Anatolii wird nun zur ZielscheibeZwölfjähriger rettet seine Familie vor russischem Drohnen-Angriff

Er hört den Tod herbeifliegen – und handelt blitzschnell!
Nur Sekunden trennen Anatolii Prochorenkos Familie von einer Tragödie. Der zwölfjährige Ukrainer bemerkt nahe seinem Zuhause eine russische Drohne, die offenbar seine spielenden Geschwister anvisiert hat. Doch der Junge kann eine Explosion heldenhaft verhindern – dank eines geheimen Tricks!
Junge bemerkt russische Drohne vor seinem Zuhause
Anatolii sitzt vergangenen Monat auf einem Birnenbaum, als er das Summen der Drohne hört. Das kleine Gerät, das von russischen Operateuren gesteuert wird, sei plötzlich angestiegen, schien sein Ziel anvisiert zu haben: Die jüngeren Geschwister des Jungen, die im Hof vor seinem Zuhause in der Nordukraine spielen! Obwohl er gerade einmal zwölf Jahre alt ist, weiß Anatolii sofort, was er machen muss, schreibt die Washington Post.
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Die kleinen Drohnen werden nicht via Funk, sondern mithilfe eines dünnen Glasfaserkabels gesteuert, um elektronischen Störsendern zu entgehen. Dieser Faden wird kilometerweit hinter dem Gerät abgerollt und ist auch für den Jungen sichtbar. Blitzschnell erinnert er sich an einen eher unbekannten Trick, den ihm ein Soldat mit dem Funknamen „Dynamo” beigebracht hat.
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Anatolii in der Ukraine ein Held, in Russland eine Zielscheibe
Anatolii rennt zu der Drohne, schnappt sich das Kabel und formt eine Schlaufe. Laut des Soldaten soll er nun 15 Sekunden warten, doch: „Ich hatte keine Zeit”, erinnert er sich im Gespräch mit der Zeitung. „Also habe ich bis zehn gezählt und es dann zerrissen.” Eine Entscheidung, die wohl zahlreiche Leben rettet. Denn bevor die Drohne explodieren kann, dreht sie ab und stürzt in ein unbewohntes Gebiet nahe dem Dorf.
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In der Ukraine wird der Junge als Held gefeiert, in russischen Telegramm-Kanälen laut der Washington Post zur Zielscheibe ausgerufen. Aus Sorge zieht die siebenköpfige Familie vorerst in eine Zweizimmerwohnung in der Stadt Tschernihiw, pendelt regelmäßig hin und her, um ihre Kartoffelfelder zu pflegen.
Immer wieder stoßen Anatolii und seine Liebsten dabei auf Glasfaserdrohnen – und erinnern sich an die so tapfere Heldentat des Jungen.
Verwendete Quellen: Washington Post



