Nach Reisechaos am AirportMit zwei Litern Flüssigkeit durch die Sicherheitskontrolle – Flughafen Köln/Bonn hat neue Technik
Am Freitag (17.07.) ist in NRW der letzte Schultag vor den Sommerferien. Für viele heißt es dann: ab in den Urlaub. Gerade wenn es voll ist, kann es an den Sicherheitskontrollen der Flughäfen oft stressig sein. Am Flughafen Köln/Bonn soll der Security Check jetzt schneller gehen – dank neuer Technik. Am Dienstag (14.07.) sind die Kontrollen offiziell eröffnet worden.
Immer Stress an der Security
In der Vergangenheit haben die Probleme an den Sicherheitskontrollen immer wieder Schlagzeilen gemacht: Schlangen, hunderte Meter lang, stundenlanges Warten. Der Flughafen Köln/Bonn hat deshalb rund 25 Millionen Euro in die Neugestaltung der Sicherheitsbereiche investiert. An jedem Schalter können jetzt mehr als 220 Reisende pro Stunde kontrolliert werden, bisher waren es maximal 100. Der Schlüssel zur schnellen Kontrolle: Nichts muss mehr aus dem Koffer geholt werden. Dank der neuen Technik dürfen am Airport außerdem bis zu zwei Liter Flüssigkeit mit. Bisher waren es pro Fläschchen maximal 100 Milliliter. Die neuen Scanner können die Dichte bestimmen und Wasser und Co. so von gefährlichen Flüssigkeiten unterscheiden. „Wenn Sie sehen, wie die Bilder erzeugt werden, wie man die dann auch genau betrachten kann, die drehen kann in 3D, die ermöglichen dann einfach einen ganz anderen Kontrollprozess“, schwärmt Thilo Schmid, CEO Köln Bonn Airport.
Airport macht’s selbst
Neu ist auch, dass der Flughafen Köln/Bonn seit Januar selbst für den privaten Sicherheitsdienst vor Ort zuständig ist. Dafür brauchte es sogar das Go des Bundesinnenministeriums. Üblich ist eigentlich, dass das Ganze von der Bundespolizei organisiert wird. Das Kölner Modell sollte Vorbild sein, findet NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne): „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn weitere Flughäfen in Nordrhein-Westfalen sich dafür entscheiden.“ Weiter erklärt der Landespolitiker: „Das eröffnet auch die Möglichkeit, dass man selber investiert und dass man nicht darauf angewiesen ist, dass die Technik vom Bund zur Verfügung gestellt wird. Das dauert oft lange.“ Bisher zieht der Flughafen eine positive Bilanz - trotz kleinerer Pannen, wie beispielsweise im Februar 2026. Damals fiel ein Gegenstand in einer Tasche auf, wurde versehentlich aber direkt an den Passagier zurückgegeben. In Köln/Bonn heißt es am Dienstag (14.07.): Abläufe und Technik seien immer weiter optimiert worden. Der erste richtige Stresstest steht aber erst bevor: In NRW starten am Wochenende die Sommerferien. Insgesamt rechnet der Airport mit gut 1,8 Millionen Urlaubern - an Spitzentagen mit mehr als 40.000 Passagieren.
































