Forsa-Umfrage von 38 TageszeitungenCDU in NRW verliert an Rückhalt – das sind die Ergebnisse des aktuellen „NRW-Checks“

von Stefan Efferth

Der NRW-Check von Forsa im Auftrag von 38 Tageszeitungen zeigt ein Jahr vor der Landtagswahl 2027 tiefe Unzufriedenheit in Nordrhein-Westfalen. Verkehr und Mobilität sind das größte Problem, Vertrauen in Parteien schwindet und die AfD würde auf 20 Prozent klettern.

Verkehr dominiert die Sorgen

Staus und Mobilitätsprobleme stehen für die Bürger klar an erster Stelle, noch vor Wirtschaft, Migration, Bildung und hohen Preisen. Aber keiner Partei traut die Mehrheit zu, diese Herausforderungen zu lösen. Die repräsentative Umfrage vom 07. bis 14. April 2026 mit 1.531 Befragten unterstreicht eine wachsende Distanz zur Politik.

Skepsis und Proteststimmung

In Kölner Straßen spiegelt sich der Frust wider: Alleinerziehende fühlen sich im Stich gelassen, Politiker gelten als fern vom Volk, Vorbilder fehlen. „Es tut sich halt nichts“, klagt eine Passantin. Politikwissenschaftler Norbert Kersting sieht darin Protest: Sinkendes Vertrauen treibt Wähler zu AfD. Schwarz-Grün behält die Mehrheit, doch CDU-Rückgang und sinkende Zufriedenheit (51% unzufrieden mit Regierung) drücken.

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Reaktionen der Parteien

CDU-Fraktionsvize Gregor Golland schiebt Verluste auf den Bund: „Auf Bundesebene passiert zu wenig, das drückt uns nach unten.“ NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst äußerte sich nicht zur Umfrage. Genauso wenig der Spitzenkandidat der NRW SPD, Jochen Ott. Die Sozialdemokraten fallen in ihrem ehemaligen Kernland auf 14 Prozent. Und nur acht Prozent kennen Jochen Ott.