Seniorin in eigenem Haus gefesselt und ausgeraubtÜberfall auf 80-Jährige in Bergisch Gladbach: Angeklagte gestehen vor Gericht

von Jens Diestelkamp und Patricia Brinkmann

Eine 80-Jährige ist in ihrem Haus in Bergisch Gladbach überfallen, gefesselt und ausgeraubt worden. Die Täter sollen Wertgegenstände und einen Sportwagen im Gesamtwert von rund 77.000 Euro erbeutet haben. Seit Montag (10.08.) müssen sich zwei Männer deshalb vor dem Landgericht Köln verantworten. Zum Prozessauftakt haben beide die Tat gestanden.

Seniorin mit Panzerband gefesselt

Der Überfall war am Valentinstag im Februar. Nach Angaben des Landgerichts ließen sich die beiden Männer mit einem Taxi zu dem abgelegenen Haus der 80-Jährigen in Bergisch Gladbach fahren. Dort betreibt die Frau ein Bordell. Laut Anklage überrumpelte einer der Männer die Seniorin an der Tür, brachte sie im Haus zu Boden und fesselte sie mit Panzerband. Anschließend nahm er ihr eine hochwertige Armbanduhr ab. Sein Komplize soll währenddessen das Haus nach weiteren Wertgegenständen durchsucht haben.

Täter soll mit Tod des Hundes gedroht haben

Einer der Angeklagten soll außerdem versucht haben, von der 80-Jährigen die PIN für ihre Konten zu bekommen. Dabei soll er unter anderem damit gedroht haben, ihren Hund zu töten. Die Seniorin verriet ihre Geheimzahl trotzdem nicht. Die Männer sollen Bargeld, Silber, hochwertige Uhren und Handtaschen mitgenommen haben. Außerdem flüchteten sie laut Staatsanwaltschaft mit einem Sportwagen der Frau. Insgesamt geht es um einen Wert von rund 77.000 Euro.

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Gestohlenes Auto ausgebrannt gefunden

Etwa 40 Minuten nach dem Überfall konnte sich die 80-Jährige selbst von ihren Fesseln befreien. Ihr gestohlenes Auto wurde gut 24 Stunden später ausgebrannt in einem Waldstück gefunden. Vor dem Landgericht Köln haben die beiden vorbestraften Angeklagten die Tat zum Prozessauftakt eingeräumt. Die Verteidigung eines Mannes erklärte, dieser bedauere die Tat und wolle sich persönlich bei der Seniorin entschuldigen. Beim zweiten Angeklagten verwies die Verteidigung unter anderem auf Geldprobleme und einen ausufernden Drogenkonsum. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern besonders schweren Raub vor. Bei einer Verurteilung müssen sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren Haft rechnen. Das Urteil soll Anfang September fallen.