Das steckt hinter dem Phänomen Blue Monday heute! Warum der 19. Januar der „traurigste Tag des Jahres“ ist

von Vanessa Fritz und Sina Schlink

Zückt schon mal die Taschentücher – ihr könnt sie heute gut gebrauchen!
Zumindest dann, wenn ihr zu den Menschen zählt, die an den Mythos des Blue Monday glauben. Dieser bezeichnet angeblich den dritten Montag des Jahres als traurigsten Tag überhaupt – in diesem Jahr fällt er auf den 19. Januar. Doch woher stammt diese Annahme eigentlich, und was steckt wirklich dahinter? Wir bringen Licht ins Dunkel.

In diesem Jahr ist der Blue Monday der 19. Januar

Weihnachten und Silvester sind lange vorbei, Weihnachtsbäume säumen traurig den Straßenrand und wir stecken schon wieder mittendrin im Alltagsstress: Nach drei Wochen im neuen Jahr holt uns die Winter-Tristesse offenbar auf einen Schlag knallhart ein, dazu kommen weitere Faktoren, die angeblich sogar berechnet werden können. Daraus ergibt sich dann der traurigste Tag des Jahres, der sogenannte Blue Monday, der immer auf den dritten Montag im Januar fällt. Hintergrund: Blue ist nicht nur das englische Wort für die Farbe Blau, sondern bedeutet auch traurig oder deprimiert. 2025 fällt der Blue Monday demnach auf den 20. Januar.

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Der Mythos des Blue Monday geht auf eine Berechnung eines britischen Psychologen zurück

Aber was macht den Blue Monday denn wirklich zum angeblich traurigsten Tag? Laut dem britischen Psychologen Cliff Arnall sind das gleich mehrere Faktoren, anhand derer er den Tag berechnet haben will. Dazu gehört das Wetter, das im Januar meist düster ist, außerdem spielt Geld eine Rolle: Anfang des Jahres stehen oft Rechnungen an, das Januar-Gehalt ist aber womöglich noch gar nicht auf dem Konto.

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Die Weihnachtszeit ist vorbei, Neujahrsvorsätze oft schon über den Haufen geworfen und besonders aktiv oder motiviert sind wir auch nicht. Zusammengerechnet ergibt das den traurigsten Tag des Jahres. Fühlt ihr nicht? Kann gut sein! Experten stellen die Theorie immer wieder in Frage, sagen: Alles nur ein Mythos!

Blue Monday? Experten erklären schlechte Laune im Januar anders

Dennoch: An der Tatsache, dass viele Menschen zu Jahresbeginn niedergeschlagen sind, ist offenbar tatsächlich etwas dran. Prof. Dr. Claas-Hinrich Lammers, Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll in Hamburg zu RTL: „Im Januar ist man eher manchmal so ein bisschen antriebsarm, niedergestimmt. Das ist bei den meisten Menschen ein ganz normales Phänomen.“

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Die Erklärung dafür sei aber keine dubiose Berechnung, sondern so einfach wie logisch: Lichtmangel. „Das kennen wir alle: Im Sommer, wenn die Sonne länger scheint – da sind wir viel mehr draußen. Und viel Licht hebt einfach die Stimmung. Das hat was mit Melatonin zu tun. Das ist ein Hormon im Gehirn. Das Problem ist: Im Winter bleiben wir ganz häufig drinnen, weil wir sagen: Draußen ist es kalt, ungemütlich. Wissenschaftlich gesehen ist genügend Sonne draußen, um die Stimmung zu heben.“ Heißt: Warm einpacken und raus an die frische Luft!

Hat euch der Neujahrsblues auch erwischt?

Das hilft gegen den Neujahrs-Blues

Wenn das nicht reicht, den Neujahrs-Blues loszuwerden, helfen vielleicht diese Tipps vom Profi. Der wichtigste: mehr für sich selbst tun. „Sich mit all seinen Träumen und Zielen beschäftigen. Oder ein Dankbarkeitstagebuch schreiben, jeden Tag aufschreiben: Wofür bin ich wertvoll, wofür bin ich dankbar? Die Glücksmomente bewusst wahrnehmen. Und jeden Tag Ziele und Wünsche aufschreiben, was man heute erleben möchte“, rät Motivationscoach Kathrin Schumann.

So klappt’s dann nicht nur am Blue Monday, sondern hoffentlich das ganze Jahr über mit der guten Laune.