Spuk-Geschichten zum live ErlebenHalloween-Haus in Hamm: Horror zum Sehen, zum Hören - und jetzt auch zum Riechen

von Daniela Wüstner

Ein ganzes Jahr lang wurde in Hamm getüftelt, gebastelt und der Kreativität freien Lauf gelassen. Gemeinsam mit der Vereinsgemeinschaft Lohauserholz arbeiteten mehr als 80 Ehrenamtliche an einem großen Spuk-Spektakel. Das Ergebnis: Totenköpfe, abgetrennte Körperteile und lebendige Ungeheuer. Wir durften vorab schon einmal in die Gruselzelte hineinschnuppern.

„Welcome to the Freakshow”

Was von außen harmlos wirkt, wird drinnen schnell zum blanken Horror. Wer sich ins Halloween-Haus in Hamm traut, braucht vor allem eines: richtig viel Mumm! Die Grusel-Anlage ist um die 3.000 Quadratmeter groß und hat alles, was das Gruselherz begehrt: Skelette, abgetrennte Köpfe und jede Menge Kunstblut. Dazu finstere Piraten, Horror-Clowns und verwundete Patienten, die einem in dunklen Grusel-Ecken auflauern. Auch jede Menge Neues gibt es dieses Jahr zu entdecken. Zum Beispiel Düfte, die den Horror direkt in die Nase bringen. In manchen Bereichen soll es dann zum Beispiel nach modrigem Holz riechen. Auch neu: ein Ampel-System. Damit können Besucher selbst bestimmen, wie gruselig es tatsächlich werden soll. Bei Grün spielen die Darsteller zwar ihre Rollen, erschrecken die Leute aber nicht. Bei Rot geben sie dafür alles: Sie lauern auf, fassen an und laufen hinterher. Einer der Veranstalter ist Marvin Falkenroth. Er betreibt das Halloween-Haus seit fünf Jahren. „Es macht Spaß, die Teenies zu erschrecken. Muss ich leider so sagen. Erwachsene Väter kriegen teilweise auch schon ein bisschen Angst.“

Maximaler Grußelspaß 

Carsten Lösking aus Düsseldorf ist ganz frisch im Team. Horror ist sein Hobby. Im richtigen Leben arbeitet der 46-Jährige in der Pharmaindustrie. In Hamm ist er einer der vielen Ehrenamtlichen. Sie bauen Kulissen, basteln Requisiten und erschrecken die Besucher. „Das ist so ein bisschen aus der Kindheit. Vielleicht dieser schaurig schöne Schrecken, die Nackenhaare, die sich aufstellen, oder die Gänsehaut, die man bekommt. So eine Mischung aus Angst haben und Freude darüber, dass man Angst hat, ohne Angst haben zu müssen”.

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Vom karibischen Fluch in die Grusel-Manege

34.000 Euro sind in den vergangenen fünf Jahren für das Halloween Haus ausgegeben worden - etwa für Deko, Aufbaumaterial und die Versicherung. Die Vereinsgemeinschaft Lohauserholz hat das Geld vorgestreckt und außerdem die Fläche zur Verfügung gestellt. Ab Freitag (23.10.) öffnet das Halloween-Haus seine Türen. Der Eintritt kostet 3,50 Euro. Ein Teil der Einnahmen soll gespendet werden.