Blut-Tat in WienUnbekannte erschießen süßes Antilopen-Baby im Zoo

Wer macht denn sowas?
Entsetzen im Tiergarten Schönbrunn in Wien: Ein Jungtier der seltenen Hirschziegenantilopen ist tot – offenbar böswillig und absichtlich im Gehege erschossen. Nach dem schrecklichen Fund laufen die Ermittlungen. Und sie bringen erste Erkenntnisse ans Licht.
Mit Nachtsichtgerät von außerhalb des Geheges geschossen?
Eine Tierpflegerin des Tiergartens Schönbrunn macht mehreren Medienberichten zufolge am frühen Sonntagmorgen die grausame Entdeckung: Sie stößt auf den Kadaver des Jungtieres und kann sich zunächst keinen Reim darauf machen, was genau passiert ist. Ein Tierarzt des Zoos führt im Anschluss eine Obduktion durch – und die liefert die Todesursache!
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Das Tier ist demnach durch einen Schuss gestorben. Das bestätigt auch die Polizei. „Es gibt eine Aus- und Eintrittswunde. Das heißt, es ist schon davon auszugehen, dass hier ein Projektil verschossen wurde“, sagt ein Sprecher zum Österreichischen Rundfunk (ORF). Der mutmaßliche Tatzeitpunkt: 3 Uhr nachts, als der Zoo für Besucher geschlossen war. Welche Waffe benutzt wurde, ist unklar. Ein Projektil wurde bislang nicht gefunden.

Der Schuss soll jedoch von außerhalb des Geheges abgegeben worden sein. Das legen erste Ermittlungsergebnisse nahe, wie die Kronen Zeitung berichtet. Der Zoo gehe davon aus, dass der Täter ein Nachtsichtgerät bei sich hatte. Zudem erklärt er, dass sich das Antilopen-Gehege in Richtung Ausgang befinde und man dort von Außen gut hineinschauen könne.
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Baby-Antilope erschossen – Zoo in Wien verstärkt Sicherheitsmaßnahmen!
Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen und sucht nun fieberhaft nach dem Täter oder den Tätern. Dazu werden unter anderem auch Videoüberwachungskameras des Tiergartens ausgewertet. Der Verdacht: Tierquälerei. Das Landeskriminalamt Wien, spezialisiert auf Umweltdelikte, hat den Fall übernommen.
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Der Zoo hat offiziell Anzeige erstattet – und schon reagiert. Die Sicherheitsmaßnahmen sind deutlich erhöht: Unter anderem sind die Nachtdienste aufgestockt und mit externer Security verstärkt, wie die Kronen Zeitung berichtet. „Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut, dahingehend tun wir alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten“, sagt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.
Verwendete Quellen: ORF, Kronen Zeitung


