Komiker erhält Ehrenpreis für sein LebenswerkHape Kerkeling als Bundespräsident? Petition sorgt für Aufsehen

von Rogatus Skanta

In Lünen ist Montagabend (01.06.) das 35. Kinofest eröffnet worden. Ehrengast des Abends war Hape Kerkeling, der dort einen Preis für sein Lebenswerk erhielt. Ganz nebenbei sorgte er auch noch für Spekulationen über ein mögliches Amt als Bundespräsident.

Prägender Entertainer seit vier Jahrzehnten

Er schlüpft in unzählige Rollen, bringt Millionen zum Lachen und schreibt Bestseller: Hape Kerkeling ist einer der einflussreichsten Entertainer Deutschlands. Geboren in Recklinghausen, gefeiert auf den großen Bühnen des Landes, wurde der 61-Jährige am Montagabend (01.06.) beim 35. Kinofest in Lünen für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Preis trägt den Namen „Nike“ – benannt nach der griechischen Siegesgöttin. „Ich mache das seit 42 Jahren. Ich traue mich das gar nicht zu sagen. Aber es sind schon über vier Jahrzehnte. Und diese Nische zu bekommen, in meiner Heimat, im Ruhrgebiet, im schönen Lünen, ist mir tatsächlich besonders viel wert. Weil hier wird der Preis dann auch mit einer besonderen Herzlichkeit verliehen”, so der 61-Jährige.

Von Königin Beatrix bis Horst Schlämmer

Kaum jemand hat die deutsche Fernsehlandschaft so geprägt wie er: Ob als Königin Beatrix im eleganten blauen Kostüm mit Föhnwelle in den 90ern oder als schriller Provinzreporter Horst Schlämmer. Auch auf der Kinoleinwand hat der 61-Jährige seine Spuren hinterlassen. Sein aktueller Film: „Horst Schlämmer sucht das Glück”.

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Hape for Bundespräsident?

Der gebürtige Recklinghäuser ist aber nicht nur Entertainer. Immer wieder positioniert er sich gesellschaftlich, hält den Mächtigen des Landes den Spiegel vor. Auch gegen Antisemitismus macht sich der 61-Jährige stark und findet klare Worte – wie bei seinem Besuch 2023 in der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Kein Wunder also, dass ihn sich manche Menschen als Bundespräsidenten wünschen. Eine Online-Petition haben schon rund 3.000 Menschen unterschrieben. Auch beim Kinofest in Lünen ging er darauf ein: „Vor zehn Jahren hätte ich Ihnen gesagt ‚Nein, das ist nicht möglich.‘ Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen nach all dem, was in der Welt geschieht, und wenn ich mir angucke, wer so an der Spitze von Nationen steht, ich schließe nichts mehr aus.“

Kein Aufhören – vielleicht bald in Berlin?

Auch wenn Hape Kerkeling für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde: Ans Aufhören denkt der 61-Jährige noch nicht - und wer weiß, vielleicht zieht er ja bald als Bundespräsident ins Schloss Bellevue nach Berlin.