Kult-Busfahrer unerwartet gestorbenUnion Berlin trauert um Club-Legende

Seine letzte Fahrt endet im Himmel.
Große Bestürzung bei Union Berlin. Der Bundesligist trauert um Club-Legende Sven Weinel. Der langjährige Busfahrer des Fußball-Bundesligisten ist am Montag (22. Juni) im Alter von 63 Jahren völlig unerwartet gestorben.
Bei Union wurde er als „Mädchen für alles” verehrt
Er war immer da, wenn man ihn brauchte, die gute Fee hinter den Kulissen. Fast 20 Jahre lang. Doch jetzt wurde er plötzlich aus dem Leben gerissen. Mitten in der Sommerpause muss Union Berlin den Tod von Sven Weinel (†63) verkraften.
Weinel begann seine Karriere als Busfahrer bei dem Club aus Köpenick im Jahr 1998. Dort zeigte der Vater von drei Töchtern nicht nur schnell, dass er gut die Spur halten kann, sondern auch mit den Wegen drumherum bestens vertraut ist. Alsbald wurde er „Mädchen für alles”, wie er einmal in einem Interview mit dem Berliner Kurier erzählte.
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Seine ruhige Art, seine Verlässlichkeit, sein Allround-Talent: All das machte den Köpenicker Kult-Busfahrer über die Jahre zur absoluten Vereins-Legende.
Nur einmal „flüchtete” er vor dem Trainer
Mit allen Fasern seines Körpers, allen Sinnen stand er fast 20 Jahre seinem Herzensverein zu Diensten. Nur einmal wollte er nicht mehr. Weil er mit dem damaligen Trainer Mirko Votava nicht klarkam, verließ er den Club Ende 2002 – um im Jahr 2006 einen neuen Anlauf zu nehmen. Einmal am Steuer, immer am Steuer!
Im Oktober 2020 wurde Sven Weinel vom damaligen Sportdirektor Oliver Ruhnert vor der Partie gegen den SC Freiburg verabschiedet. Vielleicht nicht ganz so feierlich, wie es hätte sein sollen, denn aufgrund der damals herrschenden Corona-Auflagen waren nur wenige Fans im Stadion an der Alten Försterei zugelassen.

Doch im Herzen waren ihm auch damals alle ganz nah, als Union seinen Kult-Busfahrer in Rente schickte.
Bis dahin hatte Weinel seinen Bus wohl einmal von der Erde zum Mond und wieder zurück über die Straßen bugsiert. Jetzt hat er ihn für immer im Himmel abgestellt.
Verwendete Quellen: Berliner Kurier, Bild, RTL-eigene Recherche




