Jetzt kämpft sie sogar ums SorgerechtEltern wollten es nicht mehr! Leihmutter rettet Baby mit Herzfehler vor Abtreibung

Als seine Eltern es nicht mehr wollten, kämpft Leihmutter McKenna um sein Leben.
Als seine Eltern es nicht mehr wollten, kämpft Leihmutter McKenna um sein Leben.
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Plötzlich soll sie das Baby, das in ihrem Bauch wächst, nicht mehr zur Welt bringen.
Nach der Diagnose eines schweren Herzfehlers wünschen sich die Wunscheltern laut Leihmutter McKenna West einen Schwangerschaftsabbruch. Doch die Krankenschwester weigert sich – obwohl ihr nach eigenen Angaben enorme finanzielle Konsequenzen drohen.

McKenna West will als Leihmutter den Kinderwunsch einer anderen Familie erfüllen

McKenna West lebt in Alaska, arbeitet als Krankenschwester und ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Für mehr finanzielle Sicherheit – ohne wertvolle Zeit mit ihren Kindern zu verlieren, entscheidet sich West, als Leihmutter ein Baby für ein Paar auszutragen, das nach ihren Angaben selbst keine Kinder bekommen kann.

Der zweifachen Mutter ging es jedoch nicht nur ums Geld: Im Interview mit Live Action – einer christlich-konservativ geprägten Organisation, die sich gegen Abtreibungen engagiert – betont West, dass es ihr zugleich darum gegangen sei, einer Familie ihren Kinderwunsch zu erfüllen. „Ich fand, es wäre eine äußerst lohnende Sache für eine Familie, ihnen den Segen eines Kindes zu geben”, erklärt West dort.

Die Schwangerschaft verläuft zunächst problemlos. Regelmäßige Untersuchungen geben keinen Anlass zur Sorge, West schickt den Wunscheltern Ultraschallbilder. Dann verändert ein Termin alles.

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Ärzte entdecken schweren Herzfehler bei dem ungeborenen Jungen

Etwas nach der 20. Schwangerschaftswoche stellen Ärzte fest, dass die linke Seite des Herzens des Babys nicht richtig entwickelt ist. Ein Spezialist diagnostiziert laut West ein hypoplastisches Linksherzsyndrom.

Für Kinder mit diesem angeborenen Herzfehler beginnt nach der Geburt in der Regel eine intensive medizinische Behandlung. Auch Gabriel, wie West den Jungen später nennt, soll mehrere Operationen benötigen. Der erste Eingriff müsse nach Angaben der Leihmutter bereits kurz nach der Geburt erfolgen.

Nach der Diagnose verändert sich auch das Verhältnis zu den Wunscheltern. West erzählt, sie habe wie zuvor gefragt, ob sie ihnen die neuen Ultraschallbilder schicken dürfe. Daraufhin habe sie erfahren, dass das Paar die bisherigen Bilder bereits vom Kühlschrank genommen habe. Der direkte Kontakt bricht laut West anschließend weitgehend ab, die Kommunikation läuft über die Leihmutterschaftsagentur.

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Wunscheltern wollen einen Schwangerschaftsabbruch

Nur wenige Tage später bekommt West während ihrer Arbeit einen Anruf von ihrer Ansprechpartnerin bei der Agentur. Die Nachricht trifft sie hart: „Dieses Paar, für das ich das Baby austragte, hatte beschlossen, dass ich die Schwangerschaft abbrechen solle”, erklärt McKenna West im Interview mit Live Action.

West fühlt sich nach eigener Aussage in die Enge getrieben. Denn in dem Leihmutterschaftsvertrag seien auch Regelungen für einen Schwangerschaftsabbruch bei medizinischen Problemen enthalten. Sie sei darauf hingewiesen worden, dass ihr bei einer Weigerung hohe finanzielle Forderungen drohen könnten. „Ich könnte mit über 200.000 Dollar rechnen müssen”, stellt West klar.

Für die alleinerziehende Mutter eine kaum vorstellbare Summe. Gleichzeitig wächst in ihr der Widerstand gegen einen Abbruch. „Ich dachte nicht, dass ich damit leben könnte“, sagt sie im Interview.

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McKenna plant zunächst Abtreibung in Seattle – dann ändert ein Anruf alles

Zunächst scheint West keinen Ausweg zu sehen. Weil ein Schwangerschaftsabbruch zu diesem Zeitpunkt nach ihren Angaben nicht in Alaska durchgeführt werden konnte, vereinbart sie einen Termin in Seattle. Sie wäre zu diesem Zeitpunkt bereits etwa in der 22. Schwangerschaftswoche gewesen.

Doch West schiebt die Reise schließlich um eine Woche auf. Dann meldet sich ihr älterer Bruder. Er und seine Frau seien bereit, den Jungen zu adoptieren, falls dies einen Ausweg aus der Situation ermögliche. Vor allem aber versichert er seiner Schwester, dass ihre Familie hinter ihr stehe – selbst wenn ein teurer Rechtsstreit folgen sollte.

Für West ist dieses Gespräch der Wendepunkt. Sie entscheidet sich endgültig gegen den geplanten Schwangerschaftsabbruch und sucht Unterstützung – für den Kampf eines ungeborenen Babys, das sie eigentlich für ein anderes Paar austrug.

Denn für West war ab diesem Zeitpunkt bereits klar: „Er ist ein Kämpfer und verdient es, von Menschen umgeben zu sein, die zu 100 Prozent bereit sind, an seiner Seite zu kämpfen.”

McKenna reist für Baby Gabriel nach Texas – und riskiert finanziellen Ruin

Wie McKennas Freundin Ellen in einer Spendenkampagne für die Leihmutter schreibt, findet West schließlich Anwälte, die sie in ihrem Kampf unterstützen. Außerdem reist die hochschwangere Krankenschwester demnach nach Texas, wo ein Ärzteteam bereitsteht, Gabriel nach seiner Geburt medizinisch zu versorgen.

Doch die Entscheidung hat laut Spendenaufruf erhebliche Konsequenzen: West werde wegen ihrer Weigerung, die Schwangerschaft abzubrechen, verklagt. „Sie kämpft in mehreren Bundesstaaten für ihr Recht auf medizinische Behandlung und dafür, dass Gabriel nach seiner Geburt nicht die lebensrettende Operation verweigert wird”, heißt es dort weiter.

McKenna stehe vor dem Risiko, „auf alle Gelder verklagt zu werden, die ihr – oder in ihrem Namen – seit Beginn ihrer Leihmutterschaft gezahlt wurden”. Mit der Spendenaktion soll West deshalb im Kampf für das Leben ihres Babys unterstützt werden.

Baby Gabriel ist geboren – doch wie es weitergeht, ist noch offen

Am Mittwoch bringt McKenna West den kleinen Gabriel in Texas zur Welt. Wie CBS News berichtet, hat ein Gericht bereits vor der Geburt angeordnet, dass der Junge die medizinisch notwendigen lebensrettenden Maßnahmen erhalten muss.

Doch McKennas Kampf ist damit noch nicht vorbei: Aufgrund einer gerichtlichen Anordnung darf sie derzeit keinen Kontakt zu Gabriel haben. Die medizinischen Entscheidungen liegen zunächst bei den Wunscheltern. West will jedoch weiter um das Sorgerecht kämpfen. Wie es für Gabriel langfristig weitergeht und bei wem der kleine Junge einmal leben wird, ist damit noch völlig offen.

Verwendete Quellen: YouTube/Live Action, GiveSendGo/Ellen Fisher, CBS News