Winterzeit ist WanzenzeitAchtung, jetzt wird’s stinkig! Diese fiesen Krabbeltiere dringen jetzt in unsere Wohnungen ein

Wenn es draußen kalt ist, krabbeln sie rein!
Sobald es im Herbst und Winter kälter wird, machen sich Stinkwanzen auf Wohnungssuche. Durch offene Fenster und kleine Spalten krabbeln sie plötzlich ins Haus. Gefährlich sind die Insekten zwar nicht – doch ihren üblen Geruch tragen sie völlig zu Recht im Namen.
Wanzenalarm! Jetzt wird es kritisch
Am Waldrand, in Wiesen oder Gärten sitzen Stinkwanzen im Sommer am liebsten. Die Krabbler können mehrere Zentimeter groß werden und kommen verschiedenen Formen und Farben vor. Rund 900 Wanzenarten sind in Deutschland heimisch und ihre Zahl steigt. Warme und trockene Sommer finden die Insekten besonders gut – ideale Bedingungen für die Tiere, um sich zu vermehren.
Stinkwanzen kommen das ganze Jahr vor. Wenn es im Herbst zunehmend kalt und nass wird, beziehen sie ihr Winterquartier und belagern gerne Wohnungen und Häuser. Sobald die Außentemperatur unter zehn Grad sind, wird es für die Wanzen kritisch. „Es ist ein natürliches Phänomen, dass die Tiere ab Herbst in warmen Wohnung einen Unterschlupf suchen”, erklärt Ilka Bodmann vom Nabu Hamburg auf Nachfrage von RTL.
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Mit diesen Tipps bleiben die fiesen Stinker draußen
Bloß nicht töten – sonst stinkt’s zum Himmel!
Die Stinkwanze sei völlig harmlos für die Gesundheit. Auch in der Wohnung richte sie keine Schäden an. Wer bei sich eine Stinkwanze entdeckt, muss nicht von einer ganzen Plage ausgehen. Die Expertin gibt Entwarnung: Die Insekten vermehren sich nur im Sommer. „Es gibt nur eine Generation pro Jahr”, erklärt Bodemann. „Im Juni werden die Eier an die Unterseite von Laubblättern abgelegt. Die Jungwanzen wachsen im Laufe des Sommers auf.”
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Damit die Krabbeltiere draußen bleiben, empfiehlt Bodmann, ein Fliegengitter vor dem Fenster anzubringen. Sind die Wanzen erst einmal in der Wohnung, sollte man mit ihnen umgehen wie mit anderen Insekten und Spinnen auch, erklärt sie weiter: „Die Wanze am besten vorsichtig fangen oder mit einem weichen Handbesen zusammenkehren und ins Freie bringen.”
Das sei besonders bei Stinkwanzen geraten, denn zerdrückt man sie, machen sie ihrem Namen alle Ehre. Fühlen sich die Wanzen bedroht, sondern sie ein übel riechendes Sekret ab.
Nabu appelliert: Wanzen sind aber wichtig!
Dass sich manche Menschen vor Wanzen ekeln, kann Ilka Bodmann verstehen. Dennoch seien sie wertvoll und wichtig für unser Ökosystem. Damit die kleinen Stinker im Garten überwintern können, lohnt es sich, genügend geschützte Verstecke anzubieten. Dafür eignen sich Brombeeren, Brennnesseln oder auch Laubbäume. Das Haus als Winterquartier lässt sich so vermeiden. Ein Gewinn für Mensch und Wanze!
































