Sogar Schnee ist möglichTschüss, Frühling! Winter feiert deutschlandweit sein Comeback

Wolken
Über unseren Köpfen braut sich in den nächsten Tagen etwas zusammen (Symbolbild)
Arne Dedert/dpa
von Carlo Pfaff und Lea Haberbosch

Dabei war’s doch gerade erst sooo schön!
Fast hatten wir uns schon dran gewöhnt, endlich in dünner Jacke zur Eisdiele zu radeln. Milde Temperaturen, viel Sonnenschein – das tut auch der Seele nach dem langen Winter richtig gut. Doch für Mittwoch (25. März) sagen Meteorologen eine markante Umstellung der Wetterlage voraus: Feuchte Polarluft bringt Deutschland den Spätwinter zurück.

Mittwoch kehrt der Winter in Deutschland zurück

Am Dienstag (24. März) ist es in weiten Teilen Deutschlands noch einmal frühlingshaft mild, das solltet ihr so gut wie möglich genießen. Denn der Hochdruckeinfluss wird sich abschwächen. Tief LIVIA über dem Nordatlantik schickt dichte Wolken zu uns. Im Norden werden die Wolkenfelder bereits am Morgen dichter und am Nachmittag fällt an der Nordsee auch etwas Regen. Die Mitte Deutschlands startet recht freundlich in den Dienstag, aber später gibt es auch hier dichtere Wolken. Nach Frühling sieht’s dagegen erst einmal im Süden aus: Es bleibt lange sonnig, auch wenn die Schleierwolken allmählich zahlreicher werden.

Die Temperaturen sind am Dienstag weitgehend angenehm: Sie erreichen 14 bis 19 Grad, im Bergland und an den Küsten immer noch für März akzeptable 10 bis 13 Grad. Im Norden und Westen solltet ihr eure Jacken aber griffbereit haben, denn im Tagesverlauf frischt der Südwestwind kräftig auf.

In der Nacht zu Mittwoch (25. März) geht’s dann los mit dem Wintercomeback. Erst ist es nur wechselnd bewölkt und in Küstennähe gibt es etwas Regen. Aber dann erreicht gegen Morgen eine erste Kaltfront den Nordwesten unseres Landes. Die Tiefstwerte liegen bei 4 bis 9 Grad, südlich der Donau ist stellenweise leichter Frost möglich. Dazu weht ein starker, in Böen an der Nordsee und auf den Bergen sogar stürmischer Wind. Und zu allem Ungemach wird es kräftige Schauer geben, örtlich sogar Gewitter. Ungemütlicher kann ein Tag kaum beginnen.

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Schneefall an den Alpen

Kleine Ausnahme: Die Bewohner des bayerischen Südostens haben am Mittwoch (25. März) zunächst gut lachen. Hier ist es ein wenig länger freundlich und trocken bei Temperaturen bis 16 Grad. Der Rest Deutschlands erlebt starke Bewölkung, zwischenzeitlich kämpft sich die Sonne mal durch. Überall muss mit teils kräftigen Schauern gerechnet werden, im Westen sind sogar Graupelgewitter möglich. Die Höchstwerte liegen dabei bei 8 bis 12 Grad, dazu pfeift uns starker bis stürmischer Wind aus West bis Nordwest um die Ohren. Im Bergland sowie an der Nordsee werden Sturmböen erwartet und die Schneefallgrenze im Westen sinkt bis gegen 500 Meter. Willkommen zurück, lieber Winter, du hättest ruhig bis Ende des Jahres pausieren dürfen.

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Am Donnerstag (26. März) erwarten uns wieder Wind und viele Regenschauer, bis in die tiefen Lagen ist sogar Schnee möglich. An den Alpen sagen Meteorologen anhaltenden Schneefall bis in die Täler vorher, die Höchstwerte liegen hier bei 1 Grad. Das ist aber auch der Tiefpunkt, ansonsten werden wir 5 bis 9 Grad bekommen. Am freundlichsten wird es Richtung Ostsee mit kurzen Auflockerungen.

Die Alpen dürfen sich am Freitag (27. März) auf weiteren Schneefall freuen: Bis zum Abend werden 20 bis 30 Zentimeter, örtlich sogar 40 Zentimeter liegen. Die Temperaturen hier liegen bei 2 Grad. In allen anderen Teilen Deutschlands liegen die Höchstwerte bei 5 bis 10 Grad, dazu ist es freundlich und meist trocken. Nur im äußersten Nordwesten wird es mehr Wolken geben, etwas Regen ist auch möglich.

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Wochenendwetter wird nicht besser

Wenn es nach drei Tagen Winter-Comeback wenigstens am Wochenende wieder besser werden würde! Aber nein, auch dann ist das Wetter weiter unbeständig und nur einen Hauch milder mit 6 bis 12 Grad. Im Bergland sogar nur um 3 Grad. Und zusätzlich zu all dem Wetter-Leid wird uns in der Nacht von Samstag (28. März) auf Sonntag (29. März) dank Zeitumstellung noch eine Stunde Schlaf „geklaut”.

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Einziges Trostpflaster: Wir leiden nicht allein. Auch in beliebten Urlaubsregionen macht das Wetter Touristen und Einwohnern einen Strich durch die Frühlingsrechnung. Die Kanaren zum Beispiel liegen ebenfalls unter Tiefdruckeinfluss, hier gibt es teils kräftige Schauer und Gewitter. Auch in Italien und Kroatien rechnen die Wetterexperten mit Regen und Gewittern, markante Abkühlung inklusive. Bleibt uns also nur zu hoffen, dass der Winter lediglich auf Stippvisite ist.

Verwendete Quellen: RTL-eigene Recherche