Feuerwehr-Großeinsatz in SolingenKI als Lebensretter? Chatbot bringt Hausbewohner auf Kohlenmonoxid-Verdacht

von Parviz Khosrawi und Martin Breunig

Künstliche Intelligenz hat in der Nacht zu Montag (03.08.) wohl mehrere Menschen gerettet. Bewohner eines Hauses in Solingen klagten über Schwindel und Kopfschmerzen. Als sie bei einem Chatbot nach der Ursache fragten, schlug die KI Alarm. Feuerwehr und Rettungswagen rückten an.

Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst

Großeinsatz für die Feuerwehr und den Rettungsdienst in Solingen. Mit Atemschutz und Kohlenmonoxid-Messgeräten haben die Retter das Haus nach einem gefährlichen Gas durchsucht. Fünf Bewohnern wurde plötzlich schwindlig, sie bekamen Kopfschmerzen. Die künstliche Intelligenz wurde um Rat gefragt. Die Antwort: Eine mögliche Kohlenmonoxid-Vergiftung. Bei der kann der Sauerstoff im Blut nicht mehr transportiert werden. Die Folge: mögliche Erstickungsgefahr.

Bewohner fragen KI um Hilfe

Die Bewohner des Hauses in Solingen vertrauten wohl der KI und riefen die Feuerwehr. Sie prüfe sofort alle Räume mit einem Kohlenmonoxid-Messgerät, fand aber keine Spuren.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Erhöhte Kohlenmonoxid-Belastung bei Bewohnern festgestellt

Auch wenn die Feuerwehr in den Räumen nichts fand, bei den Bewohnern wurden tatsächlich erhöhte CO-Werte im Blut festgestellt. Auf die Künstliche Intelligenz zu hören, war in diesem Fall wohl richtig. Aber die Feuerwehr rät davon ab, nur der KI zu vertrauen. Im Zweifelsfall soll immer die Feuerwehr gerufen werden.

Suche nach Ursache dauert an

Vier von fünf Bewohnern wurden zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, sind aber inzwischen wieder zu Hause. Die Gasanlage des Hauses wurde sicherheitshalber abgeschaltet. Jetzt soll ein Schornsteinfeger ein mögliches Gasleck finden.