Beef um vermeintlichen NamensklauDavid gegen Goliath! Bielefelder Dönermann legt sich mit Fast-Food-Giganten an
Alles nur geklaut?
Sergen Kolcu ist sauer. Seit fast zehn Jahren betreibt der Bielefelder seinen Dönerladen Krispy Kebab. Mittlerweile mit 17 Filialen. Doch ausgerechnet ein amerikanischer Fast-Food-Riese hat jetzt eine eigene Döner-Variante auf den Markt gebracht – und benutzt dafür den gleichen Namen!
Hat der Fast-Food-Riese den Namen geklaut?
Ein Döner mit paniertem Hühnchen statt Dönerfleisch. Krispy Kebab soll das neue Produkt der amerikanischen Fast-Food-Kette KFC heißen. Sergen Kolcu habe seinen Ohren kaum trauen können, als er das erste Mal davon erfährt. Denn genau diesen Markennamen hat sich die ostwestfälische Dönerkette in Deutschland schützen lassen. Seit rund zehn Jahren ist der Laden Krispy Kebab dort eine Institution.
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Der vermeintliche Namensklau kommt gar nicht gut an. „Da habe ich mich echt geärgert drüber”, erklärt Kolcu im Interview mit RTL. „Viele haben sich ein bisschen irritiert gefühlt. Die haben gesagt: Ey, ist das jetzt eine Kooperation mit KFC und Krispy? Gehört das zusammen?“

Kein Beef? Unternehmen treffen sich zur Klärung
Abgesprochen sei zwischen seinem Laden und dem Chicken-Giganten nichts, sagt der 29-Jährige weiter. Ein Interview mit RTL sagt das amerikanische Unternehmen ab und teilt in einer schriftlichen Stellungnahme mit: „Wir wollen keinen Beef. Unser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken.” Man stehe im Austausch mit dem Bielefelder Dönermann.
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Klar ist: Rechtlich gelten für beide Unternehmen die gleichen Regeln, erklärt ein Rechtsexperte RTL. Auch ein großes Unternehmen dürfe ein kleineres markenrechtlich nicht einfach schlucken. Mittlerweile hat er einen Anwalt eingeschaltet. Mit KFC soll es ein Treffen geben. Dann wird sich zeigen, ob der US-Gigant gegrillt wird oder es noch eine Einigung gibt.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































