einem Tier jenseits der sieben ist es das erste Kriterium, das zählt. Ein Tarif kann noch so gute Leistungen haben: Passt das Alter nicht, bekommen Sie kein Angebot.
Die Grenze gilt für den Vertragsbeginn, nicht für die Laufzeit. Ein mit sechs Jahren abgeschlossener Vertrag läuft auch mit fünfzehn weiter. Am Vertragsbeginn hängt noch eine zweite Frist: Fast alle Tarife haben eine allgemeine Wartezeit von rund 30 Tagen, in der Sie zwar zahlen, aber noch nichts erstattet bekommen, und nur wenige Anbieter verzichten darauf.
Damit kollidieren zwei Ratschläge dieser Seite, und zwar absichtlich. Ab dem siebten Lebensjahr gehört der SDMA-Wert ins jährliche Blutbild, und bis zum achten oder neunten Geburtstag entscheidet sich, ob Ihre Katze überhaupt noch aufgenommen wird. Ein erhöhter SDMA-Wert steht danach im Befund, auch wenn die Katze putzmunter wirkt und noch jahrelang keine Symptome zeigt.

Deshalb die Reihenfolge: Versicherungsfrage vor dem Termin klären, Nierenwerte danach kontrollieren lassen. Umgekehrt haben Sie die Diagnose im Ordner und keinen Vertrag.
Ein Anbieterwechsel setzt die Altersprüfung neu an. Wer mit acht Jahren zum ein paar Euro günstigeren Tarif wechselt, zieht damit unter Umständen die letzte offene Tür zu. Das ist der teuerste vermeidbare Fehler in diesem Lebensabschnitt.
Passt keiner der vier Tarife, weil Ihre Katze schon zu alt ist, lohnt ein Blick auf Figo (figopet.de): Der Anbieter wirbt damit, zu den wenigen Versicherern ohne Altersgrenze bei der Aufnahme zu gehören, veröffentlicht allerdings keinen festen Einstiegspreis. Bei einer zugelaufenen Katze ohne Papiere zählt ohnehin das von der Praxis geschätzte Alter, üblicherweise anhand des Gebisses. Lassen Sie sich die Schätzung schriftlich geben, bevor Sie einen Antrag ausfüllen.
Behandlung: Nierendiät, Phosphatbinder und Infusionen
Heilbar ist eine CNI nicht. Die Behandlung zielt darauf, den Verlauf zu verlangsamen und die Katze beschwerdefrei zu halten, und mit der richtigen Betreuung lässt sich das Fortschreiten verlangsamen.
Die Diät ist der wirksamste Hebel, den Sie selbst in der Hand haben. Eine Nierendiät ist phosphat- und eiweißreduziert; IRIS empfiehlt sie für die Stadien 3 und 4 und rät, sie ab Stadium 2 zu erwägen. Das Problem ist selten das Futter, sondern die Katze: Stellen Sie über mehrere Wochen um, mischen Sie das neue Futter langsam unter, und stellen Sie nie während eines Klinikaufenthalts um, weil das Tier die Abneigung sonst mit dem Unwohlsein verknüpft.
Vom selbst gekochten Nierenfutter raten wir ohne Rationsberechnung ab. Fleisch ist phosphatreich, und genau das soll die Diät ja senken. Wer selbst kochen will, lässt die Ration von einer ernährungsmedizinisch spezialisierten Praxis berechnen.
Dazu kommen je nach Befund Phosphatbinder, Medikamente gegen Bluthochdruck und Mittel gegen Übelkeit. In fortgeschrittenen Stadien steht die subkutane Flüssigkeitstherapie an, also Infusionen unter die Haut, die viele Halter nach einer Einweisung zu Hause geben. Wie oft, entscheidet die Praxis anhand der Werte.
Ein Hinweis zu Solensia, das in Foren oft im selben Atemzug auftaucht: Das Mittel richtet sich gegen Arthroseschmerzen, nicht gegen die Nierenerkrankung. Bei einer alten Katze kann beides gleichzeitig ein Thema sein, es ersetzt aber keinen Baustein der Nierentherapie.

Der Kontrollplan ab dem siebten Lebensjahr
Ab dem siebten Lebensjahr gehört einmal jährlich eine Blut- und Urinuntersuchung zum Programm, so wie bei älteren Haustieren generell engmaschiger kontrolliert wird. Nach einer Diagnose legt die behandelnde Praxis die Abstände fest, und zwar anhand von Stadium, Stabilität und Begleitbefunden.
Für eine gesunde Katze ab sieben
Ein Termin im Jahr reicht, an dem Sie diese vier Punkte konkret verlangen:
- den SDMA-Wert zusätzlich zu Kreatinin und Harnstoff, namentlich angefragt
- eine Urinprobe mit spezifischem Gewicht und Eiweißbestimmung
- eine Blutdruckmessung, die bei Nierenkatzen zur Routine gehört
- alle Zahlenwerte im Befundbericht, nicht nur die Bewertung normal oder erhöht
Bringen Sie eigene Zahlen mit. Wiegen Sie Ihre Katze vier Wochen lang wöchentlich auf einer Küchenwaage und notieren Sie, wie oft Sie den Wassernapf nachfüllen. Eine Katze, die über Monate langsam abnimmt, sieht für Sie jeden Tag gleich aus, in der Gewichtskurve aber nicht.
Nach einer Diagnose
Der Rhythmus richtet sich nach dem Stadium und danach, wie stabil Ihre Katze ist. Kontrolliert werden dieselben Größen wie beim Erstbefund, also Kreatinin und SDMA, der Urin und der Blutdruck, dazu das Gewicht.
Zwischen den Terminen gilt: Frisst die Katze schlechter, nimmt sie ab oder erbricht sie neuerdings, warten Sie nicht auf den nächsten geplanten Termin. Appetit und Gewicht kippen bei dieser Erkrankung früher als die Laborwerte es nahelegen.
Verlauf, Endstadium und Lebenserwartung
Wie lange eine Katze mit CNI lebt, hängt vor allem davon ab, in welchem IRIS-Stadium die Erkrankung entdeckt wurde. Eine belastbare Durchschnittszahl gibt es nicht, dafür schwankt der Verlauf von Katze zu Katze zu stark.
In den Stadien 1 und 2 geht es darum, den Verlauf zu strecken. Viele Katzen wirken in dieser Phase völlig unauffällig, und die Arbeit besteht aus Futter, Kontrollen und Geduld. Ab Stadium 3 werden Appetit, Gewicht und Flüssigkeitshaushalt zum täglichen Thema.
Im Endstadium sind die Anzeichen deutlich: starker Gewichtsverlust bis zu eingefallenen Flanken, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Austrocknung trotz Trinken, ausgeprägte Schwäche. Die Behandlung wird dann individuell angepasst, wie es auch die Klinik für Kleintiere der TiHo Hannover für ihre Nierenpatienten beschreibt.
Zur schwersten Frage, wann der richtige Zeitpunkt zum Einschläfern gekommen ist, hilft kein Laborwert weiter. Sie entscheiden das über die Lebensqualität und gemeinsam mit Ihrer Tierärztin.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Ob Ihre Katze eine Nierendiät, Phosphatbinder oder Infusionen unter die Haut braucht, in welchem IRIS-Stadium sie steht und wie oft kontrolliert wird, entscheidet die behandelnde Praxis anhand von Blut-, Urin- und Blutdruckwerten.
Häufige Fragen zur Niereninsuffizienz bei der Katze
Ab welchem Alter sollte ich die Nierenwerte kontrollieren lassen?
Ab dem siebten Lebensjahr, denn etwa jede dritte Katze über zwölf Jahre entwickelt eine chronische Niereninsuffizienz, und die Blutwerte verändern sich Jahre vor den Symptomen. Fällt der erste Wert aus dem Rahmen, ändert sich das Programm: Die Praxis bestätigt den Wert, bestimmt das IRIS-Stadium und prüft zusätzlich Urin und Blutdruck. Ein einzelner erhöhter Wert ist noch keine Diagnose.
Wie lange kann eine Katze mit Niereninsuffizienz leben?
Wie lange eine Katze mit einer chronischen Niereninsuffizienz lebt, hängt vom IRIS-Stadium bei Diagnosestellung ab, von der Phosphatkontrolle und davon, ob sie ihr Gewicht hält. Eine allgemeine Überlebenszeit lässt sich nicht seriös angeben: Eine im Stadium 1 entdeckte Erkrankung ist eine andere als eine, die erst im Stadium 4 auffällt.
Zahlt die Katzenversicherung eine Niereninsuffizienz?
Ja, sofern der Vertrag vor der Diagnose bestand. Dann übernimmt eine Katzenkrankenversicherung Diagnostik, Kontrollen, Medikamente und Infusionen im Rahmen des gewählten Tarifs. Welche Leistungen die Tarife sonst trennen, zeigt der Überblick zur Katzenkrankenversicherung.
Was bedeuten eingefallene Flanken bei einer alten Katze?
Eingefallene Flanken sind sichtbarer Muskel- und Fettabbau und gehören zu den späten Zeichen einer chronischen Nierenerkrankung. Sie sind kein Beweis, denn auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein Tumor kann dahinterstecken. In jedem Fall gehört die Katze zügig zur Blutuntersuchung.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einschläfern?
Über den Zeitpunkt entscheidet die Lebensqualität Ihrer Katze. Führen Sie eine Woche lang eine einfache Strichliste mit fünf Punkten: frisst, trinkt, nutzt das Katzenklo, sucht Kontakt, ruht entspannt. Entscheiden Sie dann über den Trend dieser Liste und gemeinsam mit Ihrer Tierärztin, nie über einen einzelnen schlechten Tag.
Helfen Globuli oder Hausmittel bei einer Niereninsuffizienz?
Für homöopathische Mittel gibt es bei einer chronischen Niereninsuffizienz keinen Wirksamkeitsnachweis. Der belegte Hebel ist die Ernährung, ergänzt um die vom Befund abhängigen Medikamente und ausreichend Flüssigkeit. Wer auf Globuli setzt und die Diät weglässt, verschenkt die einzige Maßnahme, die den Verlauf messbar beeinflusst.
