Mitarbeiterin tanzend in BikiniDeepfake-Video geteilt? CDU-Fraktion Niedersachsen von schweren Vorwürfen getroffen

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Ein mutmaßlich KI-generiertes Video zeigt eine tanzende Frau im Bikini. Sie soll eine hohe Ähnlichkeit mit einer Mitarbeiterin haben. In einer privaten Chatgruppe mit Bezug zur niedersächsischen CDU-Fraktion soll dieser Clip geteilt worden sein. Wie reagiert die Fraktion auf die Vorwürfe?
CDU will keine Toleranz bei Frauenfeindlichkeit
Erst vor sechs Tagen postet die CDU Niedersachsen in den sozialen Medien ein klares Statement gegen digitale Gewalt und gegen sogenannte Deepfakes. Auf dem Bild zu sehen ist die parlamentarische Geschäftsführerin der Partei, Carina Hermann. In ihren Händen hält sie ein Schild auf dem steht: „Digitale Gewalt ist echte Gewalt. Deepfakes zerstören Leben. Keine Anonymität für Täter.” Doch jetzt holt die CDU das Thema selbst ein.
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Am Mittwoch (01. April) gibt es plötzlich Vorwürfe gegen die CDU-Fraktion in Niedersachsen. Es geht um ein mutmaßliches Deepfake-Video mit sexualisiertem Inhalt. Laut der Staatsanwaltschaft Hannover soll das kurze Video eine tanzende Frau im Bikini zeigen, die eine hohe Ähnlichkeit mit einer Mitarbeiterin der Fraktion hat. Das Video soll in einer WhatsApp-Chatgruppe im Januar geteilt worden sein. Ein Mitarbeiter, der das Video veröffentlicht haben soll, wollte nach Angaben der Staatsanwaltschaft darauf hinweisen, welche Gefahren durch IT-Manipulationen bestehen. Das Video soll zwischenzeitlich gelöscht worden sein. Nach eigenen Angaben hat die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag die Staatsanwaltschaft selbst eingeschaltet. Man habe die Behörde in Hannover über den Sachverhalt informiert und sämtliche Unterlagen übergeben, teilte die Fraktion mit.
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Keine weitere Stellungnahmen der CDU-Fraktion
„Anders als noch vor sechs Tagen scheut die Partei nun die Öffentlichkeit. Alle Interviewanfragen wurden mit Verweis auf das laufende Verfahren abgelehnt”, schätzt RTL Nord-Landespolitik-Experte Alexander Gurgel die Situation ein. Fraktionschef der CDU Niedersachsen, Sebastian Lechner, kündigt eine umfassende Aufklärung an: „Alles muss transparent und lückenlos aufgeklärt werden.” Bei frauenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen gäbe es laut Lechner in der CDU null Toleranz. Die Fraktion nehme die Angelegenheit sehr ernst.

Der Fraktionschef kündigt außerdem an, mit externer Unterstützung Maßnahmen zur Verbesserung interner Strukturen zu erarbeiten. Ziel sei es, Sexismus besser zu verhindern und Betroffene sexualisierter Gewalt zu unterstützen. Die CDU-Fraktion Niedersachsen betont aber auch, es gelte die Unschuldsvermutung. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte werde es deshalb vorerst keine weiteren Stellungnahmen geben.
Verwendete Quellen: dpa, CDU Niedersachsen, Staatsanwaltschaft Hannover



