Unheimliche Warnung„Ich suche dich“ – Gruselclown (15) soll Mann erstochen haben

Geht es noch verrückter?
Eine Ring-Kamera filmt einen Teenager im Gruselclown-Kostüm, der mitten in der Nacht eine verstörende Warnung flüstert. Weniger als eine Stunde später wird nur drei Blocks entfernt der 78-jährige John Wesley Allen Sr. tot gefunden. Die Polizei spricht von einem offenbar willkürlichen Angriff.
Teenager verkleidet sich als Gruselclown und ersticht einen Mann - vorher flüstert er noch eine unheimliche Warnung
Es wirkt wie eine Szene aus einem Horrorfilm. Eine Gestalt in einem schwarz-roten Clownskostüm nähert sich nachts einer Überwachungskamera, schaut direkt hinein und flüstert: „Ich suche dich.“ Nach Angaben der Polizei soll hinter der Verkleidung ein 15-Jähriger gesteckt haben. Der Teenager steht unter Verdacht, wenig später in East St. Louis im US-Bundesstaat Illinois einen 78 Jahre alten Mann erstochen zu haben.
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Wie CNN berichtet, rückte die Polizei am Montag gegen 22 Uhr aus, nachdem eine Leiche auf einer Fahrbahn gemeldet worden war. Der Gerichtsmediziner von St. Clair County identifizierte den Toten als John Wesley Allen Sr. Er war mehrfach mit einem Messer verletzt worden.
Gruselclown soll sein Opfer an Bushaltestelle angegriffen haben
Nach Angaben der Staatspolizei wartete Allen an einer Bushaltestelle, als der Jugendliche ihn attackiert haben soll. Die Ermittler sprechen laut CNN von einer offenbar willkürlichen Tat. Hinweise darauf, dass sich der 15-Jährige und der Rentner kannten, gibt es bisher wohl nicht. Die Aufnahmen der Tür-Kamera entstanden nur rund drei Blocks vom späteren Tatort entfernt.
Anwohner berichteten zudem, dass in jener Nacht jemand zwischen Häusern unterwegs gewesen sei, durch Fenster geschaut und ein großes Messer getragen habe. Die Polizei prüft entsprechende Aufnahmen und sammelt weiteres Videomaterial.
„Ich glaube, er wird alle im Haus umbringen“
Lee Palmer, dessen Mutter die Tür-Aufnahmen gemacht hatte, schildert gegenüber dem CNN-Partner KSDK News seine Angst. „Ich glaube, er wird alle im Haus umbringen, so wie er gekommen ist“, sagt er. Er sei erleichtert, dass seine ältere Mutter, die allein lebt, ihre Tür nicht geöffnet habe.
Die Polizei identifizierte schließlich einen 15-Jährigen und nahm ihn noch am späten Montagabend in einem Haus fest. Dem Jugendlichen wird Mord ersten Grades vorgeworfen.
Familie trauert um Marineveteranen John Wesley Allen Sr.
Für Allens Familie bleibt vor allem die Frage nach dem Warum. Der 78-Jährige war nach Angaben seiner Angehörigen Marineveteran und hatte mehr als 35 Jahre als Busfahrer gearbeitet. In seiner Familie wurde der jüngste von sechs Geschwistern liebevoll „Baby Boy“ genannt. Seine Angehörigen beschreiben ihn als gläubigen Mann, der sich gern um andere kümmerte.
Am Tag seines Todes hatte Allen laut seiner Schwester zunächst einen Kontrolltermin in einem Krankenhaus für Veteranen wahrgenommen. Anschließend wollte er sie besuchen. Ihre Wohnung befindet sich in der Nähe jener Bushaltestelle, an der er angegriffen worden sein soll. Identifiziert wurde Allen nach Angaben seiner Familie auch mithilfe des Krankenhausarmbands, das er noch trug.
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„Er war der beste Bruder, den uns jemand genommen hat“, sagt seine Schwester Marie Stanford unter Tränen zu KSDK News. Seine Nichte Tenia Stanford nennt ihn einen „unglaublichen Mann“, den man jederzeit habe anrufen können. Während die Angehörigen nun seine Beerdigung vorbereiten, suchen sie nach einer Erklärung für die Gewalttat. „Ich frage mich einfach, warum diese Person das getan hat. Er kannte meinen Bruder nicht“, sagt Marie Stanford.

































