Auch das Baby überlebte nichtHochschwangere (18) stirbt nach Unfall in Löhne – war der Fahrer zu schnell unterwegs?
Bei einem schweren Autounfall in Löhne (Kreis Herford) sind eine hochschwangere 18-Jährige und ihr Baby gestorben. Ein 19-Jähriger war mit einem Audi von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Insgesamt saßen fünf junge Menschen in dem Auto.
Trümmerfeld auf der Bünder Straße
Gegen 18 Uhr am Sonntagabend (15.03.) eilten Rettungskräfte zur Bünder Straße in Löhne. Vor Ort bot sich ihnen ein Trümmerfeld über mehr als einhundert Meter. Der rote Audi A4 Avant war nur noch ein Wrack. Der 19 Jahre alte Fahrer war wohl von der Fahrbahn abgekommen und mit voller Wucht gegen einen Baum geprallt. Neben ihm saßen vier weitere junge Menschen im Auto. „Den Kollegen bot sich ein folgenschweres Bild. Es war erschreckend“, sagte Uwe Maser von der Kreispolizei Herford. Die Tür des Wagens sei abgerissen worden, die Verletzten hätten neben dem Fahrzeug gelegen – ein Anblick, der „keinen der ermittelnden Beamten kalt“ lasse.
Hochschwangere und Baby sterben im Krankenhaus
Auf der Rückbank saßen eine 18-Jährige und eine 21-Jährige. Beim Aufprall wurden beide Frauen aus dem Fahrzeug geschleudert. Ob sie angeschnallt waren, ist noch unklar. Ersthelfer versuchten, starke Blutungen mit Verbandsmaterial zu stoppen, bevor der Rettungsdienst eintraf. Die Einsatzkräfte stellten später fest, dass die jüngere Frau hochschwanger war. Sie wurde per Hubschrauber in ein Spezialkrankenhaus geflogen. „In der Nacht kam dort noch das Kind auf die Welt, aber es ist aufgrund der Schwere des Unfalles verstorben. Kurze Zeit später ist auch die 18-jährige Mutter verstorben“, berichtete Polizeisprecher Maser.
Ermittler prüfen Tempo, Alkohol und Drogen
Auch die 21-jährige Mitfahrerin und die drei jungen Männer im Auto wurden verletzt und in umliegende Kliniken gebracht. Wie es genau zu dem Crash kommen konnte, müssen nun spezialisierte Unfallermittler klären. Ein Unfallaufnahmeteam sicherte bis in die späten Abendstunden Spuren am Fahrzeug und an der Unfallstelle. Ein Gutachten soll unter anderem klären, mit welcher Geschwindigkeit der 19-Jährige unterwegs war. „Man kann von überhöhter Geschwindigkeit ausgehen“, sagte Uwe Maser. Als weitere mögliche Unfallursache nannte er das junge Alter und wenig Fahrerfahrung, weil der junge Mann seinen Führerschein erst vor Kurzem erworben habe. Ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, ist bislang offen. Der 19-Jährige muss sich nun in einem Verfahren verantworten – unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, so der Polizeisprecher.

































