Neue Ideen für den SchulunterrichtSnowboarden im Sommer - VR-Brillen im Sportunterricht
Snowboarden, Boxen oder Klettern – und das mitten im Ruhrgebiet. Gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen testen Schüler und Lehrer, wie Virtual-Reality-Brillen den Sportunterricht verändern können. Das Ziel: Vor allem Jugendliche, die sich bisher nur wenig für Sport begeistern, sollen mit digitalen Angeboten mehr Spaß an Bewegung bekommen.
Snowboarden mitten im Sommer
Für Mira Moschny und Ranya Altintop aus Mülheim an der Ruhr ist es eine Premiere. Die beiden 17-Jährigen stehen zum ersten Mal auf einem Snowboard – zumindest virtuell. Mithilfe einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie in eine digitale Winterlandschaft ein. Für die Schülerinnen fühlt sich das Erlebnis erstaunlich echt an. Neben dem Spaßfaktor müssen sie sich gleichzeitig orientieren und ihre Bewegungen mit den Controlern koordinieren.
Neue Möglichkeiten für den Sportunterricht
An der Lise-Meitner-Gesamtschule in Duisburg gehören VR-Brillen schon zum Unterricht. Lehrer Thomas Molsner wurde durch das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen auf die Technik aufmerksam. Mit den Brillen können die Schüler verschiedene Sportarten ausprobieren – darunter Boxen, Klettern oder Snowboarden. Besonders Jugendliche, die sich bisher wenig für klassische Sportangebote begeistern, sollen so besser erreicht werden. Auch fehlende Hallenzeiten und große Lerngruppen könnten durch die Kombination aus digitalem und klassischem Sport teilweise ausgeglichen werden.
Millionenförderung für innovative Projekte
Das Projekt wird durch das neue Förderprogramm „ImPulsRuhr“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung unterstützt. Insgesamt stellt die Stiftung dafür 1,5 Millionen Euro bereit. Rund 300 Projekte haben sich bisher beworben, 48 wurden ausgewählt. Gefördert werden vor allem Ideen, die den Wandel im Ruhrgebiet unterstützen und Vorbildcharakter für andere Initiativen haben.
Bewerbungen noch bis September möglich
Noch bis zum 18. September können sich weitere Institutionen um eine Förderung bewerben. Voraussetzung ist, dass die Projekte neu gestartet werden und aus den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft, Gesundheit oder Sport stammen. Für Mira Moschny und Ranya Altintop steht nach ihrem ersten virtuellen Snowboard-Erlebnis jedenfalls fest: Sie würden sich freuen, wenn VR-Brillen künftig häufiger im Sportunterricht eingesetzt werden.

































