Milliardenaufträge für TKMSDer Norden profitiert von größten Aufträgen aller Zeiten
Zweiter Megadeal für norddeutschen U-Boot-Bauer!
Nach dem größten Rüstungsauftrag in der Geschichte von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) aus Kanada für zwölf U-Boote beschließt der Bund am Mittwoch (8. Juli) gleich den nächsten Großauftrag für den Kieler Schiffsbauer. Allein für den Bau der kanadischen Flotte soll das Auftragsvolumen Medienberichten zufolge bei umgerechnet rund 62 Milliarden Euro liegen. Profiteur: die norddeutsche Wirtschaft.
TKMS zieht nächsten großen Fisch an Land
Für die deutsche Marine soll TKMS vier Fregatten des Typs Meko A-200 DEU bauen. Die Aufrüstung der Flotte soll der Marine helfen, ihren Aufgaben, wie der U‑Boot‑Jagd, in Zukunft besser nachgehen zu können. So soll sie ein noch verlässlicherer Nato-Partner werden. Die vier Schiffe sollen den Bund rund 6,3 Milliarden Euro kosten und möglicherweise sollen sogar noch vier weitere folgen.

Zwölf U-Boote für Nato-Partner
Zuvor war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Kieler Marineschiffbauer und dem südkoreanischen Unternehmen Hanwha Ocean um den milliardenschweren Auftrag aus Kanada. Zwölf deutsch-norwegische U-Boote vom Typ 212CD soll TKMS jetzt für die Kanadier bauen. Das erste soll bereits 2033 ausgeliefert werden. Von dem Deal profitiere nicht nur TKMS, sondern auch die Nato, findet Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): „Das ist ein starkes Signal für die gemeinsame Verantwortung im Nordatlantik”, und auch Norddeutschland komme gut dabei weg; der Auftrag sei „ein großes Vertrauensvotum in die Leistungsfähigkeit unserer maritimen Industrie”, so der Regierungschef.
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Die norddeutsche Wirtschaft profitiert
„Man sieht, dass hiermit die weltbesten nichtatomaren U-Boote sich durchsetzen“, stimmt Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) dem Ministerpräsidenten bei der Deutschen Presse-Agentur zu. Und auch die Wirtschaft jubelt: „Bei TKMS (...) können damit zukunftssicher Hightech-Arbeitsplätze für das kommende Jahrzehnt vorgehalten und weiter ausgebaut werden“, schreibt der Verband für Schiffbau und Meerestechnik in einer Pressemitteilung. Daniel Günther fasst zusammen: „Gut für TKMS, gut für Schleswig-Holstein und Deutschland und gut für die transatlantische Partnerschaft.”
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Kurse von Wettbewerbern sinken drastisch
Während der Norden jubelt, sitzt in Südkorea die Enttäuschung tief. Der Aktienkurs des Mitkonkurrenten Hanwha Ocean bricht nach der Bekanntgabe des Zuschlags um fast 24 Prozent ein. Zwar können sich die Südkoreaner keine allzu großen Hoffnungen mehr machen, doch noch ein Stück vom Kuchen zu bekommen; ganz in trockenen Tüchern ist der Deal aber noch nicht. Sollten Detailfragen zur Lieferung zwischen Kanada und TKMS bis Ende des Jahres scheitern, bliebe den Südkoreanern noch eine kleine Chance, doch noch beim Bau mitzumischen. (dst)
Verwendete Quellen: dpa, Staatskanzlei Schleswig-Holstein, Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V.








