Crew der „Hondius” unter QuarantäneHantavirus-Schiff soll zu neuer Kreuzfahrt aufbrechen

Passengers aboard the Bahamas-registered cruise ship Ambition Ambassador confined following the outbreak of a gastrointestinal illness onboard, at the Bordeaux port in Bordeaux, southwestern France on May 13, 2026. French authorities on May 13 confined more than 1,700 passengers and crew on a British cruise ship docked in Bordeaux after an elderly passenger died, said officials, who played down any links to the hantavirus scare. Photo by Margot Le Gonidec/ABACAPRESS.COM
Im Hafen von Rotterdam wurde ein improvisiertes Quarantäne-Dorf für die Crew des Kreuzfahrtschiffes Hondius errichtet. (Archiv)
picture alliance / abaca / Le Gonidec Margot/ABACA
von Martina Lewinski

Quarantäne in Rotterdam!
Nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord der Expeditionskreuzfahrt „Hondius” ist die verbliebene Besatzung im Hafen von Rotterdam in ein mobiles Quarantänelager gebracht worden. Währenddessen läuft bereits die Vorbereitung für eine umfassende Desinfektion des Schiffes – und eine mögliche nächste Kreuzfahrt in wenigen Tagen.

Evakuierung nach internationalem Gesundheitsalarm

Zuvor waren bereits Passagiere des Schiffes nach Teneriffa evakuiert worden, nachdem mehrere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Hantavirus gemeldet worden waren. Die verbleibende Notbesatzung sowie zwei Schiffsärzte brachten das Schiff schließlich unter Begleitung von Behörden sicher in den niederländischen Hafen.

Auch eine tote deutsche Passagierin wurde an Land gebracht. Insgesamt sollen drei Todesfälle mit dem Ausbruch in Verbindung stehen.

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Quarantäne in mobilen Unterkünften im Hafen

Die rund 25 Crewmitglieder sowie medizinisches Personal wurden nach der Ankunft in ein kurzfristig errichtetes Container- und Wohnmodul-Lager verlegt. Dort gelten strenge Quarantänebedingungen mit täglichen Tests und medizinischer Überwachung über einen Zeitraum von bis zu 42 Tagen.

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Nach Angaben des Betreibers „Oceanwide Expeditions” zeigen aktuell keine der unter Quarantäne stehenden Personen Symptome.

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Bevor die „Hondius” wieder in Betrieb gehen kann, soll das Schiff vollständig dekontaminiert werden. Geplant sind umfassende Desinfektionsmaßnahmen aller Kabinen, Gemeinschaftsbereiche und häufig berührten Flächen. Auch UV-Licht-Technologie könnte eingesetzt werden.

Laut Experten reichen gängige Desinfektionsverfahren grundsätzlich aus, um das Virus zu eliminieren.

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Die WHO sowie die Europäische Union sollen die Evakuierung und das Krisenmanagement mit koordiniert haben. Gleichzeitig betonen Fachleute, dass keine Hinweise auf eine neue, gefährlichere Virusvariante vorliegen.

Neue Kreuzfahrt trotz Krise geplant

Trotz der laufenden Quarantäne- und umfassenden Desinfektionsmaßnahmen hält das niederländische Unternehmen am Betrieb der Expeditionskreuzfahrten fest.

Für den 29. Mai ist bereits die nächste Reise der „Hondius” von Keflavik in Richtung Arktis geplant. Allerdings sollen die Behörden vor dem geplanten Auslaufen noch eine erneute Sicherheitsinspektion durchführen. Die Lage bleibt damit angespannt.

Verwendete Quelle: The Sun, BILD