Diskussion um Falafelladen in Köln„Keine Produkte aus Terrorstaaten“: Strafanzeige gegen Imbissbesitzer - Staatsanwaltschaft prüft

von Patricia Brinkmann

„Wir verarbeiten und verkaufen keine Produkte aus den Terrorstaaten.“ Darunter sind die Flaggen der USA und Israels zu sehen. Dieses Plakat hängt in einem Imbiss in Köln. Die Botschaft ist klar und deutlich. Aber ist das auch strafbar? Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall. Auch in der Vergangenheit fiel der Gastronom durch ähnliche Dinge auf.

Diskussion um Plakat

In einem Falafelladen in Köln gibt es aktuell nicht nur Essen, sondern auch Ärger. Der Grund ist ein Plakat. Damit will der Inhaber Mostafa E. den Kunden seine politische Haltung zeigen, auch wenn die für Diskussionen sorgt. Mostafa E.: „Wenn ein Mensch absichtlich andere Menschen, insbesondere Kinder und Frauen, tötet, dann gilt er für mich als Terrorist. Oder ein Land, was angeblich demokratisch ist, wo die Menschen dort die Regierung wählen und abwählen dürfen. Und weiterhin im Namen dieses Staats werden Menschen getötet. Dann gelten die beiden Staaten als Terrorstaaten.”

Ladeninhaber im Fokus der Ermittler

Der Mann mit ägyptischen Wurzeln spricht vom Leid der Menschen im Gazastreifen. Ausgelöst wurde der Krieg am 07. Oktober 2023 allerdings durch die Terrororganisation Hamas. Sie griff Israel überraschend an. Dabei wurden rund 1.200 Menschen getötet. Der Ladeninhaber behauptet, er sei nicht judenfeindlich. Antisemitismus sei etwas Furchtbares. Der Mann sagt außerdem, er habe durch seine öffentliche Meinung in der Vergangenheit zwei Läden verloren. Schon damals geriet er in Bonn in den Fokus der Ermittler. Jetzt gibt es eine Strafanzeige in Köln. Mehr dazu erfahrt ihr im Video!