Leishmaniose ist die einzige der grossen Mittelmeerkrankheiten, die mit Zecken nichts zu tun hat. Übertragen wird Leishmania infantum von der Sandmücke (Phlebotomus). Wer seinen Hund für den Süden ausschliesslich mit einem Mittel gegen Zecken ausstattet, hat gegen diese Krankheit nichts getan und kostet ihn den Schutz, der gegen die Sandmücke überhaupt greift. Wenn bei Ihrem Hund gerade ein positiver Befund auf dem Tisch liegt, ist das Wichtigste zuerst: Behandelbar ist Leishmaniose gut, aber die Behandlung unterdrückt den Erreger, statt ihn zuverlässig zu beseitigen, und rechnet man Medikament und Kontrolltermine zusammen, kommen Sie auf ab ca. 400 bis 1.100 Euro im Jahr.
Das Wichtigste in Kürze
- Überträger und Schutz: Leishmania infantum überträgt die Sandmücke (Phlebotomus), keine Zecke. Nur ein Repellent verhindert ihren Stich. Kautabletten mit Isoxazolinen wirken erst, wenn ein Parasit schon gestochen hat, und gegen die Sandmücke gar nicht. Entscheidend ist der Wirkstoff, nicht die Darreichungsform.
- Jahreskosten der Dauertherapie: ab ca. 400 bis 1.100 Euro, gerechnet aus Allopurinol (ca. 120 bis 240 Euro im Jahr bei 20 kg) und 2 bis 3 Kontrollterminen à ca. 130 bis 300 Euro.
- Testzeitpunkt: die Serologie ist frühestens 6 bis 8 Wochen nach der Infektion verwertbar, gerechnet also ab der ersten Exposition im Reiseland. Bei weiterhin bestehendem Verdacht wird nach 3 bis 6 Monaten wiederholt (ESCCAP).
- Prognose: die Therapie unterdrückt den Erreger und heilt nicht zuverlässig. ESCCAP nennt eine Kontrolle 3 Monate nach Therapieende und danach halbjährliche Kontrollen.
- Versicherung: kein geprüfter Anbieter zahlt die Behandlung einer Leishmaniose, die vor Vertragsschluss diagnostiziert wurde. Mehrere versichern denselben Hund für alles Übrige weiter.
Sandmücke statt Zecke: wie sich ein Hund ansteckt
Die Sandmücke ist im Mittelmeerraum verbreitet, und der Hund muss für die Infektion nichts weiter tun, als sich dort im Freien aufzuhalten. Ob ein Präparat ihn davor schützt, entscheidet die Wirkstoffgruppe. Repellentien, in der Regel Pyrethroide, sollen den Stich verhindern und sind damit die Gruppe, um die es hier geht. Isoxazoline, die Wirkstoffgruppe der gängigen Kautabletten gegen Zecken, haben keine abwehrende Wirkung: Sie greifen erst, wenn schon gestochen wurde.
Der häufigste Fehler passiert schon im Regal: Gekauft wird nach Produktkategorie. Repellentien gibt es aber in mehreren Darreichungsformen, und ein Halsband oder ein Spot-on kann deshalb genau das Richtige sein oder völlig danebengehen, je nachdem, welcher Wirkstoff darin steckt. Lesen Sie den Wirkstoffnamen auf der Packung, bevor Sie sich auf die Produktform verlassen.

Für Deutschland ist die Lage nach dem heutigen Kenntnisstand anders: Sandmücken sind am Oberrhein nachgewiesen, eine gesicherte Übertragung auf Hunde in Deutschland gibt es bislang nicht. Der weitaus häufigste Weg bleibt also der Urlaub im Süden oder die Übernahme eines Hundes aus dem Auslandstierschutz. Wenn Sie beides vor sich haben, gehört der Zeitplan für Schutz und Test auf unsere Seite zu den Mittelmeerkrankheiten beim Hund, auf der die Reise- und Importentscheidung durchgerechnet ist.
Tipp: Fragen Sie in der Tierarztpraxis nicht nach „Parasitenschutz für den Urlaub“, sondern ausdrücklich nach einem Repellent, das den Stich der Sandmücke verhindert. Diese eine Formulierung ändert, mit welchem Präparat Sie die Praxis verlassen. Welche Wirkstoffgruppen abwehren und welche erst nach dem Stich wirken, erklären wir bei den Zecken beim Hund; für die Sandmücke gilt dasselbe Prinzip, und nur die abwehrende Gruppe hilft.
Der Verlauf: Monate bis Jahre bis zu den ersten Zeichen
Zwischen dem Stich und den ersten sichtbaren Zeichen liegen Monate bis Jahre. Deshalb ist der Zusammenhang zum Urlaub oft nicht mehr erkennbar, wenn die Erkrankung ausbricht, und deshalb ist die Reisegeschichte des Hundes eine Information, die Sie in der Praxis von sich aus nennen sollten. Leishmaniose verläuft beim Hund in zwei Ausprägungen, die sich häufig überlagern: der kutanen Form an Haut und Fell und der viszeralen Form mit Beteiligung der inneren Organe.
Anfangsstadium: was an Haut, Fell, Nase und Ohren auffällt
Die frühen Zeichen sitzen meist dort, wo die Haut dünn ist und wenig Fell trägt. Typisch sind schuppende, kahle Stellen um die Augen, Krusten und Risse am Nasenrücken, ausgefranste, verkrustete Ohrränder, schlecht heilende Wunden und auffällig schnell wachsende Krallen. Das Fell wirkt stumpf und dünn, ohne dass ein Juckreiz im Vordergrund steht, und genau dieses Fehlen von Juckreiz unterscheidet das Bild von einer Allergie.
Hinweis: Fotografieren Sie solche Stellen mit Datum, bevor Sie in die Praxis gehen. Hautveränderungen verändern sich über Wochen, und eine Bildreihe ist für die Beurteilung des Verlaufs mehr wert als die Erinnerung an „das war schon im Frühjahr so“.
Fortgeschritten: Gewicht, Lymphknoten, Niere
Im weiteren Verlauf kommen Zeichen dazu, die nicht nach Hautkrankheit aussehen: Gewichtsverlust bei normalem Appetit, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten, Nasenbluten, Muskelabbau am Kopf, Lahmheiten. Die Niere ist das Organ, das über die Prognose entscheidet. Der Erreger löst eine Immunreaktion aus, deren Ablagerungen die Nierenkörperchen schädigen, und das zeigt sich zuerst als Proteinurie, also als Eiweiss im Urin.
Faustregel: Lassen Sie Ihren Hund bei jedem Praxisbesuch wiegen und das Gewicht in die Akte eintragen. Gewichtsverlust bei normalem Appetit gehört zu den frühen Zeichen dieser Erkrankung, und zu Hause fällt er meist erst auf, wenn er deutlich ist. Eine Reihe von Werten über Monate sagt etwas aus, ein einzelner Wert auf dem Zettel nicht.
Endstadium
Von einem Endstadium spricht man, wenn die Niere ihre Funktion nicht mehr aufrechterhalten kann: dauernder Durst und Harndrang, Erbrechen, Appetitverlust, starker Gewichtsverlust. Dieses Stadium erreicht nicht jeder erkrankte Hund. Es ist das, was passiert, wenn die Nierenbeteiligung zu spät erkannt oder nicht konsequent überwacht wird.
Diagnose: Antikörpertiter, PCR und der richtige Zeitpunkt
Der Standardweg ist die Serologie, also der Nachweis von Antikörpern gegen Leishmania per IFAT oder ELISA, ergänzt um grosses Blutbild, Organwerte und eine Urinuntersuchung. Bei unklarem Bild kommt die PCR dazu, die den Erreger selbst nachweist.
Über dieses Ergebnis werden regelmässig zwei Dinge falsch verstanden. Der Zeitpunkt zuerst: Die Serologie ist nach ESCCAP frühestens 6 bis 8 Wochen nach der Infektion verwertbar, gerechnet also ab der ersten Exposition im Reiseland und nicht ab der Rückreise. Bei bestehendem Verdacht trotz negativem Befund wird nach 3 bis 6 Monaten erneut getestet. Ein Test in der Woche nach der Rückkehr beruhigt, ohne etwas zu belegen. Und die Aussagekraft: Ein negativer Antikörperbefund schliesst eine Infektion nicht aus.
Unser Rat: Bitten Sie bei jeder Kontrolle darum, dass neben dem Titer auch der Urin mit dem Eiweiss-Kreatinin-Verhältnis (UPC) bestimmt wird. Der Titer sagt etwas über die Immunantwort, der UPC-Wert sagt etwas über die Niere, und die Niere ist der Teil, der Ihren Hund am Ende gefährdet. Wenn Sie Titerwerte über Jahre vergleichen wollen, fragen Sie ausserdem, ob die Kontrollen im selben Labor laufen können; Werte aus verschiedenen Häusern sind nur eingeschränkt vergleichbar.
Was Leishmaniose im Jahr kostet
Die folgende Rechnung ist keine veröffentlichte Statistik, sondern eine Zusammenstellung aus den einzelnen Positionen, die bei einem chronisch behandelten Hund tatsächlich anfallen. Grundlage sind die Sätze der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die seit dem 22.11.2022 in dieser Fassung gilt.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Allopurinol, 20-kg-Hund | ca. 10 bis 20 Euro im Monat, also ca. 120 bis 240 Euro im Jahr |
| Allgemeine Untersuchung mit Beratung | 23,62 / 47,24 / 70,86 Euro (1-, 2-, 3facher Satz) |
| Grosses Blutbild | ab ca. 23,52 Euro (1facher Satz) |
| Klinische Chemie / Organprofil | ab ca. 40 bis 120 Euro, je nach Parameterzahl und Satz |
| Urin inklusive UPC | ab ca. 20 bis 35 Euro |
| Titerkontrolle | ab ca. 20 bis 45 Euro, abhängig von Labor und angesetztem Satz |
Ein Kontrolltermin summiert sich damit auf ca. 130 bis 300 Euro, je nachdem, welche Parameter mitlaufen und mit welchem Satz die Praxis rechnet. Zwei Kontrollen plus Dauermedikation liegen damit bei ab ca. 400 Euro im Jahr, drei Kontrollen mit vollem Parameterumfang bei bis zu ca. 1.100 Euro, und zwar jedes Jahr, solange der Hund lebt. Wie die GOT-Sätze zustande kommen, steht auf unserer Seite zu den Tierarztkosten nach GOT.
Wichtig: Lassen Sie sich vor dem ersten Kontrolltermin aufschreiben, welche Parameter dabei bestimmt werden sollen, und fragen Sie nach dem Preis für genau diese Zusammenstellung. Ob Organprofil, Urin mit UPC und Titerkontrolle mitlaufen, entscheidet darüber, ob der Termin am unteren oder am oberen Ende der Spanne von ca. 130 bis 300 Euro landet. Aus einer Schätzung wird damit ein Betrag, den Sie für das Jahr einplanen können.
Nicht in dieser Jahresrechnung enthalten ist die Initialtherapie. Eine Miltefosin-Kur über 28 Tage liegt bei ab ca. 100 bis 200 Euro und fällt einmalig beziehungsweise bei einem Rückfall wieder an.
Versicherung: der Hund, der schon positiv ist
Die unangenehme Nachricht zuerst, weil sie die Suche verkürzt: Kein geprüfter Anbieter zahlt die Behandlung einer Leishmaniose, die vor Vertragsschluss bereits diagnostiziert war. Eine Tierkrankenversicherung, die Sie nach dem Befund abschliessen, wird die Allopurinol-Dauertherapie und die Kontrolltermine nicht erstatten.
Die gute Nachricht steht direkt daneben und wird selten erklärt: Mehrere Anbieter nehmen denselben Hund trotzdem auf und versichern ihn für alles Übrige, also für Kreuzbandriss, Magendrehung, Zahnbehandlung, Fremdkörper. Die bestehende Diagnose bleibt in jedem dieser Fälle aussen vor, alles danach ist abgedeckt. Bei einem Hund, der ohnehin dauerhaft in Behandlung ist, ist genau das der relevante Schutz. Wichtig: Suchen Sie im Bedingungs-PDF nach „vorvertraglich“ und nach „Reisekrankheiten“. Dort steht, ob der Anbieter ablehnt, mit Ausschluss der Diagnose aufnimmt oder eine Gesundheitsprüfung ansetzt. Die Systematik dahinter erklären wir auf der Seite zur Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung.
Die drei Anbieter unten sind nach genau dieser Logik ausgewählt: Sie müssen einen Dauerpatienten tragen können, nicht einen Einmalfall.
Lassie: Vorsorgepauschale für den Hund, der jedes Jahr Kontrollen braucht
Bei einem chronisch behandelten Hund ist das Vorsorgebudget der Posten, der jährlich wiederkehrt, und Lassie rechnet den Parasitenschutz und die Impfungen ausdrücklich in dieses Budget ein: 35, 100 oder 140 Euro im Jahr je nach Tarif. Für einen Hund, der dauerhaft Repellentien braucht, ist das ein Teil der laufenden Kosten und kein Marketingextra. Beim Abschluss nennt Lassie keine Altersgrenze, was bei einem Hund aus dem Auslandstierschutz mit geschätztem Alter praktisch wird. Rechnen Sie mit 30 Tagen Wartezeit, 2 Tagen bei Unfall und 18 Monaten für bestimmte Diagnosen. Einen offiziellen Einstiegspreis veröffentlicht Lassie nicht. Und ein offener Punkt, den Sie vor dem Antrag klären sollten: Wie Lassie mit einer bereits diagnostizierten Erkrankung umgeht, veröffentlicht der Anbieter nicht, fragen Sie das ausdrücklich ab.
Dalma: versichert weiter, was neu dazukommt
Dalma formuliert die Trennung so klar, wie sie in der Praxis wirkt: versichert werden neue Erkrankungen. Was das für Sie bedeutet, hängt am Tempo, und hier sind die Fristen kurz: 14 Tage bis zum OP-Schutz, 30 Tage für Heilbehandlungen, 2 Tage bei Unfall, und damit unter den Anbietern mit Wartezeit die kürzesten. Aus dem Vorsorgebudget von bis zu 100 Euro im Jahr holen Sie den Parasitenschutz zurück, den Dalma darin ausdrücklich nennt.
AGILA: Aufnahme nach Prüfung, mit klar benanntem Ausschluss
AGILA nimmt vorerkrankte Hunde nach individueller Prüfung auf und schliesst dabei die betroffene Behandlung aus. Das ist bürokratischer als ein pauschales Nein oder Ja, aber es ist eine ehrliche Ausgangslage: Sie wissen vor Vertragsschluss, was nicht mitversichert ist. Den Einstieg bekommen Sie ab 18,16 Euro im Monat, die höheren Stufen kosten 34,34 und 52,62 Euro. Aus dem Vorsorgebudget stehen Ihnen je nach Zusatzbaustein 50, 100 oder 150 Euro im Jahr zur Verfügung, Floh- und Zeckenprophylaxe ausdrücklich eingeschlossen. Die Wartezeit beträgt einen Monat, für bestimmte Erkrankungen 6 Monate.
Impfung und Schutz vor der Sandmücke
In Deutschland ist derzeit ein Leishmaniose-Impfstoff für Hunde verfügbar: LetiFend, hierzulande über MSD Tiergesundheit. LetiFend wird als einzelne Injektion gegeben, die Immunität baut sich etwa 4 Wochen nach der Impfung auf, und geimpft werden dürfen nur gesunde, auf Leishmania negativ getestete Hunde ab 6 Monaten. Einen Preis veröffentlicht der Hersteller nicht.
Achtung: Aus dieser Zulassungsbedingung folgt der wichtigste Planungshinweis dieser Seite. Die Impfung ist eine Entscheidung vor der ersten Reise, nicht nach der Diagnose. Wer im Juli den Test macht und im August fahren will, ist zu spät, weil der Immunaufbau vier Wochen braucht. Und die Impfung ersetzt das Repellent nicht, sie ergänzt es. Wer beides hat, senkt das Risiko auf zwei Wegen: weniger Stiche und eine bessere Immunantwort auf die, die durchkommen.
Weitere Erkrankungen, mit denen Hundehalter im Alltag zu tun bekommen, finden Sie in unserer Übersicht zu den häufigsten Hundekrankheiten.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf Leishmaniose, bei der Auswahl von Präparaten und bei jeder Änderung einer laufenden Therapie entscheidet die behandelnde Tierarztpraxis.
Häufige Fragen zu Leishmaniose beim Hund
Ist Leishmaniose beim Hund heilbar?
Nein, nicht zuverlässig. Die Therapie unterdrückt den Erreger und bringt die Symptome oft vollständig zum Verschwinden, der Hund bleibt aber Träger und kann Rückfälle bekommen. Deshalb sieht ESCCAP eine Kontrolle 3 Monate nach Therapieende und danach halbjährliche Kontrollen vor. Wenn Ihnen jemand eine Heilung zusagt, fragen Sie nach, worauf sich das stützt.
Wie lange lebt ein Hund mit Leishmaniose?
Das hängt daran, wie früh die Erkrankung gefunden wurde, und eine Jahreszahl, die für alle Hunde gilt, gibt es nicht. Ein Hund, dessen Leishmaniose vor einer Nierenschädigung entdeckt und danach konsequent kontrolliert wurde, kann viele Jahre gut leben. Ein Hund mit fortgeschrittener Proteinurie startet aus einer deutlich schlechteren Ausgangslage. Was über die Zugehörigkeit zur einen oder anderen Gruppe entscheidet, ist der Kontrollrhythmus: 3 Monate nach Therapieende und danach halbjährlich, mit dem Urin und dem UPC-Wert bei jedem Termin. Wer diese Termine einhält, sieht eine Nierenbeteiligung, solange sie noch behandelbar ist.
Ist Leishmaniose für Menschen gefährlich?
Das Risiko ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts sehr gering. Sandmücken wurden in Deutschland bislang nur vereinzelt nachgewiesen, und ohne den Vektor fehlt der Übertragungsweg. Für zwei Gruppen zieht das RKI allerdings eine klare Linie: Kleine Kinder und immunsupprimierte Personen sollten keinen Kontakt zu an Leishmaniose erkrankten Hunden haben. Lebt ein solcher Fall bei Ihnen im Haushalt, besprechen Sie das mit Ihrer Hausärztin und mit der Tierarztpraxis, statt sich auf allgemeine Aussagen zu verlassen; der RKI-FAQ zu Leishmaniose führt die Einschätzung aus.
Was kostet die Behandlung der Leishmaniose im Jahr?
Ab ca. 400 bis 1.100 Euro im Jahr, zusammengesetzt aus Allopurinol mit ca. 120 bis 240 Euro im Jahr bei einem 20-kg-Hund und 2 bis 3 Kontrollterminen à ca. 130 bis 300 Euro. Wie hoch der einzelne Termin ausfällt, hängt daran, ob Organprofil, Urin mit UPC und Titerkontrolle mitlaufen und mit welchem GOT-Satz die Praxis abrechnet. Eine einmalige Miltefosin-Kur über 28 Tage kommt mit ab ca. 100 bis 200 Euro dazu.
Ist Leishmaniose von Hund zu Hund ansteckend?
Der belegte Übertragungsweg läuft über die Sandmücke. Ein direkter Weg von Hund zu Hund ohne dieses Insekt ist nicht belegt, und es gibt deshalb auch keinen Grund, einen positiven Hund von den anderen Hunden im Haushalt fernzuhalten. Wenn mehrere Hunde bei Ihnen leben und einer positiv ist, tun Sie zwei Dinge: Sorgen Sie für denselben Repellentschutz bei allen und lassen Sie die übrigen Tiere zum aussagekräftigen Zeitpunkt testen. Für kleine Kinder und immunsupprimierte Personen im Haushalt gilt die Empfehlung des RKI, die weiter oben steht.
