Steuerelement macht ProblemeBahnübergang in Paderborn bis 2030 gesperrt

von Julian Schlauch

Ein Bahnübergang in Paderborn ist seit April 2025 dicht - zumindest für Autos, Laster und Motorräder. Grund für die Sperrung ist ein defektes Steuerelement zwischen Ampel und Bahnübergangsanlage. Die Deutsche Bahn hatte verkündet, dass das Ganze noch mehrere Jahre dauern könnte. Das sorgt für Ärger.

Technik ist veraltet

Der Übeltäter ist ein 40 Jahre altes Steuerelement. Über diese Technik ist die Bahnübergangsanlage mit der Ampel an der Kreuzung verbunden. An dieser Schnittstelle gab es im vergangenen Jahr einen Ausfall. Die Ampeln mussten deshalb weg. Neue passen aber nicht mit dem Steuerelement der Bahn zusammen. Daher bleibt der Übergang für den Verkehr dicht, obwohl die Schranken funktionieren. Das sogenannte Eisenbahnkreuzungsgesetz schreibt das so vor.

Hindernis für Feuerwehr

Die Sperrung durchtrennt den Stadtteil Schloß Neuhaus. 18.000 Menschen leben dort. Sie müssen jetzt auf zwei andere Bahnübergänge ausweichen, um mit dem Auto von A nach B zu kommen - oder eben ganz auf den Wagen verzichten. Voraussichtlich noch für mindestens drei Jahre. Auch die Feuerwehr muss sich auf längere Wege einstellen. Sie hat eine Wache ganz in der Nähe, die auch für andere Stadtteile von Paderborn zuständig ist.

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Bahn braucht Zeit

Die Deutsche Bahn begründet die Dauer der Sperrung mit den technischen Herausforderungen der Erneuerung einer Anlage. Außerdem müssten demnach noch vier weitere Anlagen mit erneuert werden. Bis dahin hatte sich die Stadt Paderborn mehrere Alternativen überlegt, zum Beispiel eine Einbahnregelung. Alle Ideen wurden aber vom Eisenbahnbundesamt abgelehnt.