Erstmals in Niedersachsen entdecktDieser Fund in der Regentonne alarmierte die Behörden

Jetzt ist sie da!
Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt meldet die erste nachgewiesene Brutstätte der Asiatischen Tigermücke in Niedersachsen, gefunden wurde sie in einer Regentonne. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht aktuell keine erhöhte gesundheitliche Gefahr, dennoch rufen Behörden zu Vorsicht und aktiver Mithilfe auf.
Was die Tigermücke so gefährlich macht
Die Asiatische Tigermücke kann Erreger wie Dengue- oder Gelbfieber übertragen, heißt es vom Landesgesundheitsamt. Bisher seien die in Deutschland gefundenen Tiere nicht mit solchen Krankheitserregern infiziert. Problematisch sei aber, dass Reiserückkehrer mit entsprechenden Viren nach Deutschland kommen können. Infizierte Menschen könnten dann von Tigermücken gestochen werden, die das Virus weiterverbreiten, weshalb Expertinnen davon ausgehen, dass infizierte Mücken nur eine Frage der Zeit sein könnten. Rund um den Fundort in Hannover wurden Mückenfallen aufgestellt, Nachbarn informiert und gebeten, mögliche weitere Brutstätten zu melden. Die Brutstätte wurde durch eine Bürgerin entdeckt, die ein Foto an das Landesamt schickte.

So verhindert ihr eine Ausbreitung der Mücke
Regentonnen, Vogeltränken und andere stehende Wasserstellen mindestens einmal pro Woche reinigen. Kleine Wasseransammlungen beseitigen oder abdecken, da Tigermücken bereits in sehr kleinen Mengen Wasser Eier ablegen.
Beobachtungen melden, wenn ihr Tigermücken oder ungewöhnlich viele kleine Mücken seht: Fotos helfen den Behörden bei der Identifikation.
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Wie die Mücke nach Deutschland kommt
Die Art stammt ursprünglich aus Südostasien und gelangte vermutlich durch Warentransporte oder mit Reisenden nach Deutschland. Zwar ist sie hier nicht heimisch, kann sich aber aufgrund klimatischer Veränderungen besser ausbreiten. Die Tigermücke ist klein und hat schwarz-weiße Streifen an den Beinen. Sie wird oft mit der größeren, braun-weiß geringelten Ringelmücke verwechselt, das Streifenmuster ist nur aus der Nähe gut zu sehen. Das Landesamt beschreibt die Art als sehr lästig und beißfreudig. (dst)
Verwendete Quellen: dpa

































