Extremsport auf der Müngstener Brücke700 Stufen bei 36 Grad: Kletter-Challenge für den guten Zweck
107 Meter Höhe, 700 Stufen und Temperaturen von bis zu 36 Grad: Auf der Müngstener Brücke zwischen Remscheid und Solingen stellen sich acht Extremsportler einer besonderen Herausforderung. Zehn Stunden lang geht es immer wieder rauf und runter. Mit dabei ist Felix Zimmermann und ausgerechnet der hat Höhenangst. Doch für den guten Zweck will der 24-Jährige seine eigenen Grenzen überwinden.
Mit Höhenangst auf Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke
Seit rund 130 Jahren überspannt die Müngstener Brücke das Tal der Wupper. Der mehr als 100 Meter hohe Stahlkoloss fasziniert bis heute und wird für Felix Zimmermann jetzt zur ganz persönlichen Herausforderung. Der 24-jährige Immobilienmakler sucht regelmäßig nach neuen Möglichkeiten, Körper und Kopf an ihre Grenzen zu bringen. Diesmal ist vor allem die Höhe sein Gegner. Denn Zimmermann hat nach eigener Aussage Höhenangst. Genau deshalb reizt ihn die Aufgabe besonders: „Mich reizt das auch, gegen meinen Geist und meinen Körper zu kämpfen. Jetzt hier auf eine andere Art und Weise.“
700 Stufen – und dann wieder von vorne
Zimmermann ist einer von insgesamt acht Teilnehmern, die sich der Extrem-Challenge stellen. Rund zehn Stunden lang wollen sie durchhalten. Bis 22 Uhr geht es immer wieder die rund 700 Stufen der Brückenkonstruktion hinauf und anschließend zurück nach unten. Gesichert sind die Teilnehmer dabei durch ein Stahlseil. Eine zusätzliche Herausforderung ist das Wetter: Bei Temperaturen von bis zu 36 Grad verlangt jeder Durchgang den Sportlern einiges ab.
12.000 Euro für das Kinderhospiz Burgholz
Hinter der schweißtreibenden Aktion steckt ein ernstes Ziel. Die Teilnehmer wollen Spenden für das Kinderhospiz Burgholz in Wuppertal sammeln. Insgesamt sollen mindestens 12.000 Euro zusammenkommen. „An erster Stelle steht für uns der gute Zweck“, sagt Mitorganisatorin Janine Ballein. Gleichzeitig soll die spektakuläre Aktion auf das Bergische Land und die Region Wuppertal, Remscheid und Solingen aufmerksam machen. Die Müngstener Brücke soll dabei als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Region zusätzliche Strahlkraft entwickeln.
Schritt für Schritt gegen die Höhenangst
Felix Zimmermann schlägt sich trotz seiner Höhenangst wacker. Stufe für Stufe arbeitet er sich nach oben und das immer wieder aufs Neue. Für den 24-Jährigen zählt dabei besonders das Gefühl, eine scheinbar unüberwindbare Herausforderung geschafft zu haben. „Vor allem das Gefühl danach, wenn man seinen Körper an seine Grenzen gebracht hat, finde ich, ist eines der stärksten Gefühle, die ich verspüren kann“, sagt er. Viel Zeit, dieses Gefühl zu genießen, bleibt ihm allerdings nicht. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es direkt wieder auf die 700 Stufen. Bis zum Abend wollen Zimmermann und seine Mitstreiter durchhalten – trotz Hitze und Erschöpfung. Alles für das Kinderhospiz und die Botschaft: Das Bergische Land hält zusammen.

































