Vierfach-Mord an Universität in IdahoVerurteilter Mörder Bryan Kohberger will sein Geständnis zurückziehen

Viermal lebenslänglich für vier Morde!
Erst ein Jahr liegt seine Verurteilung zurück. Nach den brutalen Morden an vier Studenten aus Idaho hatte sich der ehemalige Doktorand Bryan Kohberger schuldig bekannt. Aus dem Gefängnis versucht er jetzt, sein Geständnis zurückzuziehen.
Kohberger umgeht mit Geständnis Todesstrafe
Sein Geständnis habe auf „falschen Versprechen und eklatanten Falschinformationen“ beruht, erklärte Bryan Kohberger in einer Stellungnahme an die New York Times aus dem Gefängnis. Deshalb habe er einen Antrag zur Wiedereröffnung des Verfahrens eingereicht.
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Mit der Stellungnahme an die New York Times äußert sich der verurteilte Mörder erstmals seit 2022 außerhalb eines Gerichtssaals zu dem Fall. Der ehemalige Kriminologie-Student hatte sich vor Beginn des Prozesses gegen ihn im vergangenen Juli der Morde an vier Studenten schuldig bekannt. Damit akzeptierte Kohberger einen Vergleich, um die Todesstrafe zu umgehen. Stattdessen wurde er zu vier lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
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Fall der „Idaho Vier”
In den frühen Morgenstunden des 13. November 2022 soll Kohberger die Studentinnen Madison Mogen (21), Kaylee Goncalves (21), Xana Kernodle (20) und den Studenten Ethan Chapin (20) im Schlaf in ihrem Haus erstochen haben. Der einstige Doktorand wird einen Monat später festgenommen. Die Polizei identifiziert ihn damals anhand von DNA-Spuren, die an einer Messerscheide im Haus der Opfer festgestellt werden konnten.

Nach seiner Verhaftung gab Bryan Kohberger bei der Polizei ein Alibi an: Er sei in der Nacht der Morde „wandern und joggen und/oder den Mond und die Sterne anschauen“ gegangen. Im Rahmen eines Strafvergleichs verzichtet er dann jedoch mit einem Schuldgeständnis im vergangenen Jahr auf einen Prozess sowie das Recht auf Berufung.
Neue Doku erzählt Kohbergers Fall nach
Seit einem Jahr ist der junge Mann als verurteilter Mörder in einem Hochsicherheitsgefängnis in Idaho untergebracht, wie People Magazin berichtet. Mit dem Antrag auf Aufhebung seines Schuldgeständnisses versucht Kohberger jetzt, ein neues Verfahren zu erzielen. Wie People berichtet, behauptet Kohberger in dem Antrag, seine Anwälte hätten ihm Beweismittel vorenthalten und falsche Versprechungen gemacht, um ihn zu einem Geständnis zu bewegen.
Kohbergers Antrag und seine Stellungnahme erscheinen fast gleichzeitig mit einer neuen Netflix-Dokumentation, die seinen Fall in drei Teilen erzählt.
Verwendete Quellen: dpa, People Magazin


