Ermittlungen in Nordrhein-WestfalenMissbrauchsverdacht gegen Schalker Co-Trainer

Ein fast perfekter Kreisligaspieltag auf einem Hamburger Fußballplatz. Auch, wenn 66 Tore gefallen sind. (Symbolfoto)
imago images/Zink

Furchtbare Vorwürfe.
Die Staatsanwaltschaft und Polizei Münster ermitteln gegen einen Mann, der im Jugendbereich eines Fußballvereins tätig war. Es geht um einen schweren Verdacht und einen zwölfjährigen Jungen. Zuvor hatte eine Mutter den Mann bei der Polizei angezeigt. Das teilten die beiden Behörden am frühen Sonntagnachmittag (24. Mai) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Sexueller Missbrauch steht als Anfangsverdacht im Raum

Laut Mitteilung war eine Mutter am 18. April zur Polizei gegangen und hatte Anzeige erstattet. Staatsanwaltschaft und Polizei Münster ermitteln wegen des Anfangsverdachts auf sexuellen Missbrauch an einem zwölfjährigen Jungen.

Wie die Behörden in einer gemeinsamen Pressemitteilung mitteilen, richtet sich der Verdacht gegen einen Mann, der als Co-Trainer im Jugendbereich eines Gelsenkirchener Fußballvereins tätig war. Dabei handelt es sich um den FC Schalke 04, wie Bild berichtet. Ein erster Kontakt zu dem Jungen soll bei einem Sichtungstraining des Vereins entstanden sein.

Lese-Tipp: Grausiger Leichenfund bei Potsdam! War es ein entführter Geschäftsmann?

Bereits Ende April durchsuchte die Polizei die Privaträume des Tatverdächtigen. Dabei stellten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben „eine Vielzahl diverser Datenträger“ sicher. Diese werden nun ausgewertet.

Der Kontakt soll über den Verein entstanden sein

Ob sich der Verdacht bestätigt, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft nun im Rahmen der laufenden Ermittlungen klären. Bis zu einer Urteilsverkündung gilt für den Mann die Unschuldsvermutung.

Der FC Schalke 04 zeigt sich laut einer Stellungnahme, die Bild vorliegt, bestürzt: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht zu jeder Zeit an erster Stelle.” Der Mitarbeiter sei umgehend freigestellt worden. Der Verein kooperiere „uneingeschränkt” bei der Aufklärung nach eigenen Angaben mit den Behörden. (tli)

Verwendete Quellen: dpa, Bild