Diskussion über CDU-Mann aus BonnKonsequenzen wegen mutmaßlicher Leihmutterschaft?
Jens Spahn ist nach der Leihmutter-Affäre zurückgetreten. Oder auch getreten worden. Aber aktuell wird auch über den Drogenbeauftragten der Bundesregierung Hendrik Streeck aus Bonn diskutiert. Auch er ist Mitglied der CDU, auch er ist vor kurzem Vater geworden. Und das Kind soll ebenfalls in den USA geboren sein.
Streeck im Visier
Zwei Männer mit Nachwuchs. Das geht biologisch nur mithilfe des weiblichen Geschlechts. In Deutschland ist eine Leihmutterschaft verboten. Auch die CDU lehnt das Verfahren ab. Jens Spahn kostete das den Posten als Fraktionschef. Sein Parteikollege Hendrik Streeck und sein Mann sind April auch Eltern geworden, laut Magazin Bunte in Idaho. Mutmaßlich ebenfalls durch eine Leihmutter aus den USA. Hendrik Streeck ist seit vergangenem Jahr Bundestagsabgeordneter. Dazu arbeitet der CDU-Mann aus Bonn unter anderem als Drogenbeauftragter der Bundesregierung. Trotz der Diskussion empfindet Parteikollege Wolfgang Bosbach ihn weiter für glaubwürdig. Er erklärte: „Der Unterschied der beiden Fälle besteht darin, dass es zum einen von Jens Spahn über Jahre hinweg eine Fülle von Zitaten gibt, in denen er sich ganz strikt gegen Leihmutterschaft ausgesprochen hat, auch in seiner Eigenschaft als Bundesgesundheitsminister. Und dass er als Fraktionsvorsitzender politische Führungsverantwortung trägt, die Hendrik Streeck in diesem Umfang nicht hat.“
Keine Folgen für CDU-Mann?
Die Bundesregierung sieht keinen Grund zu handeln. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte auf der Bundespressekonferenz: „Herr Streeck hat keine politischen Forderungen vertreten, die seiner persönlichen Lebensführung entgegenstehen. Das heißt, es gibt bei ihm keine Frage der politischen Glaubwürdigkeit.“ Zum Schutz des Kindes solle die Privatsphäre respektiert werden. So heißt es am Montag (20.07.) bei der Bundespressekonferenz.

































