Schärfere Maßnahmen im SchienenverkehrAttacken auf Zug-Mitarbeiter - Sicherheitstraining für Bahnpersonal
Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar ist die Sicherheit in Zügen zu einem zentralen Thema geworden. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft setzt auf Trainings.
Selbstverteidigung im Ernstfall
Ein vermeintlicher Fahrgast greift das Personal an und rastet aus. Was in Essen Teil des Sicherheitstrainings ist, ist in den Zügen längst Alltag. Das Training wurde von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft organisiert. 35 Mitarbeiter waren am Dienstag (10.03.) freiwillig dabei. Drei Kampfkunsttrainer zeigen, wie sich die Bahnmitarbeiter im Ernstfall verteidigen können. Wenn Worte nicht mehr helfen.
Tödlicher Angriff bei Ticketkontrolle
Vergangenes Jahr gab es im Schienenverkehr neunmal so viele Belästigungen wie vor fünf Jahren und doppelt so viele Körperverletzungen. Anfang Februar schockte ein Fall aus Rheinland-Pfalz. Ein Fahrgast schlug bei einer Ticketkontrolle auf den Zugbegleiter Serkan Çalar ein. Der 36-Jährige starb. Aber die Nachfrage nach dem Sicherheitstraining sei nicht erst seitdem groß, betonen die Veranstalter.
Bodycams für mehr Sicherheit
Neben den Trainings sind die Mitarbeiter mit Bodycams ausgestattet, es gibt mehr Sicherheitspersonal und keine Pflicht mehr zur Ausweiskontrolle. Die Angst beim Zug-Personal soll dadurch weniger werden, aber ganz aussteigen wird sie wohl nie.

































