Bad Iburg hatte sein marodes Freibad schon aufgegebenEhrenamtliche Helfer retten ihren Lieblingsort

Damit ihr Freibad nicht baden geht!
Mehr als zweieinhalb Jahre war das Freibad in Bad Iburg geschlossen. Der Stadt fehlte das nötige Geld, um das marode Bad zu sanieren. Doch damit wollten sich die Bad Iburger nicht abfinden und packen kurzerhand selbst an.
Mit Freude und Herzblut zum Ziel
Nach langer Trockenzeit ist das Schwimmbad in Bad Iburg endlich wieder mit Wasser und vor allem mit Leben gefüllt. Monatelang haben Ehrenamtliche gewerkelt und geschrubbt, um dem alten Freibad neuen Glanz zu verleihen und der Stadt einen wichtigen Treffpunkt zurückzugeben.
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„Ich finde es großartig, dass die Kinder endlich wieder einen Anlaufpunkt haben, wo sie sich einfach nachmittags treffen können mit ihren Freunden und großwerden können”, erzählt die ehrenamtliche Helferin Constanze Escher im Gespräch mit RTL. Sie arbeitet im Kiosk des Schwimmbads. „Es sind einfach alle mit ganz viel Freude und Herzblut dabei”, führt Escher weiter aus. Genau das war auch nötig, denn zweieinhalb Jahre lang ist in dem 100 Jahre alten Schwimmbad nichts passiert.
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Ein Freibad schafft Erinnerungen
2024 musste das Freibad schließen, weil die Stadt die Sanierung nicht finanzieren konnte. Ein Problem, das viele Kommunen kennen. Oft fehlt das Geld, um wichtige Orte für Gemeinschaft und Freizeit zu erhalten. Doch den Bad Iburgern bedeutet ihr Freibad mehr. „Da habe ich mir das angeguckt und habe festgestellt, so marode ist es gar nicht. Man kann das [...] mit ein bisschen Liebe auch wieder zum Leben erwecken”, erzählt Christian Czychowski.
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Gesagt, getan: Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen gründet der 65-Jährige einen Förderverein, der die Sanierung stemmt und den Betrieb heute organisiert. 140 Ehrenamtliche, vom Handwerker bis zur Hausfrau, investierten jede freie Minute. Finanziert wird das Projekt durch Spenden, Sponsoren und Zuschüsse der Stadt. „Als es dann so weit war, dass der Förderverein sich gegründet hatte und das alles in trockenen Tüchern war, da habe ich gesagt so, jetzt musst du mal was für dein Bad Iburg tun”, erinnert sich Thomas Gode, einer der Ehrenamtlichen, zurück.
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Der 71-Jährige kümmert sich um die Grünanlagen und hat eine ganz persönliche Verbindung zu dem Freibad: „Als Kind war ich schon hier. Meine Eltern hatten den Kiosk schon früher gehabt und ich habe hier schwimmen gelernt.” Dank den mehr als 140 ehrenamtlichen Helfern können auch in diesem Jahr wieder Kinder im heimischen Freibad schwimmen lernen.




