Kammerjäger bekämpft unbeliebte NagerRattenplage im Vorgarten – Anwohner aus Mülheim an der Ruhr in Sorge

von Julian Schlauch und Martin Breunig

In Mülheim an der Ruhr kämpfen Mieter seit rund zwei Jahren gegen Ratten am Haus. Jetzt liegen Köder aus, aber die Tiere verschwinden immer noch nicht. Dazu kommt: Privatleute können bestimmte klassische Rattengifte nicht mehr einfach im Handel kaufen.

Tote Ratten liegen im Vorgarten

Es ist ekliger Alltag in einer Siedlung in Mülheim an der Ruhr: Tote Ratten liegen überall in den Vorgärten. Seit der Kammerjäger dort Fallen aufgestellt hat, geht es den Schädlingen an den Kragen. Bis vor wenigen Wochen sollen die Nager dort noch ungestört frei herumgelaufen sein.

Übertragung gefährlicher Krankheiten 

Wildlebende Ratten können gefährliche Krankheiten wie Salmonellen oder Typhus übertragen. Der Verkauf von klassischen Rattengiften ist seit einigen Wochen aus Umweltschutzgründen für Privatleute verboten. Allerdings dürfen noch vorhandene Reste bis zum Herbst diesen Jahres ausgelegt werden.

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Hausverwaltung soll lange nichts unternommen haben

Irgendwann wurde es den Anwohnern zu viel. Sie informierten die Stadt und die Hausverwaltung über die Rattenplage. Bisher sollen die Hilferufe ohne Ergebnis geblieben sein. Die Hausverwaltung habe wochenlang nichts unternommen. Bis vor wenigen Tagen endlich der Kammerjäger kam. Von der zuständigen Hausverwaltung wollte sich niemand uns gegenüber zur Rattenplage äußern. Die Stadt Mülheim teilt mit: „Es muss nun abgewartet werden, ob die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung ausreichend sind oder weitere Köderboxen (auch im öffentlichen Raum) aufgestellt werden müssen.“ Seit die Fallen in der Straße aufgestellt worden sind, ist es laut einer Anwohnerin deutlich besser geworden - auch wenn noch immer vereinzelt Ratten ihren Weg kreuzen.