„Toughest Firefighter Alive“ und Einsatzkräfte an ihren GrenzenExtrem-Wettkampf der Feuerwehrleute in Mönchengladbach

Schläuche ziehen, Treppen sprinten, Gewichte schleppen – und das alles in voller Feuerwehrmontur. Beim Wettbewerb „Toughest Firefighter Alive“ in Mönchengladbach treten von Freitag (12.06.) bis Sonntag (14.06.) Feuerwehrleute aus neun Nationen gegeneinander an. Ihr Ziel: Europas, Deutschlands oder Nordrhein-Westfalens härteste Feuerwehrfrau oder härtester Feuerwehrmann zu werden.

Titelverteidigerin gilt als Favoritin

Zu den bekanntesten Teilnehmerinnen gehört die Norwegerin May Tømmervold. Die 45-Jährige ist amtierende Europa- und Weltmeisterin und reist als klare Favoritin nach Mönchengladbach. Seit Jahren trainiert die Feuerwehrfrau gezielt für den Wettbewerb. Inzwischen bestreitet sie bereits ihre achte Saison im Feuerwehrsport. Die Nervosität von früher sei mittlerweile gewichen, stattdessen könne sie die Wettkämpfe deutlich entspannter angehen.

250 Teilnehmer aus neun Nationen

Insgesamt treten in diesem Jahr 250 Feuerwehrleute aus neun Ländern gegeneinander an. Der Wettbewerb hat in Mönchengladbach eine lange Tradition. Vor 25 Jahren wurde die Veranstaltung nach Deutschland geholt. Inspiriert wurde das Format ursprünglich in Kanada, bevor es sich in Mönchengladbach etablierte. Seitdem ist die Stadt regelmäßig Gastgeber des außergewöhnlichen Feuerwehr-Wettkampfs.

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Vier Stationen voller Höchstleistungen

Um erfolgreich zu sein, müssen die Teilnehmer vier anspruchsvolle Disziplinen absolvieren. Zu Beginn werden zwei jeweils 75 Meter lange Schlauchleitungen gezogen und aufgerollt. Anschließend müssen die Feuerwehrleute mit einem Hammer ein Gewicht über eine Strecke treiben, einen Rettungsdummy transportieren und verschiedene Hindernisse wie Tunnel und Mauern überwinden. In der dritten Station geht es mit schweren Kanistern mehrere Stockwerke nach oben. Dort müssen zusätzlich Schläuche hochgezogen werden, bevor es wieder zurück nach unten geht. Den Abschluss bildet ein Treppenlauf über 15 Etagen – für viele Teilnehmer die härteste Herausforderung des gesamten Wettbewerbs.

Männer und Frauen starten unter gleichen Bedingungen

Besonders bemerkenswert: Für Männer und Frauen gelten exakt dieselben Anforderungen. Alle Teilnehmer müssen die gleichen Aufgaben absolvieren und dieselben Hindernisse bewältigen. Nach dem Zieleinlauf zeigen sich viele erschöpft. Brennende Lungen, schwere Beine und völlige Erschöpfung gehören für die Feuerwehrleute zum Wettkampf dazu. Trotzdem überwiegt bei den meisten die Freude, die anspruchsvollen Herausforderungen gemeistert zu haben.

Entscheidung fällt am Wochenende

Auch Titelverteidigerin May Tømmervold zeigt sich nach ihrem Lauf zufrieden. Ob ihre Zeit tatsächlich für den nächsten Titel reicht, erfährt sie allerdings erst am Sonntag. Der internationale Wettbewerb läuft in Mönchengladbach das gesamte Wochenende weiter. Erst dann steht fest, wer sich am Ende „Toughest Firefighter Alive“ nennen darf.