Zu viele Drinks im CrewhotelAlkohol-Alarm! Swiss stoppt zwei Piloten vor Abflug

SWISS stoppt zwei Piloten vor dem Abflug: Sie sollen am Vorabend zu viel Alkohol getrunken haben.
Am Vorabend des geplanten Fluges sollen die Piloten zu tief ins Glas geschaut haben (Symbolbild)
DPA PA

Heikler Vorfall!
Am nächsten Morgen sollten sie gemeinsam einen Airbus A220 ab Genf steuern. Doch nach einem offenbar feuchtfröhlichen Abend zweifeln Crewmitglieder an der Einsatzfähigkeit der beiden Swiss-Piloten – und handeln sofort.

Crewmitglieder melden besorgniserregende Beobachtungen

Wie das Luftfahrtportal aeroTELEGRAPH berichtet, sollen die beiden Männer am Vorabend des geplanten Fluges deutlich länger und mehr Alkohol getrunken haben, als es die Vorschriften erlauben. Am nächsten Morgen im Mai 2026 hätten die Piloten gemeinsam einen Airbus A220 von Genf zu einem Ziel innerhalb Europas fliegen sollen. So weit kommt es allerdings nicht – dank aufmerksamer Kollegen.

Sie informieren einen Vorgesetzten und äußern Zweifel daran, ob die Männer ihren Dienst sicher ausüben können.
„Die Hinweise waren so konkret, dass wir an der Einsatzfähigkeit der Piloten zweifeln mussten“, bestätigt Swiss-Sprecher Remo Müller auf RTL-Anfrage.

Die Airline reagiert umgehend: Noch im Crewhotel nimmt Swiss die beiden Männer aus dem Dienst und organisiert Ersatz. Ins Cockpit gelangen sie nach Angaben der Fluggesellschaft zu keinem Zeitpunkt. „Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Für unsere Crewmitglieder gelten klare und strenge Vorgaben zum Umgang mit Alkohol. Sie dürfen ihren Dienst nicht unter Alkoholeinfluss antreten oder ausüben”, erklärt Müller.

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Swiss spricht von funktionierenden Sicherheitsmechanismen

Für Swiss zeigt der Fall, wie wichtig es ist, dass Beschäftigte verdächtige Beobachtungen nicht für sich behalten. Die Crewmitglieder hätten Verantwortung übernommen und damit die vorgesehenen Sicherheitsabläufe ausgelöst.
„Unsere Sicherheitsmechanismen funktionieren“, erklärt die Airline. Risiken ließen sich so erkennen und ausschließen, bevor sie den Flugbetrieb beeinflussen.

Beim Thema Alkohol gelten für Cockpitcrews strenge Vorgaben. Laut aeroTELEGRAPH liegt die zulässige Grenze in Europa bei 0,2 Promille. Fluggesellschaften verlangen von ihren Besatzungen allerdings grundsätzlich, nüchtern zum Dienst zu erscheinen. Zusätzlich gelten je nach Airline feste Abstinenzzeiten vor einem Einsatz. Die beiden Piloten sollen ihren Zustand am Morgen nicht selbst gemeldet haben.

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Beide Piloten bleiben vorerst am Boden

Der Zwischenfall hat für die Männer deutliche Konsequenzen. „Die Einzelheiten des Vorfalls werden nun sorgfältig geprüft. Die beiden Piloten fliegen seither nicht mehr und die Abklärungen laufen noch”, sagt Remo Müller auf RTL-Anfrage. Swiss wolle den Vorgang „sorgfältig, fair und ergebnisoffen“ aufarbeiten.

Auch das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt ist über den Fall informiert. Zudem sollen medizinische Abklärungen laufen. Abhängig vom Ergebnis der Untersuchungen drohen den Piloten, wie Blick berichtet, arbeitsrechtliche Schritte – bis hin zu einer möglichen Kündigung.

Verwendete Quellen: RTL-eigene Recherche, aeroTELEGRAPH, Blick